Drei Tage lang lernten Kinder der Jahrgangsstufen 3 bis 5 das Gustav-Stresemann-Gymnasium von einer ungewohnten Seite kennen. Insgesamt 136 Schülerinnen und Schüler nahmen in der letzten Sommerferienwoche am inzwischen dritten Mini-Campus teil und konnten das GSG von einer ganz besonderen Seite kennenlernen.
Im Mittelpunkt des Ferienprogramms stand die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, eigene Interessen zu entdecken und das Gymnasium spielerisch zu erleben. Die Kinder hatten sich im Vorfeld für unterschiedliche Angebote entschieden und beschäftigten sich während der drei Tage mit kreativen, sportlichen, sprachlichen und naturwissenschaftlichen Themen.
So entstanden in der Kreativwerkstatt aus Pappmaché fantasievolle Figuren und Kunstwerke. Beim Streetdance konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Musik bewegen und neue Choreografien erlernen. Andere Kinder begaben sich auf eine spielerische Reise in die englische Sprache oder arbeiteten als junge Radioreporterinnen und Radioreporter. Ausgestattet mit Mikrofonen führten sie Interviews, entwickelten eigene Beiträge und sprachen ihre Texte anschließend selbst ein.
Besonders spannend wurde es auch in der „Zauberschule der Elemente“. Hier gingen die jungen Forscherinnen und Forscher naturwissenschaftlichen Fragen auf den Grund und führten verschiedene Experimente durch. Unter anderem beobachteten sie, wie sich weiße Blumen durch gefärbtes Wasser veränderten, oder untersuchten Pflanzenmaterial unter dem Mikroskop. Auf diese Weise wurden biologische und chemische Phänomene nicht nur erklärt, sondern unmittelbar selbst erforscht.
Auch die Lego-Bausteinwelten luden zum Tüfteln und Gestalten ein. Mit viel Fantasie entstanden dort unterschiedliche Bauwerke und Kulissen. Eine kleine Bauaufgabe zu Beginn stellte dabei die Kreativität der Kinder auf die Probe: Aus nur wenigen Legosteinen sollte eine Ente entstehen – ganz egal, wie ungewöhnlich das Ergebnis am Ende aussah.
Der Mini-Campus soll Kindern die Gelegenheit geben, das Gymnasium bereits vor oder zu Beginn ihrer Schulzeit in einer entspannten Atmosphäre kennenzulernen. Dabei wird deutlich, dass Lernen viele verschiedene Formen haben kann und neben Wissenserwerb auch Kreativität, Bewegung, gemeinsames Arbeiten und jede Menge Spaß dazugehören.
Die Entwicklung des Projekts zeigt, wie groß das Interesse inzwischen ist. Während beim ersten Mini-Campus noch rund 20 Kinder teilnahmen stieg die Zahl in diesem Sommer auf 136 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Damit hat sich das Ferienangebot zu einem festen und beliebten Bestandteil des GSG entwickelt. Ermöglicht wurde der Mini-Campus durch die Unterstützung des Fördervereins des Gustav-Stresemann-Gymnasiums sowie das Engagement von Kolleginnen und Kollegen. Das Bad Wildunger Jugendhaus, mit dem das GSG auch in diesem Jahr wieder erfolgreich kooperierte, leitete zudem den Radiokurs sowie das Projekt „Vom Bildschirm in die reale Welt“.
Nach der erfolgreichen dritten Auflage soll der Mini-Campus auch im kommenden Jahr wieder stattfinden und weiteren Kindern die Möglichkeit bieten, das GSG auf kreative, spannende und abwechslungsreiche Weise zu entdecken.
Text: Barbara Jericho
Fotos: Aileen Raddatz/WLZ
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