Beitrag vom: 13.09.2018 Kategorie: Willkommen

Azubis gestalten den Unterricht

Azubis gestalten den Unterricht

 

BAD WILDUNGEN. Vier Auszubildende der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, etwa 110 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 des Gustav-Stresemann-Gymnasiums und ein Thema: Die Europäische Zentralbank und ihre Geldpolitik.

 

Intensiv bereiteten sich die Auszubildenden Ann-Sophie Beyers, Marlene Land, Madleen Wenzel und Angelina Wilke (alle zweites Ausbildungsjahr) auf den Vortrag und die passende Unterrichtsgestaltung für vier Tage im Juni vor. „Allein durch unser Berufsfeld beschäftigt man sich mit der EZB und ihrer Geldpolitik. Eine spannende Aufgabe, die wir bearbeiten durften!“, resümiert Ann-Sophie Beyers.

Für die Schülerinnen und Schüler begann der Schultag mit dem Aufbau und den Organen der Europäischen Zentralbank und welche Bedeutung das „magische Viereck“ in diesem Zusammenhang hat. In Gruppenarbeit benannten die Schülerinnen und Schüler die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie die 19 Euro-Länder. Auf die Ziele der EZB eingehend wurden der Punkt „Preisniveaustabilität“ durch ein Erklärvideo und die Geschichte des „schwarzen Freitags“ im Jahr 1923 unterstützt. Im weiteren Verlauf des Unterrichtstages bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler den Konjunkturverlauf, dessen vier Phasen und welche Auswirkungen die jeweilige Konjunkturphase auf die Nachfrage, die Investitionen, die Zinsen und Preise, die Löhne und die Arbeitslosigkeit haben.

Den zweiten Teil des Tages füllten die Grundlagen der Geldpolitik sowie die Instrumente der EZB. Eine gemeinsame Erarbeitung der Themen Mindestreserve, ständige Fazilitäten und Offenmarktgeschäfte machten diese transparent und leicht verständlich. Mit Hilfe einfacher Rechenbeispiele wurden die Instrumente der Offenmarktgeschäfte (Mengen- und Zinstender) begreiflich.

Das letzte Thema des Tages behandelte den Wandel und die aktuelle Lage der Geldpolitik. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten gemeinsam den Verlauf der Weltwirtschaftskrise ab dem Entstehen der sogenannten „Immobilien-Blase“. Die Bedeutung des Leitzinses und dessen stetiges Absinken bis auf 0,0% seit dem 10. März 2016 wurde ebenso thematisiert wie die Auswirkungen die Nullzinspolitik. In diesem Zusammenhang konnte dann auch die Frage „Warum erhalte ich bei meiner Bank keine Zinsen mehr?“ erläutert werden.

Anja Henke, Leiterin des Fachbereiches II (gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfelder) am Gustav-Stresemann-Gymnasium, ist Ausbildungsleiterin Julia Schröder und den Auszubildenden für das erfolgreiche Projekt sehr dankbar: „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es eine willkommene Abwechslung, wenn Experten zu uns an die Schule kommen und den Unterricht gestalten. Vor allem der intensive Einsatz unterschiedlicher Medien und Methoden macht den Unterricht interessant und abwechslungsreich. Des Weiteren ist in diesem Schuljahr das Thema der Europäischen Zentralbank im Lehrplan vorgesehen und in dieser Tiefe oftmals nicht in den Schulalltag zu integrieren.“

„Für uns war die Übersetzung von „fachchinesisch“ in „schülerfreundlich“ eine der größten Herausforderungen“, sind sich Marlene Land und Madleen Wenzel einig. Ausbildungsleiterin Julia Schröder betont die wertvollen Erfahrungen, die die Auszubildenden im Bereich der Methoden- und Handlungskompetenzen sammeln: „Das Konzept der Projektarbeit ist bei uns seit vielen Jahren Bestandteil der Ausbildung. Zu welchem Thema die Projektarbeit in Kleingruppen bearbeitet wird, wird jedes Jahr neu ausgesucht.“ Angelina Wilke ist über ihre persönliche Entwicklung während der Ausbildungszeit und das neugewonnene Selbstverständnis, vor Gruppen zu sprechen, sehr stolz: „Wir werden in dieser Hinsicht gefordert, erhalten aber auch zu jeder Zeit Unterstützung, wenn wir diese benötigen!“ Von der Idee „Azubis gestalten den Unterricht“ profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler, die Auszubildenden und die Lehrer, sondern auch die Sparkasse allgemein. „Unser Beruf ist für Außenstehende wenig greifbar. Wenn man Schülerinnen und Schüler fragt, was sie denken, welchen Tätigkeiten ein Banker nachgeht, kommen häufig Antworten wie „Die Ein- und Auszahlungen der Kunden bearbeiten“. Dieses ist grundsätzlich keine falsche Aussage, jedoch umfasst unser Berufsbild so viel mehr spannende und fordernde Tätigkeiten. Deswegen ist es umso schöner, wenn wir die Chance erhalten, mit unseren Auszubildenden zu Fachthemen und wirtschaftlichen Zusammenhängen an Schulen referieren zu können.“, betont Julia Schröder.

Anja Henke und Julia Schröder sind sich einig, dass das Projekt ein voller Erfolg war und auch in den folgenden Jahren gerne weitergeführt werden kann.

Julia Schröder

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