1926 – 2026
„100 Jahre Nobelpreis Gustav Stresemann“

Festtag des Gustav-Stresemann-Gymnasiums
am 11.09.2026
Das Gustav-Stresemann-Gymnasium wird am Freitag, den 11.09.2026, einen besonderen Festtag begehen. Anlass ist ein bedeutendes Jubiläum: Vor 100 Jahren, im Jahr 1926, wurde der Namensgeber der Schule, Gustav Stresemann, gemeinsam mit dem französischen Außenminister Aristide Briand mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung wurde ihr Einsatz für die deutsch-französische Verständigung und für den Frieden in Europa gewürdigt – Werte, die bis heute am GSG im Mittelpunkt stehen.
Am Vormittag werden unterschiedliche Projekte für die Schülerinnen und Schüler angeboten. So gibt es u.a. für die Jahrgänge 5 und 6 eine interkulturelle „Besinnung“ mit Liedern und Texten zum Thema „Grenzen überwinden“ und ein Beitrag des Schülerradios bringt den Lernenden den Namensgeber der Schule näher. Ein virtuelles Planspiel für die Jahrgangsstufe 7 sowie Filmanalysen für die Jahrgangsstufe 9 und 10 beschäftigen sich mit der Person Gustav Stresemann und seiner Zeit sowie mit dem Thema 1. Weltkrieg und Aussöhnung. Das GSG kann an diesem Tag auch mit dem UN-Vertreter Dr. Ekkhard Griep einen wichtigen Gast begrüßen, der mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe ins Gespräch kommen wird. Und schließlich wird der Schriftsteller, Dichter, Beatboxer und Spoken-Word-Lyriker Dalibor Markovic einen Schreibworkshop für die Jahrgangsstufe 8 anbieten.
Besonders freut sich das GSG, dass mit der Enkelin von Gustav Stresemann eine Nachkommin des berühmten Namensgebers sich eine ganzen Tag Zeit nimmt, mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu gehen.
Von 14:00 bis 17:00 Uhr öffnet die Schule ihre Türen für die gesamte Schulgemeinschaft sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Es werden Schulführungen mit Projekt-Ausstellungen zum Thema „Grenzen überwinden“ und „Gustav Stresemann“ angeboten. Die Sportfachschaft organisiert „Fair-Play“-Turniere. Es gibt kulinarische Leckereien. Das GSG freut sich auf einen Nachmittag mit vielen Begegnungen und Gemeinschaft. Der Tag endet mit einer Stresemann-Revue in der Aula, einem Festakt mit viel Musik, Theater, Literatur einer Bilderversteigerung, Tanz, Akrobatik, einer Talkrunde mit der Enkelin von Gustav Stresemann und vielem mehr.

Foto: Stéphane Passet / Collection Archives de la Planète – Musée Albert-Kahn / Public Domain
Die Akte Stresemann – Auf den Spuren eines Nobelpreisträgers
| Mitwirkende SuS: Mariella Stadlik, Milena Frisch, Betül Yildirim, Nadine Junpue, Leo Suppes (alle 8a) AG-Leitung: Phil Röse |
Das Hörspiel beleuchtet die wichtigsten Stationen der politischen Karriere Gustav Stresemanns und ist auf Grundlage des folgenden Textes entstanden:
Der spätere Außenminister und Reichskanzler Gustav Stresesmann kam aus einer kleinbürgerlichen Familie. Von Hause aus war er Volkswirtschaftler. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde er Abgeordneter der Nationalliberalen Partei im Reichstag. 1915 übernahm Stresemann den Vorsitz der Reichstagsfraktion. Stresemann befürwortete den U-Boot-Krieg und war Gegner einer Friedensresolution des Reichstags. Innenpolitisch trat er für die Weiterentwicklung der Sozialpolitik ein.
Der „Vernunftrepublikaner“
Zunächst war er gegen die Weimarer Republik und den Versailler Vertrag. Weniger aus Überzeugung als aus Vernunftgründen setzte er sich ab 1920 für die Republik ein. Er wurde daher auch als „Vernunftrepublikaner“ bezeichnet. Im Krisenjahr 1923 übernahm Stresemann für kurze Zeit das Amt des Reichskanzlers.
Außenminister und Friedensnobelpreisträger
Von 1923 bis zu seinem Tod 1929 war Stresemann Außenminister in verschiedenen Regierungen. Er prägte die deutsche Außenpolitik, suchte einen Ausgleich mit Frankreich und Russland, wollte eine britisch-französische wie britisch-russische Verständigung verhindern und strebte eine Revision des Versailler Vertrags an. Unter ihm gelang die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund (1926).
Für seine Ausgleichspolitik wurde er 1926 zusammen mit dem französischen Außenminister Aristide Briand (*1862, †1932) mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sein Tod kurz vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise führte zu einer deutlichen Schwächung der Weimarer Republik.
aus: https://learnattack.de/schuelerlexikon/geschichte/stresemann
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