Preisverleihung zum Märchenwettbewerb der 5. Klassen

 

Am Freitag, dem 09.07.21, fand in musischen Pavillon des GSG die Preisverleihung zum Märchenwettbewerb der 5. Klassen statt. Stellvertretend für die Schulleitung war Claudia Weiß anwesend; die Jury wurde durch Stefan Krempasky vertreten. Pandemiebedingt konnte leider nur eine Klasse im musischen Pavillon anwesend sein, weswegen die Klasse 5c, aus welcher der Wettbewerbssieger hervorging, vollzählig das Publikum stellte – ergänzt um die Schüler*innen aus den anderen Klassen 5, deren Märchen von den Deutsch-Lehrkräften der Klassen ausgewählt und bei der Jury eingereicht wurden.

 

Nach kurzer Begrüßung plauderten Herr Krempasky und die Schüler*innen ein wenig über typische Märchenmerkmale, die Herkunft von Märchen und deren tradierte Erzählweise. Dabei wurde deutlich, dass zahlreiche eingereichte Märchen die Kriterien für gelungene Märchen erfüllt hatten, weswegen es der Jury gar nicht leichtgefallen war, die drei gelungensten Märchen zu ermitteln.

 

Es folgte die Siegerehrung. Über die Preise in Form von Buchgutscheinen durften sich freuen:

 

3. Platz: Malia Lenya Espayos, Klasse 5a („Yamada und der Djinn“)

2. Platz: Peer Leonhardt, Klasse5b („Der Prinz und die Bauersmagd“)

1. Platz: Roman Kentel, Klasse 5c („Der weiße Bär“)

 

Unter dem Beifall der Anwesenden konnten die besten Märchenautor*innen ihre Preise entgegennehmen. Roman Kentel las zum Abschluss sein Märchen stimmungsvoll vor. So endete die Preisverleihung auf angemessene Weise.

 

Stefan Krempasky

Neuer Schulelternbeirat am Gustav-Stresemann-Gymnasium

Seit Anfang Juli 2021 hat das Gustav-Stresemann-Gymnasium Bad Wildungen wieder ein aktives Schulelternbeirats-Team. Mit 6 gewählten und 2 freiwilligen Mitgliedern unter dem Vorsitz von Kerstin Lidgett und Annette Jaeger wird die Zusammenarbeit zwischen Lehrenden, der Schüler- und Elternschaft wieder aktiv gesteuert. Die Aufgaben des Schulelternbeirats, der aus den Klassenelternbeiräten der Klasse 5 bis 10, sowie der Q- und E-Phase gewählt wird, umfasst unter anderem die Mitarbeit an Entscheidungen zum Schulprogramm, zu Grundsätzen für Hausaufgaben und Klassenarbeiten sowie für die Einrichtung und den Umfang freiwilliger Unterrichts- und Betreuungsangebote. Durch die neue Lernsituation und die fortschreitende Digitalisierung des Unterrichts sind Themen wie die Weiterentwicklung des Schulportals, Gestaltung des digitalen Unterrichts auch in Präsenzphasen oder die Organisation und Beschaffung von digitalen Medien neue Schwerpunkte der Zusammenarbeit der Elternvertreter und der Schulleitung.

 

„Wir freuen uns auf die Arbeit mit der Schulleitung und den Lehrkräften, mit den Eltern und natürlich den Schülerinnen und Schülern.“, so die Vorsitzende Kerstin Lidgett. „Unser Team besteht aus sehr motivierten Eltern, deren Kinder in den verschiedensten Altersstufen vertreten sind. So können wir allen relevanten Themen, auch den Bedürfnissen der Jahrgänge entsprechend, Rechnung tragen.“, ergänzt die zweite Vorsitzende Annette Jaeger.

 

Der Schulelternbeirat möchte den Austausch unter den Eltern weiter verstärken und fordert alle Eltern auf, getreu dem Schul-Motto „Gemeinsam Schule Gestalten“, aktiv mitzuarbeiten, um die Gemeinschaft von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie der Schulleitung zu stärken und die Weiterentwicklung des Gymnasiums in eine zukunftsorientierte Schule mit innovativen Strategien und Programmen mitzugestalten.

 

Wünsche, Informationen, Anregungen können über die E-Mail-Adresse elternbeirat@stresemanngymnasium.de direkt an das Schulelternbeirats-Team gesendet werden.

 

 

Das Schulelternbeiratsteam im Einzelnen:

1. Vorsitzende: Kerstin Lidgett
2. Vorsitzende: Annette Jaeger
Beisitzer und Vertreter des GSG im Kreiselternbeirat: Christof Reckhart
Beisitzerin: Dörte Grell
Schriftführerin: Christine Spratte
Stellv. Schriftführerin: Susanne Pitt

 

Ergänzt wird das Team durch Nicole Nuhn und Sevda Krause.

 

Bad Wildungen, 09.07.2021

 

Sachkundig debattieren auf Augenhöhe

     

 

Vier Schüler*innen der Region überzeugen beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ im Jubiläumsjahr am Gustav-Stresemann-Gymnasium

 

Bad Wildungen, 25.06.2021.

 

Zuhören, zielgenau argumentieren und dabei immer über den eigenen Tellerrand hinausblicken – damit haben die Debattantinnen und Debattanten beim Regionalfinale des Schülerwettbewerbs „Jugend debattiert“, einem der größten Wettbewerbe für sprachliche und politische Bildung in Deutschland, am 25. Juni 2021 überzeugt.

 

Auch wenn die diesjährige Veranstaltung am Gustav-Stresemann-Gymnasium nur in einem kleinen Kreis stattfinden konnte, stellten sowohl die gastgebende Schulleiterin, Iris Blum, als auch der Regionalkoordinator, Christoph Heise, die Besonderheit des rhetorischen Schlagabtausches heraus. Inmitten der zahlreichen schulischen Anforderungen im Coronaschuljahr ist es den Teilnehmer*innen der Christian-Rauch-Schule/Bad Arolsen, der Gesamtschule Edertal und des Gustav-Stresemann-Gymnasiums/Bad Wildungen gelungen, sich zwischen Präsenz-, Digital-, Distanz- und Wechselunterricht den Klassen- und Schulentscheiden zu stellen und für den Regionalwettbewerb zu qualifizieren.

 

Gerade angesichts des 20-jährigen Jubiläums von „Jugend debattiert“ war die Möglichkeit der persönlichen Begegnung nicht nur eine Besonderheit des Regionalverbundes Bad Wildungen/Edertal, der den Wettbewerb als einer der wenigen hessischen Verbünde überhaupt in dieser Form durchführte, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung schulischer Normalität, wie Iris Blum erfreut hervorhob.   

 

Im Anschluss an die Grußworte und die musikalische Eröffnung der Veranstaltung von Anastasia Patzer, Selina Lorer und Mia Kellner mit der Eigenkomposition „Stay in my head“ diskutierten die besten Debattantinnen und Debattanten der Region die Frage, ob die Maskenpflicht auch während Grippeepidemien gelten soll. Hier konnte sich Lara Kraft von der Gesamtschule Edertal knapp vor ihren Konkurrent*innen mit einer sehr überzeugenden Gesprächsfähigkeit behaupten.

 

Die Rückrunde zum Thema: „Sollen in Deutschland keine neuen Autobahnen mehr gebaut werden?“, brachte schließlich die Entscheidung.

 

                                

Mit ihrer breiten Sachkenntnis sowie überzeugender Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit konnte sich Anita Zaloga von der Christian-Rauch-Schule als Debatten- und insgesamt auch „Regionalsiegerin Jugend debattiert 2021“ behaupten. Sie holte neben einem Buchgutschein sowie einer Urkunde den Regionalsiegerpokal, den Frank Engelhardt als Vertreter der Waldecker Bank mit den anderen Preisen zur Verfügung gestellt hatte, nach Bad Arolsen.

Robin Heck und Lara Kraft von der Gesamtschule Edertal siegten auf dem 2. und 3. Platz knapp vor Pepa Behrens vom Gustav-Stresemann-Gymnasium, die sich wie die anderen Platzierten über zahlreiche Preise freuen konnte.

 

Und auch wenn am Ende nur eine Regionalsiegerin ermittelt wurde, konnten alle Teilnehmer*innen auf ihre Leistung stolz sein. Denn neben der umfassenden thematischen Recherche, der Identifikation tragfähiger Argumente und der Verbesserung ihrer Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit haben sie eine demokratische Debatte auf Augenhöhe erlebt und dadurch ein tieferes Verständnis einer fairen, öffentlichen Auseinandersetzung gewonnen.

 

Die gezeigten Leistungen seien dabei neben den engagierten Schülerinnen und Schülern auch den zahlreichen Jugend-debattiert-Lehrer*innen, den Juror*innen sowie nicht zuletzt den Sponsoren wie der Waldecker Bank zu verdanken. Insofern werde dieses Wettbewerbsjahr analog zur musikalischen Eröffnung „Stay in my head“ in ganz besonderer Erinnerung der Teilnehmenden bleiben, so das Resümee des Regionalkoordinators.      

 

Foto (von links): Frank Engelhardt (Leiter Regionalmarkt Waldecker Bank), Lara Kraft und Robin Heck (beide Gesamtschule Edertal), Pepa Behrens (Gustav-Stresemann-Gymnasium, Bad Wildungen), Regionalsiegerin Anita Zaloga (Christian-Rauch-Schule, Bad Arolsen), Christoph Heise (Regionalkoordinator Jugend debattiert, Gustav-Stresemann-Gymnasium)

 

„Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Heinz-Nixdorf-Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Der Regionalwettbewerb Bad Wildungen/Edertal wird gefördert von der Waldecker Bank.

 

 

Text: Christoph Heise

Fotos: Achim Sünnemann

Altbatterie-Sammlung am GSG

 

Vom 01. Juli 2021 bis zum letzten Donnerstag vor den Sommerferien lief am Gustav-Stresemann-Gymnasium in Bad Wildungen wieder eine Aktion zur Sammlung von Altbatterien. 

 

Wir – die 18 Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Chemie E2 Haase – setzten uns zum Abschluss unserer Unterrichtseinheit „Redoxreaktionen“ für die umweltschonende Entsorgung von Batterien ein. Durch den Titel „Unesco-Schule“ war es uns ein großes Anliegen, auf folgendes Problem aufmerksam zu machen: Laut Umweltbundesamt werden nämlich immer noch mehr als die Hälfte der verkauften Batterien pro Jahr nicht an den entsprechenden Stellen zum Recycling abgegeben, sondern verbleiben in den Haushalten bzw. werden nicht sachgerecht entsorgt. Die enthaltenen Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei gelangen somit in die Umwelt.  

 

Auch in unserer Unterrichtsreihe beschäftigten wir uns mit der Entsorgung, dem Aufbau sowie der Funktionsweise von mobilen Energieträgern, indem wir kurze Erklärvideos erstellten.  

 

Mit selbstgestalteten Plakaten und gebastelten Sammelboxen, die an zwei Orten in der Schule aufgestellt wurden, appellierten wir an das Umweltbewusstsein unserer Mitschüler/innen und hofften auf die Nutzung dieses Angebots.

 

(Verfasserinnen: Paula Brennecke und Lotte Diana Eisenberg)

Jugend debattiert in Corona-Zeiten

 

Unter ganz besonderen Vorzeichen stand dieses Projektjahr von Jugend debattiert. Trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, konnten die Debatten auch in diesem Schuljahr im Klassenverband und dann im Schulfinale realisiert werden. Wie es momentan so üblich ist, wurde sogar ein Schüler digital in die Debatte dazugeschaltet. „Wir versuchen auch unter den gegebenen Einschränkungen und unter Verwendung der digitalen Strukturen, die an der Schule etabliert sind, das Beste für die Schülerinnen und Schüler herauszuholen“, so der Jugend-debattiert-Projekt-Lehrer Jannik Schwebel-Schmitt.

 

Dass sie sich auf der Basis von Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft konstruktiv mit unterschiedlichen Argumenten und miteinander auseinander-setzen können, zeigten die Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums auf beeindruckende Weise beim diesjährigen Schulfinale von „Jugend debattiert“.

 

Nachdem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Mittelstufe in ihren Klassen für den Schulwettbewerb qualifiziert hatten, konnten die Besten vom GSG ihre Fähigkeiten in einem Finale im Musischen Pavillon unter Beweis stellen.   

 

Im Finale der Sekundarstufe I wurde die Frage „Sollen Schüler der Oberstufe ein Recht auf Fernunterrichtstage erhalten?“ debattiert. Das Thema, was momentan einen hohen Aktualitätsbezug aufweist, wurde von zwei Seiten beleuchtet. Pepa Behrens vertrat die Position Pro 1 und erzielte den ersten Platz. Sie und ihre Mit-Debattantin Enna Sczech (Platz 2) hoben vor allem das selbstständige und selbstbestimmte Lernen als großen Vorteil des Fernunterrichts hervor. Mia Emilia Kellner und Fjodor Kirilov hingegen vertraten die Contra-Position. Sie entgegneten, dass viele Schülerinnen und Schüler sich nicht eigenständig motivierten und dass es zu Schwierigkeiten bei der Benotung im Distanzunterricht kommen könne.

 

Die beiden Erstplatzierten des Schulfinales haben sich damit zugleich für das Regionalfinale qualifiziert, bei dem sie gegen die Gewinner anderer Schulen der Region antraten.

 

Der Schulkoordinator von Jugend debattiert, Jannik Schwebel-Schmitt, resümierte das schulinterne Projektjahr und dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den mitwirkenden Lehrkräften: „Ich danke allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern herzlich für ihr engagiertes Streiten und auch den Kolleginnen und Kollegen in besonderem Maße für ihren Einsatz im Unterricht und beim Jurieren. Gerade in diesem Jahr war es für beide Seiten eine große Herausforderung, das Projekt überhaupt zu realisieren“, so Schwebel-Schmitt abschließend.

Erfolgreiche Teilnahme am Dechemax-Wettbewerb 2020/21 „MINT trifft Muse“

 

Trotz der wiederholten Schulschließung nach den Weihnachtsferien ist es Schülerinnen des WPU-Kurses 9/MINT gelungen, erfolgreich in die zweite Runde des jährlichen Wettbewerbs der Schülerinitiative für Chemische Technik und Biotechnologie (Dechemax) zu kommen.

 

Das Motto in diesem Jahr war: „MINT trifft Muse – Chemie und Kunst? Wie passt denn das zusammen?“

 

In der ersten Runde mussten die Schüler/innen in Kleingruppen von Mitte November an über 8 Wochen jede Woche eine neue Aufgabe digital lösen. Dabei ging es beispielsweise um Techniken der Kunstfälscher, Höhlenmalereien, chemische Prozesse der Fotografie oder auch die Einbalsamierung von Mumien.

 

Diese Aufgaben waren sehr anspruchsvoll und nur eines der Teams des WPU-Kurses MINT schaffte es in die zweite Runde.

 

Hier galt es, Experimente praktisch durchzuführen, zu protokollieren und auszuwerten. Das Team „blackphoenix“ von Sophie Smid (9b), Lara Kimmel (9b), Sarah Koch (9b) und Amina Saoudi (9b) schaffte es trotz der erschwerten Lockdown-Bedingungen, die Experimente jeweils zu zweit durchzuführen und dem restlichen Team per Video zu übertragen. Hier stellten die Mädchen eine Wachsuhr aus einer PET-Flasche und Kerzenwachs her und experimentierten selbst mit natürlichen Farbstoffen, um farbige Teelichter herzustellen.

 

Wir gratulieren dem Team „blackphoenix“, dass es trotz der widrigen Umstände durchgehalten, kontinuierlich weitergearbeitet und das GSG unter den 400 Einsendungen würdig vertreten hat.

Aktuelle Information zum Schul- und Unterrichtsbetrieb vom 24.06.2021

 

Liebe Kolleg*innen, liebe Eltern, liebe Schüler*innen,

ab morgen, Freitag, 25.06.2021, gibt es Erleichterungen bezüglich der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung besteht nur noch auf den Durchgangsflächen (Fluren und Treppenhäuser der Schulen) und im Klassen- oder Fachraum bis zur Einnahme eines Sitzplatzes bzw. dem Eintreffen der Lehrkraft.

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gestaltet sich konkret wie folgt:

  • Auf den Außenbereichen der Schule muss keine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.
  • Beim Betreten des Schulgebäudes und den Gang zum Klassen- bzw. Fachraum muss die Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.
  • Wenn die Sitzplätze eingenommen worden sind und die Lehrkraft eingetroffen ist, darf die Mund-Nase-Bedeckung abgenommen werden.
  • Die Mund-Nase-Bedeckung muss getragen werden, wenn der Sitzplatz verlassen wird (beim Gang durch den Klassen- bzw. Fachraum zum Waschbecken, an die Tafel, zur Lehrkraft, zum Mitschüler, …)
  • Bei Partner- und Gruppenarbeit muss die Mund-Nase-Bedeckung auch getragen werden, da man sich hier seinem Gegenüber über längere Zeit gezielt für Gespräche etc. zuwenden muss.

 

Lehrkräfte und alle anderen in Schule Beschäftigte müssen als Mund-Nase-Bedeckung weiterhin medizinische Masken tragen.

 

Bei Schüler*innen genügt eine Alltagsmaske.

 

Trotz aller Freude über die Erleichterungen empfehle ich als Schulleiterin weiterhin dringend das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Schulgebäude, sprich auch im Klassen- bzw. Fachraum.

 

Insbesondere gilt diese Empfehlung für die Lehrkräfte, da diese immer wieder in wechselnden Lerngruppen unterrichten. Ein positiver Coronafall in einer der Lerngruppen könnte dann dazu führen, dass ich alle Lehrkräfte, die in dieser Lerngruppe unterrichtet haben, in Quarantäne schicken muss: eine Katastrophe für jeden Schulbetrieb.

 

Auch bei der Schülerschaft empfehle ich dringend das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Unterricht. Die Abstände im Klassenraum bei vollständiger Präsenz sind sehr gering, auf jeden Fall unter den Empfehlungen des RKI, sodass eine Ansteckung nicht ausgeschlossen werden kann.

 

Schüler*innen, die trotz Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht Masken tragen, dürfen und sollen keine Nachteile erwachsen. Daher bitte ich die Lehrkräfte, sensibel mit dem Thema umzugehen. Trotz Aussetzen der Maskenpflicht können die Lehrkräfte weiterhin sehr gerne die Gelegenheit zu Maskenpausen nutzen – insbesondere dann, wenn sie sich selbst dazu entschlossen haben, weiterhin im Unterricht zum Wohle der Gesunderhaltung der Schülerschaft, eine Maske zu tragen.

 

Zudem weise ich darauf hin, dass die Einhaltung der anderen Hygieneregeln jetzt wieder noch wichtiger wird (Handhygiene; möglichst viel Abstand/auch im engen Klassenraum; Hust-Nies-Etikette; …).

 

Auch die Kontrolle der Testkarten durch die Lehrkräfte und dadurch auch das Mitbringen derselben von den Schüler*innen ist wichtiger denn je. Wir können es uns nicht leisten, dass sich Schüler*innen mehrere Stunden ungetestet in der Schule und damit bei ihrer Lerngruppe aufhalten.

 

Erleichterungen auf der einen Seite bringen auch immer strengere Kontrolle von Regelungen auf der andren Seite mit sich. Das zweimalige Testen in der Woche ist nun unser einziger Schutz gegen das Coronavirus und damit wichtiger denn je.

 

Die Gesundheitsämter haben vor Änderung der Erlasslage noch mit diesen Argumenten für die Maskenpflicht plädiert:

  • Bei der sich sehr rasch ausbreitenden Delta Variante (vormals indische Variante genannt) gibt es eine Hospitalisierungsquote von Kindern im 1% Bereich.
  • Abstand ist unter den gegebenen Umständen in Schulen nicht zu garantieren.
  • Quarantänemaßnahmen für einzelne Schüler, ganze Klassen oder gar das Schließen ganzer Schulen sind mit erheblichem Schaden für die Betroffenen verbunden.
  • Maskentragen reduziert die Übertragung von SARS-CoV-2 in Gebäuden signifikant. Maskentragen in Schulen verringert als Teil eines Maßnahmenpakets die Infektionshäufigkeit.
  • Es gibt keine Evidenz für mögliche Schäden durch Tragen einer Maske.

 

Bei Fragen stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

 

Mit vielen Grüßen

Iris Blum, Schulleiter

Handy-Sammelaktion: Smartphones wiederverwerten! Rohstoffe sparen!

 

Ein Smartphone ist ein selbstverständlicher Teil des Lebens geworden. Jeder hat eins und spätestens nach 2-3 Jahren werden die meisten Geräte durch ein neueres ersetzt. Die alten Geräte schlummern dann oft lange in Schubladen, bevor sie hoffentlich sachgerecht entsorgt werden. Denn in einem heutigen Smartphone stecken durchschnittlich 39mg Gold und viele weitere wertvolle Rohstoffe und Edelmetalle. Diese gehören sach- und umweltgerecht entsorgt und wiederverwertet. Im  WPU-Kurs „Umwelt und Technik“ der Jst. 9 haben wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt und informieren auf einer Stellwand im Foyer Haupteingang über die Umweltbelastung durch Smartphones (Rohstoffgewinnung, Entsorgung) sowie weitere Themen rund ums Handy. In Zusammenarbeit mit dem NABU Bad Wildungen führen wir eine Sammelaktion durch, um alte und nicht mehr gebrauchte Smartphones wieder in die Verwertung zu bringen und somit Rohstoffe zu sparen und die Umwelt zu schonen.

 

Diese Altgeräte können im Clubraum von Herrn Wendring in eine Kiste des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) geworfen werden. Der NABU Bad Wildungen führt sie dann der Verwertung zu und unterstützt aus dem sich daraus ergebenden Erlös Naturschutzprojekte.

 

Bitte unterstützt das Projekt durch die Abgabe von alten Smartphones, Tablets, Akkus und Ladegeräten!

 

Vielen Dank für eure Hilfe!

 

Der WPU-Kurs „Umwelt und Technik“, Herr Weiler

Neu am GSG: Die KREATIVKLASSE

 

Liebe Schülerinnen und Schüler der neuen Jahrgangsstufe 5, liebe Eltern,

 

wir möchten Euch/Sie heute über eine Neuerung am Gustav-Stresemann-Gymnasium informieren.

 

Für das kommende Schuljahr 2021/22 wird es die neue KREATIVKLASSE geben. Dieses neue Konzept sieht eine Förderung der kreativen Fächer vor und gibt den Kindern mit besonderem Interesse für das kreative Arbeiten die Möglichkeit, ihren Begabungen, gemeinsam mit Freunden, mehr Raum zu geben und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

 

Möglichkeiten in der neuen KreativKlasse:

  • Erlernen eines Orchesterinstruments (in Kooperation mit der Musikschule, in den Räumen des GSG)
  • Weiterführung eines erlernten Instruments (alle Instrumente sind erwünscht)
  • Einbringen von persönlichen Talenten in den Bereichen: Kunst, Theater, Tanz, Bewegung, Literatur und Musik

 

Zusätzlich unternehmen wir mit allen Schüler*innen der KreativKlasse eine gemeinsame Kreativ-Freizeit. Den Höhepunkt des Schuljahres bildet am Ende der Jahrgangsstufe 5 und 6 ein gemeinsamer Aufführungsabend, bei dem alle Projekte der KreativKlassen zusammengeführt und präsentiert werden. Die Schüler*innen erhalten wöchentlich zwei zusätzliche Unterrichtsstunden, wodurch sie einmal pro Woche in der 7. und 8. Stunde Unterricht haben.

 

Das besondere Potential dieses Konzepts liegt in der umfassenden Persönlichkeitsentwicklung. Hier können ihre Kinder Vertrauen in ihre eigenen Gestaltungsfähigkeiten entwickeln und erhalten die Chance, Herausforderungen anzunehmen. Unser Ziel dabei ist es, den positiven Zusammenhang zwischen Kreativität, Selbstwirksamkeit, Konzentration und Sozialverhalten zu stärken.                                                                                                                              

Eine Teilnahme am Sportschülerprofil ist auch für die Schüler*innen der KreativKlasse möglich.

 

Hast Du Lust, Teil der neuen KreativKlasse zu sein, dann melde dich mit der angehangenen Postkarte bis zum 30.6.2021 an!

 

Alle Eltern, die sich bereits für die Musikklasse angemeldet haben, füllen die beiliegende Postkarte bitte noch einmal aus.

 

Wichtig: Füllen Sie die Postkarte bitte auch aus, falls Sie kein Interesse haben, und schicken Sie diese bis zum 30.6.2021 an das GSG zurück bzw. werfen sie in den Briefkasten der Schule.

 

 

 Wir freuen uns sehr auf alle Teilnehmer der KreativKlasse und auf das gemeinsame Arbeiten mit Euch!!

Das Kreativ-Team

GSG // Instagram

Instagram ist absofort auch beim GSG!

„Ab durch die Mitte ?“ – Schülerinnen und Schüler diskutieren in Online-Planspiel Zukunft des Netzausbaus in Hessen

In dem Planspiel der Deutschen Gesellschaft e. V. im Auftrag der LandesEnergieAgentur Hessen GmbH diskutierten Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums in Bad Wildungen am 05.05.2021 die Herausforderungen der Energiewende in Hessen exemplarisch am Netzausbau. Die Teilnehmenden der Jahrgangsstufe E2 (Einführungsphase) schärften dabei ihre Urteilkompetenz im Hinblick auf die Herausforderungen des Netzausbaus.

 

Dafür begaben sie sich im Planspiel in unterschiedliche Rollen, bei der sie jeweils die Perspektive eines ausgewählten Akteurs übernehmen sollten. Dazu gehörten u.a. die Landesregierung Hessen, Wirtschafts- und Naturschutzverbände, Bürgerinitiativen, Bauernverband, der Netzbetreiber und weitere. Sie simulierten die Konflikte beim Netzausbau, exemplarisch an den beteiligten Akteuren.

 

Dabei vertraten die Schülerinnen und Schüler sehr engagiert die unterschiedlichen Interessen ihrer jeweiligen Rolle. Ihnen gelangen dabei der Perspektivwechsel sowie ein lebendiger und konstruktiver Austausch der Argumente. Am Runden Tisch diskutierten sie sehr engagiert die Frage alternativer Trassenführungen und der Höhe und Häufigkeit von Entschädigungszahlungen für die betroffenen Akteure.

 

Die Rolle der fiktiven Hessischen Landesregierung beschloss schlussendlich den Bau der Stromleitung im Vorzugskorridor in Nähe der A7. Dabei sollen im Bereich der Städte Erdkabel (maximal ein Drittel der gesamten Trasse), in den restlichen Bereichen Freileitungen verlegt werden. Grundstückseigentümer sollen einmalig entschädigt werden, Nicht-Eigentümer sollen keine Entschädigung erhalten.

„Wir möchten mit dem Projekt zeigen, dass das Gelingen der Energiewende und weitere Fortschritte beim Netzausbau unmittelbar zusammenhängen“, fasste Projektleiter Jan Roessel von der Deutschen Gesellschaft e. V. das Projektziel zusammen und ergänzte, dass „Kompromisse in einer demokratisch verfassten Gesellschaft dazugehören. In politischen Debatten wird der Ton jedoch immer polarisierter.“ Fachbereichsleiterin Anja Henke betonte, dass „die Schülerinnen und Schüler sich sehr gut auf ihre Rollen eingelassen haben und das Planspiel deshalb sehr lebendig war. Es zeigt auch, dass Demokratie vom Mitmachen lebt. Frühzeitiges Engagement ist wichtig. Davon lebt nicht nur die Schule, sondern auch die Gesellschaft.“ Auch das Feedback der Schülerinnen und Schüler war sehr positiv und reichte von „wirklich cool“ über „hat sehr viel Spaß gemacht“ bis zu „sehr realistisch“.

 

Jan Roessel sprach zudem unter Vorbehalt der Coronabeschränkungen eine Einladung für die Abschlussveranstaltung im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen im 4. Quartal 2021 in Wiesbaden aus, bei der Expertinnen und Experten der Energiepolitik mit den Schülerinnen und Schülern diskutieren.

 

Die Energiewende verändert die Stromversorgung in Deutschland. Das Projekt ist dabei von zentraler Bedeutung für das Land Hessen. Die Energiewende bleibt aber nicht unumstritten.  Die Deutsche Gesellschaft e. V. möchte die Schülerinnen und Schüler über den Zusammenhang zwischen Energiewende und Netzausbau informieren.

 

Die Veranstaltungsreihe „Zukunft Netzausbau in Hessen – Ein Planspiel für Schulen“ besteht aus 20 solchen halbtägigen Workshops in Form von Planspielen an Schulen in Hessen. Sie wird finanziert durch die LandesEnergieAgentur Hessen GmbH und im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen durchgeführt. Aus aktuellem Anlass finden die Workshops derzeit online statt. Am Ende der Reihe steht unter Vorbehalt der Coronabeschränkungen die Abschlussveranstaltung in Wiesbaden.

 

Die LandesEnergieAgentur Hessen GmbH (LEA) übernimmt im Auftrag der Hessischen Landesregierung zentrale Aufgaben bei der Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes. Die Angebote der LEA richten sich an hessische Bürgerinnen und Bürger, gesellschaftliche Organisationen, Kommunen und Unternehmen.

 

Zu den Mitwirkenden zählte: Jan Roessel, Deutsche Gesellschaft e. V.

Ausführliche Informationen finden Sie unter:

https://www.deutsche-gesellschaft-ev.de/veranstaltungen/bildungsangebote/1090-2019-zukunft-netzausbau-hessen.html

Kompaktkurs Oberstufe

 

! Jgst. 10 und E 2: ​Die Anmeldefrist für den Kompaktkurs zur Rechtschreibung und Zeichensetzung (individualisierte Fehleranalyse/-bearbeitung und Strategietraining in Kleingruppen) ist verlängert bis Dienstag, 30. März!

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier.   

#everynamecounts: GSG-Schüler erinnern an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung

 

Den internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar nahm die Schulgemeinde des Gustav-Stresemann-Gymnasiums zum Anlass, auf vielfältige Weise der Opfer nationalsozialistischer Verfolgung zu gedenken. Auf Initiative des Schulkoordinators für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, Matthias Pflüger, wurde während des digitalen Unterrichts zu einer gemeinsam vereinbarten Uhrzeit ein vorbereiteter Text verlesen und eine Gedenkminute eingelegt. Neben einem Blick zurück auf die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen vor 76 Jahren ging es dabei auch darum, mit der Erinnerung ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus in der Gegenwart zu setzen.


Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Oberstufe beließen es nicht bei diesem gemeinsamen Ritual, sondern beteiligten sich im Umfeld des Gedenktages aktiv daran, den Opfern nationalsozialistischer Verbrechen ein digitales Denkmal zu errichten. Unter der Leitung des UNESCO-Schulkoordinators, Dr. Johannes Salzig, nahmen Schüler der E- und der Q-Phase an der Crowdsourcing-Initiative „#everynamecounts“ der Arolsen Archives teil und erfassten nach einer digitalen Einführungs- und Übungsphase Namen und Verfolgungswege aus dem weltweit umfangreichsten Archiv über Opfer und Überlebende des Nationalsozialismus. Durch das Engagement der Schüler des GSG ist es möglich, dass auch künftige Generationen an Namen und Identitäten erinnern können und jeder von überall auf diese Daten Zugriff erhält.

 

Im Anschluss an die digitale Erfassung der unterschiedlichen Dokumente offenbarten die Schüler ihre Erschütterung darüber, dass die Häftlinge für die Nationalsozialisten nur Nummern waren und keinerlei Interesse an den Menschen und ihren Schicksalen bestand. Aus der Arbeit mit den umfangreichen Häftlingskarteien ließ sich außerdem ableiten, mit welcher bürokratischen Akribie die Täter ihre Opfer erfassten und ihre Leidenswege dokumentierten. Auffällig und gleichzeitig erschütternd erschien den Jugendlichen weiterhin, dass viele Opfer noch sehr jung, also häufig in ihrem Alter waren und den unterschiedlichsten Nationalitäten angehörten, womit der Willkürcharakter der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik offenbar wurde.

Die im Nachgang der Teilnahme an der Initiative „#everynamecounts“ erfolgte Diskussion zeigte insgesamt, dass diese Form der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ein neuer aktiver und sehr direkter Weg ist, der Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes zu gedenken und damit ein Zeichen für Respekt, Vielfalt und Solidarität zu setzen.

 

Dr. Johannes Salzig

BSO-Woche am GSG goes digital

 

Corona macht alles anders, sehr vieles komplizierter. Dies gilt auch und vielleicht auch ganz besonders für die Berufsorientierung in der Schule. Da aber nichts so sicher ist, wie dass die Schülerinnen und Schüler die Schule eines Tages verlassen, um in eine Ausbildung, ein Studium, also in die Vorbereitung auf das Berufsleben starten, ist es dem Gustav-Stresemann-Gymnasium ein besonderes Anliegen, den Schülerinnen und Schülern Corona zum Trotz ein attraktives Angebot zur Berufsorientierung bereitzustellen. So war es für BSO-Koordinatorin Manuela Salzig eine Selbstverständlichkeit, die alljährlich für die gesamte Jahrgangsstufe Q1 stattfindende BSO-Woche digital durchzuführen. Für die Lernenden war dies kein Problem, da das GSG als Office-365-Schule bereits lange sehr routiniert mit  MSTeams arbeitet.

 

Nach vielen digitalen Vorab-Meetings mit den einzelnen Referenten konnte Frau Salzig den Schülern Ende Januar neben den Hochschulinformationstagen an der Marburger und Gießener Universität insgesamt neun unterschiedliche BSO-Module anbieten.

 

Viele der Angebote, darunter „Karriere bei der Bundeswehr“, „Karriere bei der Polizei“, „FSJ und FÖS bei Volunta“, „Duales Studium durch die Agentur für Arbeit sowie die IBA“, wurden doppelstündig angeboten, sodass neben den Hard-Facts auch jede Menge Zeit für Fragen blieb. Das BSO-Basismodul von Frau Salzig selbst sowie das Bewerbungstraining von Frau Schröder von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg boten über je fünf Schulstunden sehr vertiefende Auseinandersetzungen mit den eigenen Fähigkeiten und den bestehenden Rahmenbedingungen in der Berufswelt. Die Sparkasse Waldeck-Frankenberg ermöglichte darüber hinaus mit einer sehr großzügigen Spende in Höhe von 500 € für alle interessierten Schülerinnen und Schüler die kostengünstige Durchführung eines Berufswahltests mit professioneller Potentialanalyse.

 

Am Ende des fünften und letzten Tages der BSO-Woche zeigte sich Frau Salzig sehr zufrieden und dankbar über den Verlauf, hing doch so vieles neben einem stabilen Netz nicht zuletzt von der Bereitschaft der externen Referenten ab, sich mit zum Teil vollkommen neuen Tools auseinanderzusetzen und damit auch auszukommen, was – jedenfalls teilweise – bedeutete, ausschließlich in einen Bildschirm zu sprechen.

 

Auch wenn die BSO-Woche gerade auch durch alle virtuellen Vortreffen und die permanente Begleitung als Host für Frau Salzig noch viel arbeitsintensiver ausfiel, war sie ein voller Erfolg, der sich an der anschließenden Menti-Umfrage in der Jahrgangsstufe deutlich ablesen ließ. Frau Salzig kann sich daher sehr gut vorstellen, dass vielleicht das eine oder andere digitale Angebot auch in der Nach-Corona-Zeit erhalten bleibt. Selbstverständlich könne nichts die persönliche Interaktion ersetzen, aber die Schülerinnen und Schüler seien schließlich Digital Natives und wenn auf diese Weise zum Teil sehr weite Anfahrten der Referenten vermieden oder mehr BSO-Angebote wahrgenommen werden könnten, wären dies Frau Salzig zufolge doch sehr gute Gründe, das Ganze hybrid zu versuchen.

Europa und die Welt in Corona-Zeiten erleben – Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums lesen für Kindergärten, Grundschulen und Seniorenheime zum Bundesweiten Vorlesetag

von Mia Ament, Fiona Kelly und Christoph Heise

Es ist still an diesem Freitagmorgen in der 4. Klasse der Grundschule Breiter Hagen in Bad Wildungen. Die Kinder warten gebannt auf den Beginn einer Reise in die weite Welt – auf den Beginn des Fluges bis nach Afrika. Und auch wenn diese Reise literarisch und aufgrund der Corona-Maßnahmen digital stattfinden muss, verfolgen die Kinder Amani Lidgetts Lesung aus „Meine Oma lebt in Afrika“ fast so fasziniert, als wären sie selbst auf der Reise gewesen.

 

 

Diese Vorleseaktion war Teil eines digitalen Vorleseprojektes der Klasse 7a vom Gustav-Stresemann-Gymnasium anlässlich des Bundesweiten Vorlesetages am 20. November. Um Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und das soziale Miteinander zu fördern, rufen DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung alljährlich im November zum Bundesweiten Vorlesetag auf.

 

Auch die Schülerinnen und Schüler der 7a sind mit ihrem Deutschlehrer Christoph Heise diesem Aufruf gefolgt und wollte möglichst viele Menschen durch Vorlesen bewegen und ihnen die Freude am Lesen und an dem Umgang mit Literatur vermitteln. Da jedoch durch die Hygienemaßnahmen keine direkten Vorlesebesuche stattfinden durften, entschieden sich die Jugendlichen kurzerhand dafür, ihre Lesungen digital zu erstellen und den Zuhörerinnen und Zuhörern in und um Bad Wildungen zur Verfügung zu stellen. So gingen auch Charlotte Klein und Lene Weyel ganz begeistert auf Textsuche und fanden schließlich, dass Astrid Lindgrens „Kinder aus Bullerbü“ der ideale Vorlesetext für eine 1. Klasse der Grundschule in Altwildungen sei. Sie entwarfen also Begrüßungstexte für die kleinen Zuhörer, eine kurze Zusammenfassung der Kinderbuchhandlung, eine nette Verabschiedung und probten schließlich den Vortrag.

 

Linda Röhner, die in ihrem Vorleseprojekt mit Tilly Wöhner „Die Farben des Regenbogens“ für den Manderner Kindergarten zum Leuchten brachte, berichtete am Ende von einem großen Aufwand, der sich aber gelohnt habe. Auch Leonard Alvermann und Lindsay Jager, die für die Grundschule Helenental den Text „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“ digital gestalteten, zeigten sich wie die anderen Vorleser begeistert von der spontanen Unterstützungsbereitschaft der teilnehmenden Grund-schulen und Kindergärten. Und auch Felix Koch freute sich darüber, dass er Märchen wie „Die Sterntaler“ für das Seniorenheim „Haus Ederaue“ in Giflitz vorlesen konnte. „Es ist gerade in Corona-Zeiten wichtig, für Menschen vorzulesen, die ihre Kontakte einschränken müssen. Dadurch erfahren sie, dass man an sie denkt“, resümierte der Schüler seine Lesemotivation.           

 

Und schließlich zeigte sich an der positiven Resonanz, dass sich die Mühe der Schülerinnen und Schüler gelohnt hatte. Eine Lehrerin von der Grundschule Altwildungen genoss die Vorlesung und meinte: „Die Kinder fanden es ganz toll, genauso wie mein Kollege und ich. Gerade in diesen besonderen Zeiten freut man sich darüber, dass die Schüler sich trotzdem die Mühe machen.“ Die literarisch-virtuellen Reisen nach Europa und in die Welt, sei es Schweden oder das ferne Afrika, bewegten damit nicht nur die unmittelbaren Zuhörer, sondern alle am Projekt Beteiligten.       

Einige Videoproduktionen, die anlässlich des Vorlesetages entstanden sind, finden Sie hier:

 

Fantasie und Sprache bedeuten Freiheit – Virtuelles SchreibKunst-Projekt mit Silke Scheuermann am Gustav-Stresemann-Gymnasium

Bad Wildungen, 25.11.2020

s ist ganz still im Raum. Nur das Kratzen und Kritzeln der Kugelschreiber und Füller ist zu hören. Konzentriert und fleißig sitzen Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums (GSG) an ihren Collegeblöcken, um den letzten Buchsta-ben und Sätzen ihrer Texte Gestalt zu verleihen.

 

Es war der letzte und in vielerlei Hinsicht besondere von drei unter der Leitung von Barbara Jericho und Christoph Heise sattfindenden SchreibKunst-Workshops mit Schriftstellerin Silke Scheuermann. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Autorin per Videokonferenz zugeschaltet und auch die Schülerinnen und Schüler saßen nach Jahrgängen getrennt in verschiedenen Räumen und begegneten sich virtuell über Bildschirme. Und die Begegnung war nicht nur in dieser Hinsicht besonders, denn es sollten die Texte für die geplante SchreibKunst-Anthologie entstehen, die vom Hessischen Kultusministerium herausgegeben wird und die besten Leistungen des literarischen Nachwuchses weniger ausgewählter hessischer Schulen enthält. Wer hier einen Text veröffentlicht, dem ist ein breites Publikum sicher, wird doch die Anthologie auf der Buchmesse vorgestellt und im Buchhandel vertrieben.

 

Im Anschluss an einen Literaturworkshop mit dem Autor Dr. Jürgen Neffe im Rahmen des Literarischen Frühlings fanden bereits im vergangenen Schuljahr zwei Projekt-veranstaltungen mit der Autorin Silke Scheuermann am Gustav-Stresemann-Gymnasium statt. „Wie beginne ich einen guten Text? Welche Worte sollte ich ver-wenden, um den Text interessanter zu gestalten? Was mache ich, wenn ich keine Ideen mehr habe?” – All diese Fragen wurden in den Workshops intensiv behandelt und beantwortet. Von Themen wie „Kopf freischreiben“ bis zu „Regeln, um ein Buch zu schreiben“ wurde jedes Detail angesprochen. Nach der Besprechung sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle einen eigenen Text zu einem bestimmten Thema verfassen und vorstellen. Man hat einander unterstützt, sich gegenseitig Rückmeldungen und Tipps gegeben und über viele verrückte Ideen gelacht.

 

Und so zeigten sich im digitalen Austausch am GSG die Ergebnisse des zahllosen Redigierens und Reflektierens. Die Schreibentwicklung der talentierten Nachwuchs-autorinnen und -autoren zeigte sich in beeindruckender Slam-Poetry zur aktuellen Corona-Situation mit dem Titel „Coronaegoisten“ ebenso wie in einem außergewöhn-lichen (ersten) Romankapitel zum Thema Rassismus. Zudem entstanden auf der Ba-sis eines Videoeinspielers literarische Produktionen zum Thema: „Einbrecher in der Krise – Was sollen wir tun, wenn wegen der Pandemie alle immer zu Hause bleiben?“ Wie literarisch vielfältig und erfolgreich Überraschungen gestaltet werden können, konnten sich die Teilnehmer des Projekttages schreibend und diskutierend erschließen.

 

Neben der Möglichkeit der Vollendung der eigenen Produktionen für die Veröffentli-chung bekamen die Jugendlichen wichtige Einblicke in die Prinzipien deutscher Sprache und Literatur und ein Gefühl für deren Anwendung vermittelt.

Und eine weitere Erkenntnis stand am Ende dieses Tages: Trotz der beeindrucken-den Möglichkeiten digitaler Medien, die nicht zuletzt auch diesen virtuellen Projekttag ermöglicht haben, bedarf es für die literarische Produktion noch mehr: Um die schwarzen Buchstaben auf einem Blatt Papier zu beleben, braucht es neben der Sprache auch die Fantasie, die den Gedanken zur Freiheit verhilft.

 

Die Schülerinnen und Schüler des GSGs sagen „Danke!“ an Frau Scheuermann und Herrn Dr. Neffe, die uns mit der Weitergabe ihres Wissens und ihrer Leidenschaft ein Stück auf unserer literarischen Reise begleiteten.

Text: Maimuna Trawalley, E 1

 

 

Mit Abstand starke Argumente – „Jugend debattiert“ geht in die nächste Runde

Bereit für den Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“: Von links Tanja Theis (IGS Edertal), Anika Michel (CRS Bad Arolsen), Frank Engelhardt (Waldecker Bank, Leiter Regionalmarkt Bad Wildungen), Schulleiterin Iris Blum (GSG Bad Wildungen), Carsten Stumpe (Waldecker Bank, Bereichsleiter Marketing Korbach), Christine Teweleit (ALS Korbach) und Regionalkoordinator Christoph Heise (GSG Bad Wildungen) 

Seit einigen Wochen ist in Korbach, Bad Arolsen, Bad Wildungen und dem Edertal wieder Debattenzeit. Die Schülerinnen und Schüler der Alten Landesschule, Christian-Rauch-Schule, des Gustav-Stresemann-Gymnasiums sowie der Gesamtschule Edertal trainieren in einem fairen Schlagabtausch Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Über-zeugungskraft, um sich den Herausforderungen des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ zu stellen.    

 

Wie vielfältig diese neuen Herausforderungen sind, zeigte sich beim diesjährigen Treffen der Schulkoordinator*innen am Gustav-Stresemann-Gymnasium (GSG) in Bad Wildungen. So freute sich die Schulleiterin des GSG, Iris Blum, über die starke Unterstützung des Projektes durch die Schulvertreter*innen sowie die Waldecker Bank als Hauptsponsor des Regional-wettbewerbs. Dies zeige die große Bedeutung der Debatte für die Meinungs- und Persön-lichkeitsbildung sowie die sprachliche und politische Bildung – gerade auch in Pandemiezeiten.

 

Doch wie kann ich in einer Zeit der Kontaktbeschränkungen den anderen erreichen? Wie kann ich mit Argumenten sachlich überzeugen? Wie kann ich meine Position sprachlich so anschau-lich vermitteln, dass sie nachvollziehbar ist? – Diese Fragen sind nach Auffassung der Schulkoordinator*innen nicht nur aktuelle sozialpolitische Herausforderungen, sondern auch als Teil des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ unverzichtbare Elemente schulischer Bildung.  

 

Vor diesem Hintergrund gab der Regionalkoordinator von „Jugend debattiert“, Christoph Heise, einen Ausblick auf die vielfältigen Durchführungsmöglichkeiten des Wettbewerbs in Covid-Zeiten – in Kleingruppen und mit Abstand oder aber in verschiedenen digitalen Wettbewerbsformaten. Auch wenn die persönliche Kommunikation ein wichtiges Element jeder Debatte darstelle, habe nicht zuletzt das Saisonfinale in der Hamburger Bürgerschaft gezeigt, dass der faire Meinungsaustausch, die Begründung der eigenen Position und das Abwägen von Argumenten auch digital sehr überzeugend funktionieren könnten, so der Regionalkoordinator.

 

Und in noch einem Punkt waren sich die Anwesenden einig: Die großzügige finanzielle Projektförderung, die Carsten Stumpe und Frank Engelhardt im Namen der Waldecker Bank zusagen konnten, ermöglicht es den Projektschulen der Region, „Jugend debattiert“ auch in Anbetracht der zahlreichen Hygienemaßnahmen sicher und gewinnbringend für die Schülerinnen und Schüler durchzuführen. 

 

Denn – und damit unterstrich Carsten Stumpe abschließend die Motivation der Projekt-förderung – man wünsche sich von den Schüler*innen eine bessere Debattenkultur, als sie im US-Wahlkampf sichtbar gewesen sei. Mit Abstand die stärksten Argumente zu präsentieren und trotzdem die Meinung der anderen zu respektieren, liegt „Jugend debattiert“ und den Konferenzteilnehmer*innen besonders am Herzen.      

 

 

Text: Christoph Heise

 

Foto: Michael Wendring

Digitales UNESCO-Schülercamp zu Verschwörungstheorien & Desinformation

Die Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen bot interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 bis 12 die Möglichkeit, an einem dreitägigen Online-Workshop zum Thema Desinformation und Verschwörungstheorien im Rahmen des Modelprojekts „#vrschwrng – Ein interaktives Toolkit gegen Verschwörungstheorien“ der Berghof Foundation teilzunehmen.

In diesen drei Tagen konnten sich ca. 30 Jugendliche aus ganz Deutschland mit den Veranstaltern interaktiv mit den Themen Desinformation und Verschwörungstheorien beschäftigen und auseinandersetzen.

 

Am ersten Tag beschäftigen wir uns ausführlich mit Fake News und Desinformation. Vormittags lernten wir die einzelnen Begriffe näher kennen und tauschten uns über unsere persönlichen Erfahrungen mit Fake News aus. Wir schauten, welche Quellen wir im Allgemeinem für unsere Recherchen benutzten und lernten anhand von Beispielen, FakeNews zu erkennen und zu umgehen. Nachmittags fanden wir uns in zufällig zusammengestellten Kleingruppen zusammen und erstellten anhand des neuen Wissens vom Vormittag inszenierte Kampagnen gegen Desinformationen.

 

Am zweiten Tag standen die Verschwörungstheorien im Vordergrund. Wir haben uns das Gefährdungspotenzial sowie die Verbreitung der Verschwörungstheorien in Social Media genauer angeschaut und über deren Folgen und Konflikteskalation geredet. Zuletzt schauten wir uns an, was Verschwörungstheorien in der Gesellschaft und in der Demokratie für Auswirkungen haben. In den Nachmittagsgruppen erstellten wir Erklärvideos zum Thema Verschwörungstheorien.

 

Zum Abschluss unseres Online-Workshops stellten wir unsere Ergebnisse, die wir in den Gruppen der letzten Tage erarbeitet hatten, vor. Jede Gruppe hat sich ausführlich mit den einzelnen Themen auseinandergesetzt und das neuerarbeitete Wissen gut in die Aufgaben miteingebracht.

 

In den drei Tagen, die uns zu Verfügung gestellt wurden, konnten wir viel über Desinformation und Verschwörungstheorien lernen und mitnehmen. Die gemeinsame Arbeit und das kritische und interaktive Auseinandersetzen mit den Themen haben uns sehr viel Spaß gemacht.

Wegen Corona war das persönliche Zusammentreffen leider nicht möglich, aber durch das Konferenzstreaming konnten wir eine gute Alternative schaffen und uns trotzdem gut über die Dinge informieren und austauschen. Es war eine sehr schöne und informative Zeit und wir können solche Workshops nur weiterempfehlen.

 

Text und Foto: Mathea Barrois und Anastasia Weigandt

Das GSG – erneut MINT-freundliche Schule

Am Mittwoch, den 21.10. 20 wurde das Gustav-Stresemann-Gymnasium nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Ehrungsfeier online statt.

 

Die Auszeichnung wird von der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ vergeben und steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK).

 

Kultusminister Lorz: „Je eher wir Kinder und Jugendliche für die Zusammenhänge begeistern, die sie umgeben, desto früher legen wir den Grundstein für ihren späteren beruflichen Erfolg und den Fortbestand unseres Wirtschafts- und Forschungsstandorts. Ich danke allen teilnehmenden Schulen für ihr Engagement.“

 

Dieses Zertifikat belohnt die besonderen Anstrengungen des GSG in den sogenannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, alle Naturwissenschaften und Technik – und wir sind sehr stolz, dass wir dieses Siegel neben dem im letzten Jahr erworbenen Signet „Digitale Schule“ tragen dürfen.

 

„Das Zusammenspiel zwischen Digitalisierung und Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hat sich ebenfalls für die Schulentwicklung in der Covid-19-Krise als entscheidend herausgestellt. Die heute ausgezeichneten MINT-freundlichen Schulen zeigen, dass sie mit ihrem schulischen Konzept in der Lage sind, Ad-Hoc-Maßnahmen – z.B. zur Digitalisierung – didaktisch und pädagogisch durchdacht in den Schulalltag einzubinden. Die MINT-freundlichen Schulen werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt.“ (Benjamin Gesing, Initiative MINT Zukunft schaffen)

 

Die MINT-Schwerpunktbildung ist im Schulprogramm des GSG festgeschrieben und es gibt es viele Zusatzangebote im Bereich der MINT-Fächer wie z.B. die Nawi-AGs (Naturwissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften), ECDL-Kurse inklusive Prüfungsabnahme, Robotik-AG, Teilnahme an Wettwerben aus dem MINT-Bereich und seit diesem Schuljahr auch ein WPU-Angebot für die Jahrgangstufe 9.

 

MINT-Koordinatorin: Marion Haase

Corona-Virus – Untergang oder Rettung der EU?

Ende September kam es am Gustav-Stresemann-Gymnasium zu einer Premiere: Zum ersten Mal wurde ein Experten-Vortrag nicht wie gewohnt in der Aula der Schule abgehalten, sondern virtuell veranstaltet. Zu diesem Experiment bereit erklärt hatte sich Prof. Jäger, der an der Kölner Universität den Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik innehat und aufgrund der Pandemielage kurzfristig nicht persönlich im Stresemanngymnasium auftreten konnte. Kurzerhand entschied er in Absprache mit Herrn Dr. Salzig, der als Lehrer des PoWi-LKs in der Q1 und als PoWi-Fachvorsitzender den ausgewiesenen Experten eingeladen hatte, den Vortrag virtuell stattfinden zu lassen. So konnten bis zu 80 Schülerinnen und Schüler aus vier unterschiedlichen PoWi-Kursen der Q1 über die ActiveBoards in den verschiedenen Räumen und insgesamt 15 iPads interaktiv an der Veranstaltung teilnehmen und ihre Fragen über die Chatfunktion direkt an Herrn Prof. Jäger richten.

Zu Beginn stellte Manfred Weider als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Sicherheitspolitik der Sektion Waldeck-Frankenberg zunächst die Arbeit des Vereins vor, der die Veranstaltung am GSG überhaupt erst möglich gemacht hatte. Anschließend begann der eigentliche Vortrag von Prof. Jäger mit anschließender Fragerunde unter der Leitung des unterrichtenden Lehrers und Koordinators Dr. Salzig.

Der interessante und lebhafte Vortrag befasste sich mit der generellen Situation der Europäischen Union und den Folgen des Corona-Virus auf die politische Situation der EU. Zentrale Themen des interaktiven Vortrags waren die Sicherheitspolitik und die Abhängigkeit der EU von den großen Weltmächten USA und China. Herr Prof. Jäger erläuterte unter anderem die fünf größten Herausforderungen der EU, welche die sicherheitspolitischen Lücken, die wirtschaftlichen Unterschiede, Unstimmigkeiten der Thematik Migration und Asyl, eine uneinheitliche Klimapolitik und ein divergierendes Verständnis von Demokratie umfassen. Diese Problematiken und Unstimmigkeiten führten laut Jäger zu einer großen Zerrissenheit, und auch die asymmetrischen Abhängigkeiten zu China und den USA erschwerten oft die gemeinsame Zielsetzung innerhalb der EU-Staaten. Ziel der EU sollte es dem renommierten Politikwissenschaftler zufolge sein, autonome Entscheidungen zum Wohle aller zu treffen. Sanktionen innerhalb der EU-Staaten seien sinnlos, stattdessen müsse die Gemeinschaft innerhalb der EU-Staaten gestärkt werden. Allerdings stellten nicht nur die bereits bestehenden Probleme, sondern auch das Corona-Virus eine Herausforderung dar, denn dieses habe einen großen Einfluss auf die Gesellschaft und somit auch auf die Politik. Aufgrund des Zusammenbruchs der Wirtschaft müsse sich die EU Jägers Meinung nach neu strukturieren. Gleichwohl solle man nicht vergessen, dass die EU-Staaten meist wirtschaftlich und industriell gut entwickelt seien und bei Bemühungen aller Staaten kein Grund zur Sorge bestehe. Das Corona-Virus habe einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Europäischen Union, allerdings sollte man die derzeitigen Umstände weniger als Untergang, sondern mehr als Chance sehen, denn neuartige Probleme setzten neuartige Lösungen voraus. Somit könnte man die aktuelle Situation als Zeit des Umbruchs und Umdenkens, auch innerhalb der Europäischen Union, bezeichnen.

Nach dem überzeugenden Impulsreferat beantwortete Prof. Jäger geduldig, wertschätzend und begeisterungsfähig die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler, die sich im Laufe des Vortrags ergeben hatten. Entsprechend positiv waren die Rückmeldungen der jungen Erwachsenen, der Fachkolleginnen und Fachkollegen sowie der Organisatoren, die das virtuelle Experiment auch aufgrund der funktionstüchtigen Technik als Erfolg bezeichneten. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung digitalisierte Schule getan.

 

Text: Sophie Lubbe
Foto: Dr. Salzig

Nie unvorbereitet zur Klausur

 

Kristina Resch beste Abiturientin: Mit Ehrgeiz und Fleiß zur Traumnote 1,0 VON CONNY HÖHNE

Bad Wildungen – Am Gustav-Stresemann-Gymnasium baute Kristina Resch ihr Abitur mit der Traumnote 1,0. Die 18-Jährige ist glücklich. „Aber es war sehr, sehr harte Arbeit“, gibt sie zu. Ehrgeiz und Fleiß trieben sie an, dabei waren ihre Noten nicht immer so gut wie im Abitur, verrät die Abiturientin im Gespräch mit der WLZ.

Kristina Resch wählte Englisch und Mathematik als Leistungskurse und Spanisch als drittes Prüfungsfach. „Zu Hause sprechen wir oft Russisch“, sagt das Sprachentalent. Ihre Eltern wanderten 1999 aus Kasachstan aus und wurden in Bad Wildungen heimisch.

Mathematik war so etwas wie Liebe auf den zweiten Blick für die Abiturientin. „In der Grundschule fiel mir Mathe schwer. Ich habe mich dann hingesetzt und wollte das verstehen.“ Das hat geklappt, wie ihr Reifezeugnis beweist. Nach der Grundschule Helenental wechselte Kristina zum Gymnasium. „Ich wollte lernen und immer mein Bestes geben, und bin nie unvorbereitet zur Klausur gegangen.“

Die Art und Weise des Lernens hat die Gymnasiastin für sich perfektioniert. „Zu Beginn habe ich nur gelesen, aber den Inhalt nie verinnerlicht. Dann habe ich auswendig gelernt, bin aber auch nicht weiter gekommen.“ Ihr Rezept: Immer am Ball bleiben, viele Wiederholungen, und Stoff nacharbeiten, wenn Unterricht versäumt wurde. „Das war für mich selbstverständlich, ich lerne schließlich für mich.“

Für das Traumabitur habe sie intensiv gebüffelt. „Oft saß ich sehr spät bis in die Nacht hinein über meinen Büchern.“ Trotzdem habe es an Freizeit nie gemangelt. Bei Spaziergängen im Kurpark („der ist immer so toll gepflegt“) tankte sie Energie für ihr strammes Lernprogramm, beim Joggen, im Fitnessstudio und beim Klavierspielen schaltete sie ab vom Lehrstoff. Partys indes sind nicht ihre Stärke. „Ich bin kein Typ, der viel feiert,“ lacht die 18-Jährige.

Um die Abiturnote 1,0 kreisten schon lange ihre Gedanken. „Zu Beginn der achten oder neunten Klasse habe ich mal einen Lehrer gefragt, ob es überhaupt möglich ist, eine 1,0 zu bekommen.“ Kristina Resch hat einen Selbstversuch gestartet, und er hat geklappt. Ihr Tipp für alle Schüler: „Das A und O ist das kontinuierliche Lernen.“

Die Wildungerin möchte gern BWL oder Wirtschaftswissenschaften studieren. Ihr Berufswunsch: Steuerberaterin oder Führungskraft in einem Unternehmen. „Dafür braucht es Verantwortungsbewusstsein. Ich bin jemand, der Verantwortung sehr gut übernehmen kann.“

Gestern wurde Kristina Resch im Kreis der 90 erfolgreichen Abiturienten im Maritim-Hotel verabschiedet. Danach feierte sie im kleinen Kreis mit ihren Eltern und den beiden älteren Schwestern mit deren Familien die bestandene Reifeprüfung.

 

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Schreibende Suche nach Sinn – Wiona Reisse, Amelie Cronau und Carmen Cavallaro als Gewinnerinnen des Lyrikwettbewerbs „Expressionismus“

Die Fachschaft Deutsch des Gustav-Stresemann-Gymnasiums zeichnet alljährlich in einem Lyrikwettbewerb der Q-Phase das beste selbstverfasste Gedicht aus. Bewertungskriterien sind neben der Einhaltung der lyrischen Gattungsmerkmale die Wirkung des Textes und die Über-nahme der epochenspezifischen Kennzeichen.

In diesem Schuljahr stand die Epoche des Expressionismus im Vordergrund und die Wett-bewerbskurse des Abiturjahrgangs hatten die Aufgabe, das Lebensgefühl der Angst, Verun-sicherung und individuellen Ohnmacht in visionäre Bilder, weit hergeholte Metaphern und subjektive, eindringliche Sprache zu gießen.

Den drei Preisträgerinnen ist es dabei auf beeindruckende Weise gelungen, orientierungslos „schwankende Menschen“ in ihrer Einsamkeit zu skizzieren und eine Welt zu hinterfragen, in der „Werte ihren Wert verloren zu haben scheinen“.

Geehrt für die besten Texte des expressionistischen Lyrikwettbewerbs wurden im Rahmen der diesjährigen Verabschiedung der Abiturient*innen:

–          für den 1. Platz: Wiona Reisse mit ihrem Text „Neuschnee“

–          für den 2. Platz: Amelie Cronau mit ihrem Text ohne Titel

–          für den 3. Platz: Carmen Cavallaro mit ihrem Text „Gott (los)“

 

Zur Erweiterung ihrer literarischen Fähigkeiten und Förderung des Interesses für deutsche Sprache und Literatur bestand der vom Gustav-Stresemann-Gymnasium gestiftete Preis aus jeweils einem Büchergutschein in Höhe von 20,00 EUR für die Plätze 2 und 3 sowie einem Büchergutschein in Höhe von 40,00 EUR für den 1. Platz.

 

Text: Christoph Heise, Fotos: privat (Cronau, Cavallaro)

 


Wiona Reisse: Neuschnee 

Ein Mann hat seine Uhr verloren,

tief im Schnee liegt sie dort.

Die Kälte hat sie eingefroren.

die Zeit scheint leblos.

 

Eis lässt ein Kind bluten,

nun liegt es am Boden.

Traurig ist es nicht,

wenn die Seele bricht.

 

Ein alter Mann geht wandern,

denn er sucht das Tor.

Der Versuch zu entfliehen

gelingt ihm nicht vollkommen.

 

Antworten sind Lügen,

das hat seine Frau bemerkt.

Was ist die Wahrheit,

nicht mehr als leer.

 

Ein Funke entfacht ein Licht,

selbst das Feuer ist nicht warm.

Menschen schweigen sich an,

das Wort Bedeutung zerbricht.

 

Die Welt ist tot,

Geister möchten nicht zurück.

Hoffnung ist dahin und

Werte haben ihren Wert verloren.


Amelie Cronau: ohne Titel 

 

Tausend leere Gesichter

zieren die vollen Straßen durch

nichts gestört. Geschrei windet sich

durch jedes Ohr, doch bleibt ungehört.

 

Langsam um die hohen Blöcke ziehend

laufe ich, vergangen.

Nichts hält mich oder lässt mich fliehen.

Keinerlei Verlangen.

 

Wie immer komm ich allein nach Haus

kalte Stufen immer nieder

irgendwann, weiß ich, es stört mich nicht

komme ich nicht mehr wieder.

 

Carmen Cavallaro: Gott(los)  

 

Hinauf zum Himmel schaue ich,

dort oben soll er sitzen

und seine Hoffnung auf uns hinunterspitzen.

– Doch, sie irren sich!

 

„Gott ist tot“ hallt es in meinen Gedanken.

Die Menschen, sie schwanken.

Es hat ihn nie gegeben,

sonst würden wir nicht all dieses Elend erleben.

 

Hunger, Tod und Kriege,

Einsamkeit und Verlust,

ist damit jemals Schluss?

 

Als ob er das alles wieder richtig biege,

wir leben im Verderben

und ob Gott oder nicht: alle sterben.

 

Lohnende Literatur – Vivienne Hanft als Scheffel-Preisträgerin 2020

Dass sich die Beschäftigung mit Dichtung und Literatur nicht nur in kognitiver, sprachlicher und emotionaler Hinsicht lohnen kann, zeigt die diesjährige Preisträgerin des Scheffel-Preises.     

Der Scheffel-Preis der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe wurde im Rahmen der Abiturient*innenverabschiedung des Gustav-Stresemann-Gymnasiums am 19. Juni 2020 an Vivienne Hanft für die Gesamtleistung im Fach Deutsch in der Oberstufe, gute literarische Kenntnisse und besonderes Engagement im literarischen Bereich verliehen. Das Ziel des Preises ist es, die Preisträger nach Verlassen der Schule zur Beschäftigung mit Dichtung und Literatur und zur Pflege der deutschen Sprache weiterhin anzuregen.

Der Preis besteht aus einer Preisurkunde, einem Buchgeschenk sowie besonders der Aufnahme in die Literarische Gesellschaft im Rahmen einer fünfjährigen kostenfreien Mitgliedschaft mit der Möglichkeit zu zahlreichen Schriftstellerkontakten und Vergüns-tigungen bei literarischen Veranstaltungen.

 

Die Literarische Gesellschaft Karlsruhe sowie die Fachschaft Deutsch des Gustav-Stresemann-Gymnasiums gratuliert Vivienne Hanft herzlich zu dieser Auszeichnung!

Text: Christoph Heise

Foto: privat (Hanft)

Doppelsieg fürs GSG oder das Warten auf die nächste Herausforderung… – Regionalfinale „Jugend debattiert“ am 4. März 2020

 

Lasst euch nicht infizieren! – Mit diesem programmatischen Appell zum Eintreten für einen kritischen, aber stets respektvollen Austausch von Argumenten im Sinne einer demokratischen Auseinandersetzung mit dem Fremden erinnerte die Schulleiterin des Gustav-Stresemann-Gymnasiums, Iris Blum, in ihrer Eröffnungsrede des diesjährigen Regionalfinales „Jugend debattiert“ nicht nur an den Anschlag von Hanau, sondern stellte diesem auch den Bildungsbeitrag des Wettbewerbs gegenüber:

 

 

So hatten die Finalistinnen und Finalisten des Regionalwettbewerbs bereits in fairen Debatten unter Beweis gestellt, dass sie einander zuhören und aufeinander eingehen, kritisch Position beziehen und andere Positionen hinterfragen, aber auch sachlich und sprachlich überzeugen können. Unter Beifall des Publikums wurden daher am 4. März 2020 in der Aula des Gustav-Stresemann-Gymnasiums (GSG) die Schulsieger*innen der Alten Landesschule Korbach (ALS), der Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen (CRS), der Integrierten Gesamtschule Edertal (IGS) und des GSG begrüßt, die ihr Können bereits auf Klassen-, Schul- und Regionalebene gezeigt hatten.

Bei der ersten Debatte zum Thema: „Soll die Schule Schüler*innen besonders belohnen, die sich in ihrer Freizeit gesellschaftlich engagieren?“, lieferten sich die Finalist*innen der Sekundarstufe I ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Doch die Jury, bestehend aus Birgit Neuhaus (Waldecker Bank), Bettina Schrauf (Hessischer Rundfunk), Christine Teweleit, Carsten Schäfer (beide ALS), Tanja Theis (IGS), Jannik Schwebel-Schmitt (GSG) sowie der Vorjahressiegerin Sophie Schäfer (GSG), kam unter Bewertung von Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft schließlich zu folgendem Ergebnis: Annika Trachte (GSG) siegte vor Paula Kleinschmidt (CRS), Lena Meyl (GSG) und Finn Ole Vogt (ALS).

Sieger*innen der Sek. I

Musikalisch umrahmt von „Der Band“ des GSG unter Leitung von Rebecca Möller tauschten in einer ebenso hitzigen, aber konstruktiven Debatte die Finalist*innen der Sekundarstufe II Argumente zur Frage aus, ob unsere Stadt den Klimanotstand ausrufen solle.

Während sich Max Maris Göbel und Lars Viskaal von der Alten Landesschule dagegen aussprachen, die Menschen in Corona-Zeiten mit anderen, Angst machenden Meldungen zu infizieren, hielten die Vertreterinnen der Pro-Argumente jenen Ausruf des Klimanotstandes für unabdingbar. Sarah Schwab und Gesine Bogunski vom Gustav-Stresemann-Gymnasium begründeten dies mit der Handlungsnotwendigkeit auf kommunalpolitischer Ebene.

Auch wenn das Jurorenteam am Ende allen Finalist*innen zur bravourös bestandenen Herausfor-derung gratulierte, ging auch der zweite Debattensieg mit Sarah Schwab an das GSG. Sie gewann knapp vor Lars Viskaal (ALS), Gesine Bogunski (GSG) und Max Maris Göbel (ALS).

Sieger*innen der Sek. II

Schließlich endete das Finale nicht nur mit dem Dank des Regionalkoordinators Christoph Heise an die Sponsoren der Waldecker Bank und des Soroptimist-Clubs Bad Wildungen sowie an die Jury, sondern auch mit einem musikalischen und süßen „Merci“ an Claudia Weiß, welche die Regionalkoordination nach 14 Jahren abgegeben hatte.

Zudem blieb und bleibt dieses Finale auch deshalb in vielerlei Hinsicht herausragend, da die Sieger*innen die nächste Herausforderung in Form des für April bis Juni 2020 ursprünglich geplanten Landes- oder sogar Bundeswettbewerbs Corona-bedingt nicht annehmen können.           

Lasst euch nicht infizieren! , heißt damit am Ende auch für die diesjährigen Finalist*innen:

Seid trotz allem stolz auf die Leistung, die ihr erreicht habt – es ist die höchstmögliche Platzierung in diesem Jahr!

Bleibt trotz allem im Bann des Projektes – die nächste Herausforderung kommt bestimmt!

Und nicht zuletzt die wörtliche Bedeutung: Passt auf euch auf und bleibt gesund!

 

Text: Christoph Heise

Fotos: Achim Sünnemann

Tanzen gegen Corona – DS am GSG

 

 

Am 11. Dezember wurden in Frankfurt an der Goethe – Universität die Sieger der 35. Und 36. Runde des Experimentalwettbewerbs „Chemie – mach mit“ geehrt.

Vom Gustav-Stresemann-Gymnasium haben in der Altersklasse „Frühstarter“

Anlee Romanenko, Tara Ponwitz, Isabelle Schoenewolf, Jennifer Busenius und Theresa Benner jeweils einen dritten Platz belegt. Sofia Happe und Leni Buda wurden sogar mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Neben einer Urkunde vom Hessischen Kultusministerium gab es einen Büchergutschein sowie ein Becherglas mit Spatel und Indikatorpapier. Die ersten Sieger erhielten noch zusätzlich eine Uvex-Schutzbrille, was die Kinder sehr begeisterte, da die größtenteils alten und unansehnlichen Schutzbrillen aus den Chemieräumen in der Schule regelmäßig für Diskussionen sorgen.

 

Es gibt pro Jahr zwei Runden dieses Wettbewerbs, deren Sieger in einer gemeinsamen Veranstaltung im Dezember geehrt werden. In diesem Jahr nahmen insgesamt 1040 Schülerinnen und Schüler daran teil und es wurden 73 Arbeiten mit einem Preis ausgezeichnet.

Die Schülerinnen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums haben im Rahmen der Nawi- AG Klasse 5/6 unter der Leitung von Marion Haase zum Thema „Zauberhafte Farben“ (Runde 36) geforscht. Dabei haben sie u.a. das Geheimnis der Magic-Stifte und vor allem das des Magic-Pens gelüftet und sogar eine eigene Zaubertinte entwickelt.

Nach der Preisverleihung wurde den Anwesenden noch ein eindrucksvoller Experimentalvortrag zum Thema „Goethe und die Farben“ geboten, der noch mehr Lust auf Chemie gemacht hat.

„Chemie – mach mit“ ist ein Experimentalwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium, dem Fonds der Chemischen Industrie und dem Förderverein der Internationalen Chemieolympiade. Die Aufgaben können alleine oder in einem Team bis maximal drei Schüler/innen bearbeitet werden.

Text verfasst von Marion Haase

Vorstellung der neuen Kolleginnen am GSG (Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst seit 1. Mai)

 

Hallo! Mein Name ist Nadja Riechert und ich bin Lehrkraft im Vorbereitungsdienst für die Fächer Englisch und Ethik. Ich wohne in Kassel und habe auch dort studiert. Ich interessiere mich für Philosophie und bilingualen Unterricht und hoffe mich auch in dieser Hinsicht am Gustav-Stresemann-Gymnasium einbringen zu können

 


 

Mein Name ist Julia Jost und ich bin seit Anfang Mai Lehrkraft im Vorbereitungsdienst für die Fächer Biologie und Sport. Ursprünglich komme ich aus dem schönen Südhessen, habe jedoch an der Philipps-Universität in Marburg studiert. Nach Ende meines Studiums zog es mich erstmal wieder zurück in die Heimat bis ich nun Anfang des Jahres in Bad Wildungen meine Zelte aufschlug. In meiner Freizeit gehe ich verschiedenen sportlichen Aktivitäten nach, verbringe viel Zeit mit der Familie und reise gerne. Ich freue mich nun auf eine spannende Zeit am Gustav-Stresemann-Gymnasium, die hoffentlich viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen mit sich bringen wird.

 

 

„Menschenrechte statt rechte Menschen“ – UNESCO-AG setzt Zeichen gegen Rechts


Wenige Tage nach dem rassistischen Anschlag in Hanau, dem neun Menschen mit ausländischen Wurzeln zum Opfer gefallen sind, war es den 25 Schülerinnen und Schülern, die an der UNESCO-AG des Gustav-Stresemann-Gymnasiums teilnehmen, ein wichtiges Anliegen, ihre Solidarität mit den Betroffenen zum Ausdruck zu bringen und sich gleichzeitig gegen jede Form von Rassismus, Gewalt und Diskriminierung auszusprechen.

Unter der Überschrift „Menschenrechte statt rechte Menschen“ erarbeiteten sie selbstständig Plakate, auf denen sie Begriffe und Gedanken notierten, die ihnen in Bezug auf das Attentat einfielen, wie z. B. „Rassismus ist eine spezifische Form von Seelenblindheit“, „Frieden“, „Menschlichkeit“ oder „Wir sind für Respekt“.

Als anerkannte UNESCO-Projektschule und als Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage versteht sich das Gustav-Stresemann-Gymnasium als Lernort, in dem Demokratiebildung eine zentrale Rolle spielt, um zu einer Kultur des Friedens innerhalb und außerhalb des Schullebens beizutragen. Deshalb wird der Opfer des Anschlags auch im Rahmen einer Schweigeminute der gesamten Schulgemeinde gedacht.

Frankfurter Erklärung der UNESCO-Projektschulen in Deutschland

Bei der turnusmäßigen Sitzung des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen am 27./28. Februar 2020 in Frankfurt am Main wurde folgende Erklärung einstimmig verabschiedet:

Die UNESCO-Projektschulen in Deutschland verurteilen angesichts der rechtsextremen Gewalttaten gegen Bürgerinnen und Bürger jegliche Verstöße gegen die Menschenrechte und gegen die grundlegenden Werte unserer Demokratie, denen wir als UNESCO-Projektschulen in besonderem Maße verpflichtet sind.

In der derzeitigen Situation appellieren wir an alle, sich aktiv für die Aufrechterhaltung der Grundrechte für alle einzubringen und gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einzustehen.

Die Demokratie-, Friedens- und Menschenrechtsbildung ist die Grundlage des schulischen Lebens und Arbeitens. Die UNESCO-Projektschulen stehen mit ihrem ganzheitlichen Ansatz für Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit. Zum pädagogischen Profil gehören die historisch-politische und rassismuskritische Bildungsarbeit essenziell dazu.

Literatur lebendig „gebraut“ – Kafkas ,,Die Verwandlung” als One-Man-Show am Gustav-Stresemann-Gymnasium

 

Wie braut man Literatur? – Dieser Frage gingen am Dienstag, 11.02.2020, die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Gustav-Stresemann-Gymnasiums in Bad Wildungen nach. Der Schauspieler Reimund Groß begeisterte das junge Publikum mit seiner Interpretation der Erzählung ,,Die Verwandlung” von Franz Kafka und veranschaulichte dem Abiturjahrgang, wie der in einen Käfer verwandelte Gregor Samsa zunehmend aus seiner sozialen Gemeinschaft ausgestoßen wird und am Ende stirbt.

 

 

Mit der von Reimund Groß entwickelten „Literaturbrauerei“ hat es sich der in Nordhessen geborene und heute im Havelland lebende Schauspieler zur Aufgabe gemacht, die Besonderheiten der Literatur aus vergangenen Zeiten vor allem jungen Menschen auf einer neuen Ebene zu vergegenwärtigen – Sprache soll erlebt werden.

 

Und dieses Erlebnis erfuhren die Schülerinnen und Schüler des GSG ganzheitlich, in Form einer One-Man-Show, in der sich Groß mal zischend, mal weinend, mal bettelnd, mal schreiend in die entstellte Titelfigur Kafkas versetzte und ihr seine Stimme lieh. Dadurch wurde den Abiturientinnen und Abiturienten im Anschluss an die unterrichtliche Auseinandersetzung mit „Der Verwandlung“ auf dramaturgische Weise gezeigt, welche zusätzlichen Informationen zwischen den Zeilen zu finden sind und aus welchen Perspektiven Literatur betrachtet werden kann.

 

Und noch etwas konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer anhand von Reimund Groß‘ Inszenierung der emotionsreichen Vorgängen in Kafkas Text erkennen: Die Tatsache, dass die auf die Bühne gebrachten Charaktermerkmale der dargestellten Figuren auf Erfahrungen und Vorbildern aus dem Leben des Schauspielers selbst basieren, machte ihre Darstellung authentisch.

 

Innerhalb von 70 Minuten präsentierte Reimund Groß allein und mit vollem Körpereinsatz und großartiger Mimik alle Figuren der Erzählung auf der Bühne und benötigte lediglich ein paar Requisiten. Und gerade durch seine schauspielerischen Fähigkeiten und den Sinn für Nuancen im stimmlichen oder körperlichen Ausdruck gelang es dem Bühnenkünstler, seinem eigenen künstlerischen Anspruch gerecht zu werden: sein Publikum mit seiner Wandelbarkeit als Schauspieler zu unterhalten und nebenbei das Interesse für Literatur zu wecken und das Verständnis von Texten zu vertiefen.

 

Mit seiner besonderen Art und Weise und dank der großzügigen Unterstützung des schulischen Fördervereins ist ihm das auch am Gustav-Stresemann-Gymnasium gelungen.

 

Text: Melissa Meng/Christoph Heise

Fotos: Hayaa Khan

Wettbewerb Philosophischer Essay

 

Hayaa Khan belegt den 1. Platz

 

Spätestens seit Michel de Montaigne, dem Begründer der Essayistik, ist die Auseinandersetzung mit einem philosophischen Thema in Form eines Essays das Mittel der Wahl. 

 

So befassten sich auch am Gustav-Stresemann-Gymnasium die Schülerinnen und Schüler des Ethik-Grundkurses Q3 von Lehrerin Manuela Salzig im Rahmen des Wettbewerbs „Philosophischer Essay“ mit unterschiedlichen Fragestellungen wie „Ist all unser Handeln egoistisch?“ sowie Zitaten von Nietzsche und Lessing. 

Nach einer inhaltlichen Klärung der Kriterien eines Essays, einer umfassenden Recherche sowie kleineren und größeren Korrekturen konnten insgesamt acht Essays zur Begutachtung durch die Jury eingesendet werden. Eine Arbeit hat dabei in besonderer Weise überzeugt. Hayaa Khan, die sich mit Dietrich Bonhoeffers Zitat „Dummheit ist ein gefährlicherer Feind als Bosheit“ befasst hat, wurde dank ihrer umfassenden, kreativen und sehr differenzierten Ausführungen mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Sehr stolz konnte Hayaa die Urkunde entgegennehmen und sich mit diesem Sieg für die heißbegehrte Philosophische Winterakademie qualifizieren.

M. Salzig

Spannende Debatten beim „Jugend-debattiert“-Schulfinale 2020

 

Streiten will gelernt sein!

Dass sie sich auf der Basis von Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft konstruktiv mit unterschiedlichen Argumenten und miteinander auseinander-setzen können, zeigten die Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums auf beeindruckende Weise beim diesjährigen Schulfinale von „Jugend debattiert“.

 

Nachdem sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Mittel- und Oberstufe in ihren Klassen für den Schulwettbewerb qualifiziert hatten, konnten die Besten vom GSG ihre Fähigkeiten in einem Finale in der Aula unter Beweis stellen.   

 

Im Finale der Sekundarstufe I wurde die Frage „Soll in der Schule ein Fach Ökologisches Verhalten eingeführt werden?“ debattiert. Annika Trachte vertrat die Contra-Position und schaffte es auf den ersten Platz. Sie und ihr Mit-Debattant Felix Homberger sprachen sich vor allen Dingen aus Gründen der Integration ökologischer Inhalte in andere Fächer gegen ein eigenes aus. Lena Meyl und Julian Noll hingegen vertraten auf der Contra-Seite die gegenteilige Meinung und sprachen sich für ein eigenständiges Fach aus. Gerade in Zeiten hoher medialer Präsenz ist Klimaschutz auch bei jüngeren Schülerinnen und Schülern vielfach präsent und wird fortwährend diskutiert. Nach der Debatte waren die Gespräche aber noch nicht abgeschlossen. Das vorher aufmerksam lauschende Publikum war nun so für das Thema sensibilisiert, dass die Debatten in der Pause fortgeführt wurden.

 

Die Sekundarstufe II beschäftigte sich im Schulfinale mit der Frage „Sollen Innenstädte für große Geländewagen (SUV) gesperrt werden?“. In der hitzigen Debatte kamen die Teilnehmenden aus der E2 nicht zu einer Einigung. Gesine Bogunski und Sarah Schwab sprachen sich aus Gründen der Sicherheit und der Reduktion klimaschädlicher Stickoxide für ein entsprechendes Verbot aus. Rudolf Krieger und Ilena Brandenstein befürchteten einen Einschnitt der Persönlichkeitsrechte und sprachen sich deshalb gegen ein etwaiges Verbot aus. Auf den ersten Rang schaffte es in der Sekundarstufe II Sarah Schwab, Gesine Bogunski belegte hinter ihr den zweiten Platz.

 

Die beiden Erstplatzierten der beiden Schulfinals hatten sich damit zugleich für das Regionalfinale qualifiziert, bei dem sie gegen die Gewinner anderer Schulen der Region antraten.

 

Der Schulkoordinator von Jugend debattiert, Jannik Schwebel-Schmitt, resümierte das schulinterne Projektjahr und dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den mitwirkenden Lehrkräften: „Wir haben auch dieses Jahr wieder einmal qualitativ hochwertige Debatten erleben dürfen. Ich danke allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern herzlich für ihr engagiertes Streiten und auch den Kolleginnen und Kollegen in besonderem Maße für ihren Einsatz im Unterricht und beim Jurieren. Es freut mich sehr, dass in Zeiten, wo friedliche und demokratische Auseinandersetzungen immer mehr an Bedeutung gewinnen, die Bildungsministerin für das kommende Jahr eine Erhöhung der Unterstützungssumme für das Projekt zugesagt hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass derartige Projekte der Integrität der Gesellschaft ungemein nützlich sind“, so Schwebel-Schmitt abschließend.

 

Bildunterschrift „Teilnehmer Finale der Sek. II mit Juroren“: v.l.n.r.: Gesine Bogunski, Sarah Schwab, Christoph Heise, Claudia Weiß, Jannik Schwebel-Schmitt, Jaqueline Cortez Tavares, Merve-Esra Kilicaslan, Rudolf Krieger, Ilena Brandenstein

Impressionen vom zweiten SchreibKunst-Workshop

 

 

Am 19. Februar fand unter der Leitung von Barbara Jericho, Christoph Heise und Merve Esra Kilicaslan in der Bibliothek der zweite SchreibKunst-Workshop mit der Autorin Silke Scheuermann statt.

Fotos: Barbara Jericho

Sport im Schnee, Kultur und Sonne – Der Ski- und Snowboardlehrgang des Gustav-Stresemann-Gymnasium zu Gast in Südtirol

 

Donnerstag-Abend an der Stresemannstraße: 75 aufgeregte Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sowie 13 Lehrer und Betreuer/innen stiegen in die bereitstehenden Busse ein, verabschiedeten sich zuvor kurz und fuhren los in Richtung Südtirol.

 

Turbulente Tage lagen zu diesem Zeitpunkt besonders hinter dem Fahrtleiter, Hr. Gläser-Hoede, denn bis kurz vor der Abfahrt war das Ziel der Fahrt das Zillertal. Jedoch kam die Hiobsbotschaft aus Österreich: das neu errichtete Haus könne nicht pünktlich fertiggestellt werden. Nach intensiven Gesprächen mit dem Reiseanbieter stand schnell fest, dass das GSG nach Italien, in den Nationalpark Stilfser Joch fahren würde. Die vermeintliche Alternative stellte sich als wahrer Glücksgriff heraus.

 

Am nächsten Morgen erreichten die Busse den beschaulichen Ort Trafoi und mit dem Sonnenaufgang erhielten alle Teilnehmer einen ersten Eindruck des atemberaubenden Panoramas der Alpen rund um den 3905m. hohen Ortler. Die Sonne schien, bis auf einen „Schneetag“ die ganze Woche strahlend vom Himmel.

 

Die Fortgeschrittenen und „Profis“ fuhren zwei Tage im kleineren Skigebiet direkt am Haus, um vier Tage lang das anspruchsvolle Skigebiet Suldens (ca. 25 min mit dem Skibus entfernt) zu nutzen. Die Anfängergruppen übten das Gleichgewicht auf den Skiern, die ersten Kurven und das gekonnte Fallen zuerst an einem Anfängerhang im Ort und ab dem zweiten Tag im Skigebiet Trafoi. Die letzten beiden Skitage konnten auch die Anfänger die gewaltigen Dimensionen des Gletscherskigebietes Sulden kennenlernen. Die Lernerfolge, besonders der Anfängergruppen, verblüfften die Skilehrer: nach vier Skitagen sausten die meisten Schüler, die noch nie zuvor auf den Brettern standen, die teilweise sehr anspruchsvollen Pisten der Skigebiete scheinbar mühelos und in rasantem Tempo hinunter. Die Skilehrer, die anfangs häufig motivieren und anfeuern mussten, waren nun häufig gezwungen, die Schüler mit Kommandos wie „langsam“ oder „vorsichtig“, zu bremsen

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Alle Gruppen trafen sich ab ca. 17h im sehr gemütlichen Apartmenthaus wieder. Nach dem Abendessen standen bei vielen Ski- und Snowboardgruppen die Reflexion des Tages oder Technikanalysen mithilfe von gedrehten Videos oder Fotos an.

 

Viele Schülerinnen und Schüler trafen sich in den verschiedenen Apartments zu abendlichen Zimmer-Partys oder hatten sogar die Möglichkeit, die Sauna und den Whirl-Pool zu nutzen.

 

Am Mittwochabend fand ein „historischer Abend“ statt. Sport- und Geschichtslehrer Hr. Gläser-Hoede erarbeitete mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Ereignisse rund um den Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im Jahr 1938. Besonders die Zeitzeugenaussagen aus der Region Tirol standen im Zentrum der Arbeit. Im Folgenden wurden Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime am Beispiel der „Operation Green Up“ thematisiert:  Fred Mayer, Hans Wijnberg und Franz Weber, US-Agenten und ein desertierter Tiroler Wehrmachtsoffizier, wurden im Februar 1945 über einem Tiroler Gletscher abgesetzt und sorgten unter ständiger Lebensgefahr durch ihre Aktionen für eine Störung des Eisenbahnverkehrs über den Brenner und bewahrten letztendlich die Zivilisten Innsbrucks vor der Bombardierung durch die Alliierten.

 

Nach einer ereignisreichen Woche kehrten die Schülerinnen und Schüler am Freitagabend nach Bad Wildungen zurück. Außergewöhnlich war die Tatsache, dass es, abgesehen von einigen blauen Flecken, wie schon im vergangenen Jahr überhaupt keine ernsthafte Verletzung zu beklagen gab. „Die Wildunger Schüler, Skilehrer und Schutzengel haben einen tollen Job gemacht“, bemerkte der Fahrtleiter, Hr. Gläser-Hoede abschließend.

Oberstufen-Volleyballturnier am 6. Februar 2020

 

Ein spannendes und gut besuchtes Volleyballturnier mit zwölf Mannschaften erlebten die Oberstufenschüler und ihre Tutoren am letzten Donnerstag in der Sporthalle des Gustav-Stresemann-Gymnasiums. Nach der Vorrunde in drei Gruppen, in der Jeder gegen Jeden spielte, qualifizierten sich sechs Teams für die Zwischenrunde, in die auch das Team der Klasse 9d, welche mit einer Wildcard gestartet war, aufgrund ihres guten Zusammenspiels und Einsatzes einzog.

 

In der Schlussrunde setzten sich dann aber die erfahrenen Kurse der Q4 durch. Im Spiel um Platz fünf schlug das Team der Q4 von Herrn Staffel, der selbst mitspielte, mit 25 zu 23 nur sehr knapp die Klasse 9d. Der 3. Platz ging an den Sportkurs von Herrn Gerding aus der Einführungsphase, der den Tutorenkurs von Frau Tschugunow aus der Q4 mit 25 zu 18 schlagen konnte.

 

Im abschließenden Finale standen sich als Rivalen die Tutorenkurse der Q4 von Herrn Dr. Rüsseler und Herrn Pflüger gegenüber. Hier konnte sich das eingespielte Team von Herrn Pflüger mit Läufersystem und dem starken Spiel der Stellerin Gaby und dem Angreifer Till dann doch deutlich mit 25 zu 14 durchsetzen.

 

Kleiner Wermutstropfen der sonst sehr schönen und schon traditionellen Veranstaltung war, dass bei der Siegerehrung am Ende des Turniers nur noch sieben Schüler anwesend waren.

Auf einmal schien alles Spuren zu hinterlassen – Projekt „SchreibKunst“ mit der Autorin Silke Scheuermann

 

Es lag der Duft von Lebkuchen, Spekulatius und Tee in der Luft, als sich am Montagvormittag, dem 9. Dezember 2019, 20 Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums in der Schulbibliothek versammelten, um sich unter Anleitung der Autorin Silke Scheuermann auf eine kulinarische Lektüre einzulassen. Anhand ihres Romanes „Die Häuser der anderen“ erhielten die TeilnehmerInnen der Jahrgangsstufen 9 bis zur E-Phase einen Einblick in die literarischen Gestaltungsmöglichkeiten einer Essensszene, um ausgehend davon eigene Speise-Texte in unterschiedlichen Kontexten zu entwickeln. Doch: Wie gestalte ich ein Frühstück am Flughafen? Welches Gericht passt zur Offenbarung einer Schwangerschaft beim Familienessen in einer schäbigen Dorfkneipe?

Wonach schmeckt Liebe? Diesen und ähnlichen Fragen gingen die jungen Autorinnen und Autoren experimentierend, diskutierend, planend und schreibend nach und erhielten dabei selbst einen Eindruck von der Faszination literarischen Schaffens, welche die mehrfache Preisträgerin Silke Scheuermann vermittelte. So entstanden unter der Begleitung der Autorin und der Projektkoordinatoren des Gustav-Stresemann-Gymnasiums, Barbara Jericho und Christoph Heise, literarisch originelle kulinarische Rendezvous, Abschiedsszenen zum Anbeißen und Fressgelage zum Fürchten.   

 

Im zweiten Teil des Workshops gab ein Tiergedicht Helmut Kraussers den Anstoß zum Verfassen eigener Tierlyrik, die anschließend wieder von den Verfasserinnen und Verfassern präsentiert und gemeinsam besprochen wurde. Silke Scheuermann gab hierbei professionelle Tipps zur Verbesserung der Texte, die nun im Hinblick auf eine mögliche Veröffentlichung in einer SchreibKunst-Anthologie redigiert werden.

 

Die Texte von singenden Pinguinen und wirbelnden Wespen führten die Schülerinnen und Schüler nicht nur zu neuen Sprachexperimenten, sondern auch zu jener Erfahrung, die für Scheuermanns Arbeit prägend ist – schreibend Spuren zu hinterlassen. Daher könnte die Ant-wort, die Silke Scheuermann einmal in einem Interview auf die Frage gegeben hat, was sie am Beruf der Schriftstellerin befriedigend finde, so auch Gültigkeit für die motivierten Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer haben: „Schreibend ordne ich die Welt um mich herum und werde so ein bisschen besser fertig mit gewissen Fragestellungen, selbst wenn ich keine endgültigen Antworten finde.“

 

Hintergrund:

Das Projekt SchreibKunst des Hessischen Kultusministeriums widmet sich der literarischen Nachwuchsförderung an Schulen. Über zwei Jahre wird in Workshops, Lesungen, Seminaren und Exkursionen den Schülerinnen und Schülern das kreative Schreiben vermittelt. Das Spielen mit Sprache und das Experimentieren mit bekannten und neuen Erzählweisen stehen dabei im Vordergrund. Das Gustav-Stresemann-Gymnasium ist eine der wenigen literarisch aktiven Schulen in Hessen, die an dem Projekt teilnehmen.

 

C. Heise und B. Jericho

 

„Menschenrechte – mit Füßen getreten“

Zum diesjährigen Internationalen Tag der Menschenrechte hatte sich die UNESCO-AG des Gustav-Stresemann-Gymnasiums eine ganz besondere Aktion ausgedacht. Um auf die in vielen Regionen der Welt zu beklagenden Rückschritte in der Menschenrechtspolitik aufmerksam zu machen, planten und realisierten die 28 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung ihres Lehrers Herrn Dr. Salzig das Projekt „Menschenrechte – mit Füßen getreten“: sie schnitten 

aus buntem Papier zahlreiche übergroße Fußabdrücke aus, die sie anschließend mit Schlagworten zum Thema Menschenrechte versahen. Dazu hatten die Jugendlichen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zurate gezogen, aus der sie Begriffe wie „Freiheit“, „Solidarität“, „Folterverbot“, „Asylrecht“ oder „Recht auf Bildung“ herausarbeiteten.

Die beschrifteten Fußabdrücke befestigten die AG-Teilnehmer anschließend auf dem Boden des Eingangsbereichs und auf den Stufen des Treppenhauses der Schule, also in einem Bereich, der tagtäglich von besonders vielen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern durchschritten wird. Die Fußspuren führten zu verschiedenen Informationstafeln mit vielfältigem Material zum Thema Menschenrechte. So hatten z. B. die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c im PoWi-Unterricht auf kreisrunden Karten ihnen besonders wichtige Menschenrechte notiert und dazu individuell Stellung bezogen; weiterhin waren die komplette Allgemeine Erklärung der Menschenrechte auf einem großen Plakat abgebildet und Leporellos mit Argumenten gegen Folter und für eine humane Flüchtlingspolitik zu sehen.

Schon am nächsten Tag zeigte sich, dass die Aufmerksamkeit, die die UNESCO-AG mit der Aktion bei der Schulgemeinde für das wichtige Thema Menschenrechte wecken wollte, tatsächlich erzielt wurde: Die Fußabdrücke mit den Schlagworten waren bei vielen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern Gesprächsthema, das auch Eingang in den Unterricht unterschiedlicher Fächer fand und als Ausgangspunkt für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Menschenrechten diente.

Das Projekt am Internationalen Tag der Menschenrechte war der vorläufige Höhepunkt weiterer Aktivitäten zu dem Thema am Gustav-Stresemann-Gymnasium. So werden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe an dem Briefmarathon von Amnesty International beteiligen, in dessen Rahmen sie sich für die Freilassung von zu Unrecht verfolgten, verhafteten oder bedrohten Menschen einsetzen.


Text und Fotos: Dr. Johannes Salzig

 

Am Freitag, den 22.November 2019 wurde das Gustav – Stresemann -Gymnasium als „Digitale Schule“ ausgezeichnet.

 

Das Gustav-Stresemann-Gymnasium versteht das Zertifikat der „Digitalen Schule“ als wichtige Ergänzung zum Zertifikat der „MINTfreundlichen Schule“, welches es schon seit 2017 innehat, und als Bestätigung des Engagements, die Digitalisierung im Unterricht auch besonders in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik) umzusetzen. Beispielsweise wird in Mathematik bereits häufig mit dem Lerntool „Bettermarks“ gearbeitet und auch in den anderen Fächern halten Lernapps Einzug, besonders nach der Anschaffung von zwei mobilen Tabletkoffern.

 

(geschrieben von Marion Haase)

 

Bei der Veranstaltung, zu der die K+S Aktiengesellschaft in Kassel eingeladen hatte, wurden 11 hessische Schulen als „Digitale Schule“ geehrt. Das Signet ermöglicht es, durch einen Kriterienkatalog Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei einer entsprechenden Profilbildung kann von einer „Digitalen Schule“ gesprochen werden. Der Kriterienkatalog „Digitale Schule“ umfasst fünf Module, die alle von den Schulen nachgewiesen werden:

 

1. Pädagogik & Lernkulturen
2. Qualifizierung der Lehrkräfte
3. regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung.

 

Die Module sind orientiert an der KMK-Strategie „Digitale Bildung“ und wurden von Fachexperten und Wissenschaftlern der o.g. Verbände entworfen. Die Ehrung „Digitale Schule“ ist wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig.

 

Alle Schulen wurden heute für ihre Schwerpunktsetzungen ausgezeichnet.

 

Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Berlin steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK), die Ehrung der „Digitalen Schulen“ steht unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär.

 

Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Eine von Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung geprägte Welt bedarf eines umfassenden Bildungsverständnisses, das technische, gesellschaftliche und anwendungsbezogene Perspektiven gleichermaßen miteinbezieht. Die Auszeichnung ‚Digitale Schule‘ reflektiert diesen Ansatz. Wir danken den vielen Bildungsexpertinnen und -experten für die Begutachtung der zahlreichen Bewerbungen. Es ist erfreulich zu sehen, wie viele Lehrkräfte und Schulleitungen mit ihrem Engagement dazu beitragen, das von uns ausgezeichnete Bildungsverständnis zu etablieren.“

 

„Die ausgezeichneten Schulen öffnen sich stärker und stärker für Informatische Bildung und die Digitalisierung. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, haben wir die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet wollen wir das Engagement all der Schulleitungen und Lehrkräfte würdigen und bestärken, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen“, sagt Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

 

(Text von Benjamin Gesing, MINT Zukunft schaffen e.V.)

Training mit dem Profi

 

Am Mittwoch (20. November 2019) konnten ca. 30 Schülerinnen und Schüler der Viessmann-Schule und des Gustav-Stresemann-Gymnasiums mit einem Basketball-Profi von den Fraport Skyliners in unserer Sporthalle gemeinsam trainieren.

 

Aus Frankfurt/M. waren Alvin Onyia, Spieler in der 1. und 2. Bundesliga, Trainer Nils Wedemeier und Koordinatorin Anja Emler angereist. Am Anfang erhielten alle Teilnehmer ein T-Shirt der Bundesligamannschaft, was man auf dem Gruppenfoto gut erkennen kann.

 

In der Einheit über 90 Minuten wurde sich mit dem Ball zunächst zusammen aufgewärmt, bevor es an spezielle Tricks und Techniken im Basketballspiel ging. Der Höhepunkt für die Schüler an diesem Nachmittag war das Spiel 1 gegen 1 mit Alvin. Der Profi ist selber erst 18 Jahre alt und bereitet sich zur Zeit neben dem Basketball auf sein Abitur im Frühjahr vor. Maximilian Aust (Klasse 9b) konnte im Spiel 1 : 1 durch seine Distanzwürfe sogar den Profi besiegen, was ihm viel Applaus seiner Mitschüler einbrachte.

 

Nach einem intensiven, schönen Basketballttraining mit abschließender Fragerunde und Autogrammen freuen sich die Schülerinnen und Schüler schon auf den nächsten Besuch der Profis aus Frankfurt/M. an unserer Schule.

 

 

Günter Papenfuß

 

Zeitzeugengespräch: „Jüdisches Leben in Bad Wildungen“

 

Am Dienstag, den 5. November 2019 durften wir Herrn Gershon Willinger und Herrn Richard Oppenheimer an unserem Gymnasium begrüßen. Sie berichteten den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q3 von ihrer Familiengeschichte, die in Bad Wildungen ihren Ausgang nahm.

 

R. Oppenheimer erlebte den Zweiten Weltkrieg nicht selbst. Er erfuhr erst nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1988 von seiner ihm bis dahin verborgenen Familiengeschichte. Anfang der 2000er Jahre begann er dann intensiv mit seiner Recherche. In einem alten Schuhkarton, den seine Mutter ihm hinterlassen hatte, entdeckte er alte Fotos und Tagebucheinträge. Seine Mutter und Großmutter stammten beide aus Bad Wildungen und wurden von den Nationalsozialisten 1939 zunächst nach Kassel und von dort aus 1941 weiter in das Konzentrationslager Riga-Kaiserwald deportiert. Kurz bevor die Rote Armee im Oktober 1944 das KZ erreichte, wurden die Insassen des Lagers in das KZ Stutthof nahe Danzig gebracht. Im Januar 1945 wurde Stutthof evakuiert und die Häftlinge begaben sich auf einen Todesmarsch Richtung Deutschland. Ende Januar 1945 wurden sie bei einem Zwischenstopp von der Roten Armee befreit.

 

R. Oppenheimer konnte durch die detaillierten Tagebucheinträge seiner Mutter den Schülerinnen und Schülern die Bedingungen im Konzentrationslager und die unmenschlichen Qualen des Marsches durch das winterliche Baltikum nahe bringen. Nachdem seine Mutter und Großmutter von der Roten Armee befreit wurden, kehrten diese nach Bad Wildungen zurück in der Hoffnung, hier Verwandte und Freunde wiederzutreffen. Nachdem sich diese Hoffnung allerdings als vergebens herausstellte, emigrierte die Familie in die USA. Seine Mutter gab sich selbst das Versprechen nie wieder nach Deutschland zurückzukehren, doch zweimal brach sie diesen Schwur aus guten Gründen. Einmal nahm sie Kontakt zu einer alten Freundin aus Bad Wildungen auf und einmal sagte sie in einem Kriegsverbrecher-Prozess als Zeugin aus.

G. Willinger erlebte im Gegensatz zur R. Oppenheimer die Konzentrationslager noch selbst, wenn auch nur als Kleinkind. Sein Vater arbeitete im Palasthotel Bad Wildungen, welches nach den Ausschreitungen der Reichspogromnacht geschlossen wurde. Die Familie floh zunächst in die Niederlande, wurde dort allerdings nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht aufgegriffen und später depotiert. G. Willinger kam zuerst nach Bergen-Belsen und danach in das KZ Theresienstadt. Er verlor seine Eltern, welche von den Nationalsozialisten ermordet wurden, im Alter von zwei Jahren. Nach eigenen Aussagen hat er keine Erinnerung mehr an sie, konnte aber ihre Geschichte anhand von Dokumenten rekonstruieren. Er überlebte das KZ in einer Gruppe von circa 50 Kleinkindern, von denen die deutschen Behörden nicht eindeutig sagen konnten, ob sie Juden sein oder nicht.

 

G. Willinger hob im Anschluss an seinen Bericht besonders die Bedeutung der Stolpersteine in Bad Wildungen hervor, die zum Gedenken an seine Eltern gelegt wurden. Für ihn übernehmen sie die Funktion von Grabsteinen. Für G. Willinger ist Bad Wildungen ein Ort des Gedenkens.

 

Im Anschluss an die Vorträge der beiden Gäste gab es für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Fragen zu stellen. Auf die Frage, ob Herr R. Oppenheimer noch Geschwister habe, antwortete er mit einer kleinen Geschichte: Auf der Trauerfeier seiner Mutter fragte ein Freund einmal seinen Vater, warum die Familie nicht mehr Kinder habe. Sein Vater soll geantwortet haben, dass er es nicht verkraften könnte mehr als ein Kind zu verlieren, sollte sich die Shoah wiederholen.

 

G. Willinger machte deutlich, dass die Verantwortung für den Erhalt der Demokratie nun bei den Jungen Leuten liegt, die stets für eine offene Gesellschaft eintreten sollten. R Oppenheimer reagierte auf die Frage, ob sich die Geschichte wiederholen könnte, mit einem eindeutigen Ja und mahnte, dass wir nicht aufhören dürfen aus der Geschichte zu lernen.

 

Im Nachhinein beschrieben die Schülerinnen und Schüler das Erlebte als sehr intensiv. Mit Menschen zu reden, die direkt oder auch indirekt über ihre Familie die Geschichte erlebt haben, sei wesentlich eindrücklicher und bewegender, als einen Text im Buch zu lesen oder ähnliches. Am Ende des Besuchs stand ein eindeutiges Plädoyer der Schülerin und Schüler, ein Zeitzeugengespräch auch für die nachfolgenden Jahrgangsstufen zu ermöglichen.

Julian Timm

Ein Bericht des Hessischen Rundfunks über das Theaterstück „Die weiße Rose“

 

Klicken Sie auf den folgenden Link!

 

http://hrardmediathek-a.akamaihd.net/video/as/hessenschau/2019_10/hrLogo_191024200945_L365381_A05_1280x720-50p-5000kbit.mp4

Gustav- Stresemann- Gymnasium erhält Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

 

 

Das Gustav-Stresemann-Gymnasium darf sich von nun an „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen und konnte den Ministerpräsidenten Volker Bouffier als Paten für dieses Projekt gewinnen.

 

Der Anerkennung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ging eine Selbstverpflichtung der Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrerinnen und Lehrer  voraus, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.  Sie ist also ein klares Zeichen gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt und wurde von mehr als  80 % der Mitglieder der gesamten Schulgemeinde unterzeichnet. 

 

Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule und für unser Umfeld.

 

Die Initiative für dieses Projekt kam aus dem Politik und Wirtschafts-Leistungskurs der Jahrgangstufe 12 unter der Leitung von Matthias Pflüger. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich im Unterricht gerade mit demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten im politischen System der BRD, sie wurden dabei auf das Netzwerk aufmerksam und waren sich darin einig, dass es Zeit sei, auch als Schule „Farbe“ zu bekennen. Der Schulsprecher Til Reuter, der auch Teilnehmer dieses PoWi-Leistungskurs ist, trug die Idee in die Schülervertretung und stellte das Konzept auch auf einer Gesamtkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer vor. Somit verbreitete sich die Idee schnell und die Unterschriften waren schnell gesammelt.

 

Lehrer Matthias Pflüger, der in Zukunft auch die Koordination der einzelnen Projekte in Absprache mit der Schülervertretung übernehmen wird, merkte an, dass man den gegenwärtigen gesamtgesellschaftlichen Tendenzen eines Enthemmens und Salonfähigmachens von rechtem Gedankengut vehement entgegentreten müsse, dafür sei dieses Projekt genau das richtige.    

 

Am 08. November wurde dem Gustav-Stresemann-Gymnasium nun der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ von Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz innerhalb eines großen feierlichen Rahmens überreicht. Weitere Redner bei dieser Veranstaltung waren u.a. die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Ralf Gutheil, Schulamtsdirektor Stephan Uhde und Dr.  Meron Mendel (Direktor der Bildungsstätte Anne Frank).

 

Diesjährige Auszeichnung unserer besten Schreiber- Märchenwettbewerb 2018

Felix Koch (5a)


Der schlaue Bauernjunge

 

Es war einmal ein Bauer mit seinem Sohn, sie hatten sehr wenig Geld und daher sehr wenig zu essen. Doch eines Tages kam der Vater freudestrahlend vom Markt wieder und rief: „Die Prinzessin möchte heiraten und sucht einen Mann, der besonders schlau ist. Um herauszufinden, wer der Schlaueste ist, muss er eine Aufgabe lösen. Sie verlangt den Diamanten der großen Schlange aus der Berghöhle des Winterwaldes!“ „Aber es heißt, die Schlange stellt den Leuten, die in ihre Höhle kommen, drei Fragen und wenn davon zwei falsch sind, verschlingt sie einen mit Haut und Haaren! Noch niemand ist lebend zurückgekommen!“, antwortete der Sohn. „Ja“, sprach der Bauer, „aber wenn du es nicht versuchst, werden wir verhungern, da unsere Ernte immer schlechter wird.“ „Dann will ich es versuchen.“
Der Sohn packte ein Brot und eine Wasserflasche in seinen kleinen Rucksack und ging los. Er ging zwei Tage lang, bis er in eine kleine Stadt kam. Dort waren sehr viele Leute, aber nicht nur einfache Bauern, sondern auch viele mit Rüstung und Pferd. Und es wurden immer mehr. Heute wollte er in der Stadt übernachten, aber sie war so voll, dass in keiner Gaststätte mehr ein Bett frei war. Also ging er vor die Stadttore und legte sich dort auf das weiche Moos unter einem großen Baum und benutzte seine Tasche als Kissen.


Als er da so lag, kam eine Eule angeflogen und fragte: „Möchtest du auch zur Schlange? Du musst nämlich wissen, von dort kam niemand je wieder! Du tust mir leid, wie du da so liegst. Höre auf meinen Rat: Bleib immer du selbst, vertraue auf dein Können, dann wirst du die Aufgaben der Schlange lösen.“ Mit diesen Worten flog sie wieder weg.Am dritten Tag ging er weiter bis zur Höhle der Schlange. Vor dem Eingang lagen haufenweise Schwerter und Rüstungen. Je weiter er in die Höhle ging, desto mehr Sachen lagen auf dem Boden, einmal sogar ein ganzes Skelett. Ihm wurde angst und bange. Irgendwann kam er in eine große Halle. Hier stand ein riesiger Thron, jedoch war er so lang wie zehn Throne nebeneinander. Vor dem Thron stand auf einem Sockel der Diamant.
Plötzlich hörte er ein Zischen hinter sich und als er sich umdrehte, um zu schauen, was das war, sah er eine riesige Schlange, ungefähr 10 Meter lang, mit zwei großen scharfen Zähnen. Sie fragte: „Was führt dich hierher?“ „Ich möchte die Prinzessin heiraten und dafür benötige ich den Diamanten“, antwortete der Sohn. Da lachte die Schlange laut: „Noch so ein Tölpel, ich werde dich fressen, auch wenn ich heute schon fünf Menschen hatte. Drei Fragen musst du beantworten, dann lasse ich dir dein Leben und du bekommst meinen Diamanten. Die erste lautet: Was ist am Morgen vierfüßig, am Mittag zwei- und am Abend dreifüßig?“ „Das weiß ich, es ist der Mensch!“ „Richtig, aber das war auch einfach. Jetzt wird es schon schwerer: Was ist groß und wächst doch nicht, hat Wurzeln, die niemand je sah, und überragt jeden Baum?“ Dieses Mal brauchte der Busche etwas länger, fand aber auch hier die Antwort: „Es ist der Berg!“


„Das stimmt auch, du bist ein schlaues Kerlchen! Aber die nächste Frage schaffst du nicht! Was ist immer alt und manchmal neu, nicht immer da, doch immer treu, niemals leer, doch manchmal voll, niemals schiebt, nur immer zieht? Was ist das?“ „Hmm… ist immer alt… manchmal neu… immer treu… niemals leer… immer zieht. Hmm, gewähre mir bitte einen Tag Zeit.“ „Gut, einen Tag und nicht länger. Morgen treffen wir uns genau hier wieder. Aber auch nur, weil ich heute schon so satt und müde bin. Dann ist mir meine Mahlzeit morgen sicher“, gähnte die Schlange.
Der Bauernsohn suchte den ganzen Tag nach einer Lösung. Als es Abend wurde, legte er sich wieder unter den Baum ins Moos zum Schlafen, traurig, weil er die Antwort nicht gefunden hatte. Kurz bevor ihm die Augen zufielen, kam wieder die Eule geflogen: „Du lebst noch! Hast du die Schlange besiegt?“ „Ich muss noch eine Frage beantworten. Weil sie müde und satt war, hat die Schlange mir einen Tag Bedenkzeit gewährt.“ „Erzähl mir von der Prüfung, welche Frage musst du noch lösen?“


Und der Junge berichtete ihr alles. Von dem Hunger, den sein Vater und er leiden mussten, weil sie so arm waren, und von dem Entschluss, den Diamanten der Schlange zu gewinnen, um die schöne Prinzessin zu heiraten. Zu guter Letzt wiederholte er die Frage der Schlange. Die schlaue Eule musste nicht lange nachdenken: „Es ist der Mond“, sagte sie. „Geh hin und hole dir deinen Lohn und heirate die Prinzessin. Ich mag dich, deshalb will ich, dass es dir gut geht.“
So ging der Junge zur vereinbarten Zeit erneut zur Schlange. Diese lachte, als sie ihn sah, und fragte: „Bist du tapfer oder lebensmüde? Ich habe noch nicht gefrühstückt, du kommst gerade richtig!“ „Ich weiß die Antwort auf deine Frage“, entgegnete der Junge. „Bist du dir da sicher?“ Die Schlange war erstaunt. „Es ist der Mond. Er ist nicht immer zu sehen, doch er ist immer da und das schon seit ewigen Zeiten. Und bei Neumond ist er neu und bei Vollmond voll.“


Da tobte die Schlange vor Wut, aber der schlaue Bauernjunge hatte ihre Aufgabe gelöst, so musste sie ihm den Diamanten geben und ihn gehen lassen.
Der Junge kehrte zurück nach Hause, wo er stolz der Prinzessin den Diamanten überreichte. Diese war überrascht, dass ein einfacher Bauer es geschafft hatte, die Schlange zu überlisten. „Du bist eindeutig der schlaueste Mann im ganz Land. Ich stehe zu meinem Wort und werde dich heiraten“, sprach die Prinzessin. So wurde ein großes Fest gefeiert. Drei Tage und drei Nächte wurde getanzt, gegessen, gesungen und gelacht.
Vater und Sohn waren glücklich und mussten nie wieder Hunger leiden.

 

 

 

12. Hessischer Demokratietag und UNESCO-Demokratiecamp

Eine knappe Woche werden sich Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums mit dem Thema „Demokratie“ auseinandersetzen.

 

Den Auftakt bildet der 12. Hessische Demokratietag am 17. September im Engelsburg-Gymnasium in Kassel, der bereits seit vielen Wochen ausgebucht ist. Über 300 Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen werden sich in unterschiedlichen Workshops mit der Frage auseinandersetzen, was Demokratie für sie bedeutet.

 

Den Teilnehmer*innen wird am Demokratietag viel geboten. So steht ein Escape Room ebenso auf dem Programm wie ein Workshop des Netzwerks Toleranz Waldeck-Frankenberg, mit dem das GSG seit Jahren erfolgreich kooperiert, ein DS-Kurs mit dem GSG-Lehrer Matthias Pflüger, ein Auftritt des syrischen Pianisten Aeham Ahmad sowie ein Besuch des hessischen Kultusministers Prof. Lorz uvm.

 

 Flyer_12_Demokratietag

 

Der Demokratietag dient auch als Auftaktveranstaltung für die UNESCO-Fachtagung 2019, die im Anschluss an den in Kassel stattfindet.

 

So werden auch die Schüler*innen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums an der Eröffnungsveranstaltung der Fachtagung der UNESCO-Projektschulen im Kasseler Rathaus teilnehmen. Der Schulsprecher des GSG, Til Reuter, wird mit anderen Schüler*innen der hessischen UNESCO-Projektschulen nach dem Empfang ein Podiumsgespräch mit Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, führen. 

 

Anschließend ziehen die Schüler*innen des GSG weiter in ein Demokratiecamp, das parallel zu der Fachtagung in Bad Hersfeld stattfindet. Vom 17. bis 20. September veranstaltet das Landesnetzwerk der UNESCO-Projektschulen in Hessen in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar ein mehrägiges Demokratiecamp für 50 Schülerinnen und Schüler der 20 hessischen UNESCO-Projektschulen unter dem Titel „Unterwegs im Auftrag der Demokratie! 70 Jahre Grundgesetz – Eine Demokratiewerkstatt“. 

 

Neben der Auseinandersetzung mit einzelnen Grundgesetzartikeln und der Frage, was das Grundgesetz mit uns persönlich zu tun hat, wird es bei dem Demokratiecamp auch um aktuelle Fragen nach der Demokratie im digitalen Raum, Meinungsfreiheit und Privatsphäre und aktuelle Bedrohungen wie z.B. Hate Speech gehen. Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler aus einzelnen Workshops unserer Veranstaltung sollen am 19. September abends beim kulturellen Abend der Bundestagung der UNESCO-Projektschulen in der JugendKultur-Kirche Kassel präsentiert werden. 

 

Die Veranstaltung wird von dem Hessischen Kultusministerium, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der UNESCO-Projektschulen gefördert.

Sport für den Sport – Spendenlauf des Gustav-Stresemann-Gymnasiums

 

Beim Laufen schwitzen und gleichzeitig noch etwas Gutes für alle Schülerinnen und Schüler seiner Schule sowie für einen guten Zweck tun: Am Samstag, 31.08.2019, startet um 10:30 Uhr im Landesgartenschaugelände auf dem Platz vor dem Maritim-Hotel der Spendenlauf des Gustav-Stresemann-Gymnasiums.

 

Die Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums wünschen sich seit langer Zeit ein Sportfeld auf ihrem Schulhof. Nun soll das Kunstrasen-Spielfeld mit Handball- und Fußballtoren verwirklicht werden. Ca. ein Drittel der Finanzierung des insgesamt 30.000 Euro umfassenden Projekts konnte von der Schüler- und Lehrerschaft unterstützt durch die Eltern schon beim Weihnachtsmarkt 2018 erwirtschaftet werden. Nun hat mit großem Eifer und Engagement eine Gruppe aus Schülern, Eltern, Lehrern und der Schulleitung unter Federführung des Schulsportleiters des GSG, Herrn Gläser-Hoede, einen Spendenlauf organisiert, um ein weiteres Etappenziel bei der anfallenden Finanzierung zu erreichen. Ganz getreu dem Motto des GSG „Gemeinsam Schule Gestalten“ gestaltete sich die Zusammenarbeit in der Gruppe, um das Ziel gemeinsam zu stemmen, hebt Herr Gläser-Hoede hervor.

 

Neben der Finanzierung ihres eigenen Wunsches für den Pausenhof haben sich die Schülerinnen und Schüler des GSG auch dafür ausgesprochen mit einem Teil der  erlaufenen Spenden die schulische Zukunft von Kindern in der Dritten Welt zu unterstützen, die durch Armut oder Krieg am Schulbesuch gehindert werden. So geht ein Teil des Erlöses an das Kinderhilfswerk Fritzlar.

 

Am kommenden Samstag, 31.8., werden zahlreiche Teilnehmer um 10.30 Uhr im Landesgartenschaugelände auf dem Platz vor dem Maritim-Hotel begrüßt, bevor der Startschuss für die 400 m lange Strecke fällt und diese bis ca. 13.00Uhr für die Läuferinnen und Läufer geöffnet sein wird.

 

Läuferinnen und Läufer jeden Alters, die sich spontan entscheiden das Projekt zu unterstützen, können sich problemlos vor Ort anmelden.

Wer als Sponsor die Projekte der Schülerinnen und Schüler des GSG unterstützen möchte, kann sich telefonisch unter der Nummer 05621 2432 melden.

Die weiße Rose

 

07. Juni 2019; 20.30 Uhr (Aula des GSG)

 

17. Juni 2019: 19:30 Uhr (Lichtenbergschule Kassel)

Sommerkonzert 2019

 

Am Montag 17. Juni und am Dienstag 18 Juni 2019 finden unsere Sommerkonzerte statt. Diesmal spielen  am Montag der Chor, das Orchester und die Bigband. Mit im Programm hören wir noch ein Streichquartett und Solisten. Das Montags-Konzert wird ergänzt durch die Musikklassen 7a und 9a. Am Ende des Konzerts gibt es wie im letzten Jahr ein gemeinsam vorgetragenes Stück.

Am Dienstag 18. Juni spielen diesmal die Musikklassen 5a und 6a sowie die Klasse 6d. Ergänzt wird das Konzert durch das Vororchester und den Musicalchor.

 

Beginn jeweils: 19:00h

Wo: Aula des GSG

Theaterfestival am 07. + 11.06

 

07. Juni 2019, Aula des GSG

 

18: 00 Uhr: Theater-AG Kucharczyk (Wach auf Prinzessin)

 

19:00 Uhr: DS-Kurs Schüler (Gefangen)

 

20:30 Uhr: DS-Kurs Pflüger (Die weiße Rose)


11. Juni 2019, Aula des GSG

 

19.30 Uhr: Gastauftritt der Lichtenberg-Schule Kassel

 

Das Tanztheaterprojekt: La Place

   

Musical-Ag der 5. + 6. Klassen

 

Musicalaufführungen am GSG

 

Auch in diesem Jahr führt die Musical AG der 5. Und 6. Klassen ihr Stück wieder in der Aula auf. Alle Akteure freuen sich auf gut besuchte Vorstellungen am:

 

Di, 28.05.19            19.00 Uhr in der Aula

Mi, 29.05.19           19.00 Uhr in der Aula

 

Nähere Information kann man dem Flyer entnehmen

 

Download Flyer

Radio GSG: Spaß, Musik und ganz viel Kreativität

 

Am 14.05.2019 präsentierte die Klasse 6b des Gustav-Stresemann-Gymnasiums unter der Leitung von Rebecca Möller und Barbara Jericho ihre Ergebnisse wochenlanger Arbeit bravourös. Ein Hörspiel zu einer selbstgeschriebenen Fabel, zahlreiche kreative Werbespots, Comedy und witzige Nachrichten rund um die Schule, bescherten dem Publikum ein abwechslungsreiches Konzerterlebnis. Auch die musikalischen Beiträge kamen nicht zu kurz. Namikas „Je ne parle pas francais“ und der Cup-Song zu „When I´m gone“ ernteten verdient großen Applaus. Die Schülerinnen und Schüler starteten bereits vormittags Umfragen bei den Bad Wildungern, die während der Radiosendung vorgestellt wurden. Da das Projekt „earsinnig hören“ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zuhören des hessischen Rundfunks und in Kooperation mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen läuft, wurden die Schülerinnen und Schüler von den beiden Radiojournalistinnen Juliane Spatz und Maria Bonifer auf die Show und u.a. den Umgang mit Aufnahmegeräten und zielgerichteten Fragestellungen erfolgreich vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler bekamen so den Einblick in die Arbeit von echten Radioprofis. Eins ist spätestens nach der Radiobühnenshow klar: Um die Zukunft des Radios braucht man sich in Bad Wildungen keine Sorgen machen.

Literarischer Frühling 2019 – und das GSG war wieder dabei!

 

Donnerstag, 2. Mai: Dr. Jürgen Neffe sprach im Barocksaal von Schloss Friedrichstein über Charles Darwin und trug aus seinem Buch „Darwin  – Das Abenteuer des Lebens“ vor.

 

 

„Das Leben ist eine Reise“ (Charles Darwin). Der Wissenschaftsjournalist, Reporter und Autor Dr. Jürgen Neffe hat sich auf Darwins Spuren begeben und ist die Reiseroute, die Darwin auf dem Vermessungsschiff „Beagle“ von England aus zu den Kapverdischen Inseln, nach Südamerika, Tahiti, zu den Galapagos-Inseln und nach Australien führte und die er in seinem Buch „Die Fahrt der Beagle“ beschreibt, nachgereist. In einer Mischung aus Biographie und Reisebericht gelingt es ihm,  die Person Charles Darwin lebendig und seine Faszination an seinen Beobachtungen in der Natur spürbar zu machen. Darwin (1809 – 1882), der als 22-Jähriger angehender Theologe und Geologe, eingeladen wird, an einer fünfjährigen Reise auf dem Vermessungsschiff „Beagle“ teilzunehmen, ist überwältigt von der Fülle, Exotik und Diversität der Natur, die er auf dieser Reise erforscht. Seine Entdeckungen während dieser abenteuerlichen Reise werden ihn, einen biologischen Autodidakten, später zum Begründer der Evolutionstheorie machen und damit zu der revolutionären Erkenntnis, dass alle Kreaturen einen einzigen Ursprung haben. Mit Bildern seiner Reise, den anschaulichen Beschreibungen der Lebenssituation Darwins und der seines Nachfahrers Neffe, Beispielen seiner Entdeckungen und dem humorvollen Vortrag– So heißt es auch schon mal, Darwin habe sich wegen seiner hartnäckigen Seekrankheit eigentlich um die Welt „gekotzt“ – verstand es Jürgen Neffe, sein Publikum zu fesseln. Gleichzeitig verriet er schon als Vorbereitung seines Schreibworkshops am Folgetag, wie eine gelungene Reportage verfasst wird. Entscheidend ist: Der Autor muss etwas zu sagen haben. Und zur Schreibweise heißt es: Beschleunigungen einbauen, im Wechsel „ranzoomen“ und dann wieder den Blick aufs große Ganze richten, um Abwechslung zu bieten.

Es war ein hochinteressanter, lehrreicher und unterhaltsamer Vortrag. Herzlichen Dank an Dr. Jürgen Neffe und den Veranstaltern des Literarischen Frühlings: Frau Christiane Kohl und Herr Klaus Brill!

 

Freitag, 3. Mai: Schreibworkshop für Schülerinnen und Schüler des GSG mit Dr. Jürgen Neffe
Mit Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums fand nachmittags in den Räumen des GSSG ein Schreibworkshop mit Dr. Jürgen Neffe statt. Thema: Das Verfassen einer Reportage am Beispiel des Themas „Fridays for Future“.

Von li. nach re: Frau Dr. Erika Schellenberg, Herr Karl Brill, Herr Dr. Jürgen Neffe, Frau Puschendorf (GSG)

“DEAD OR ALIVE?” – Poetry Slam am 8. Mai 2019, 19.30 Uhr, Theater am Bunker Bad Wildungen

 

Am kommenden Mittwoch stellen sich ausgesuchte Poeten des Gustav-Stresemann-Gymnasiums Bad Wildungen (GSG) mit ihren selbstverfassten Texten in einem gnadenlosen Wettbewerb den toten Klassikern der Weltliteratur.

SchülerInnen, LehrerInnen und weitere noch unbekannte Persönlichkeiten erwecken dabei die toten und noch streng geheimen Dichter zum Leben und fordern die modernen Poeten mit ihren Texten heraus.

In Kooperation zwischen dem Leistungskurs Deutsch des GSG und dem Theater am Bunker findet am 8. Mai 2019, ab 19.30 Uhr, der 1. Poetry Slam „DEAD VS. ALIVE“ Bad Wildungens statt.

Dabei gelten die üblichen Regeln des Poetry Slam: Jedem Dichter bleiben nur sein Text, sein Körper und seine Stimme, um die Zuschauer zu überzeugen und den Dichterwettkampf für sich zu entscheiden – DEAD VERSUS ALIVE!

 

Wer sich mit seinen selbstgeschriebenen Texten (jeglicher Textsorten) und/oder mit dem Vortrag eines bereits vorhandenen Textes eines toten Autors/einer toten Autorin dem Wettkampf stellen möchte, melde sich bis 5. Mai 2019 unter cheise@stresemanngymnasium.de für den Slam an. Gäste sichern sich am besten schon jetzt ihre Karten im Buchland, der Tourismusinformation Bad Wildungen oder dem Sekretariat des Gustav-Stresemann-Gymnasiums. 

 

GSG-Kinder-Campus 2019

 

Bitte Beachten Sie: Der Kurs Chemie: Komm ins HOG-GSG ist bereits ausgebucht!

 

Zauber und Magie

 

Ein Projekt des Gustav-Stresemann-Gymnasiums in Bad Wildungen in der Zeit vom 05. bis 08. August 2019

  • Neun 4-tägige Workshops für jeweils 10 bis 15 bzw. 20 Kinder (4. bis 7. Klassen, d. h. jetzige 3. bis 6. Klassen)
  • Montag, den 05. August 2019 bis Donnerstag, den 08. August 2019, jeweils 9.00 – 13.00 Uhr (mit Mittagessen)
  • Abschließende Präsentation der Ergebnisse am Donnerstagnachmittag

 

IDEE

In der letzten Woche der Sommerferien verwandeln wir die Schule in eine zauberhafte Akademie, in einen Ort der Wissensproduktion, der Neugier und Kreativität. Schule zauberhaft anders!

 

ZIEL

…ist die individuelle Förderung von Interessen und besonderen Begabungen der Kinder in Bereichen, die im klassischen Curriculum nicht angeboten werden. Hier bekommen sie die Gelegenheit ihrer Neugierde freien Lauf zu lassen, Fragen zu stellen und dabei auch an ihre Grenzen zu stoßen. Sie erfahren, dass Wissenschaft ein fortwährender Denk-Prozess ist, der sich in den jeweiligen Anwendungsformen niederschlägt.

 

HINTERGRUND

für unser Vorhaben ist die Erfahrung, dass Schülerinnen und Schüler mit besonderen Interessen und Begabungen in bestimmten Fachgebieten über das schulische Angebot hinaus gern gefordert werden. Vor etwa sieben Jahren wurden unsere Bemühungen, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, mit dem Gütesiegel für Begabtenförderung vom Hessischen Kultusministerium ausgezeichnet.

 

ZIELGRUPPEN

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler unserer Schule wie auch an Kinder der benachbarten Grundschulen. Dies erfolgt in bester Tradition, denn die Mathematik – AG ist seit Jahren bereits schulformübergreifend angelegt.

 

KOOPERATIONSPARTNER

Nationalpark Kellerwald, Biologie mit Frau Stefanie Schaub.

 

ANMELDUNG

Die Anmeldung erfolgt mittels des beigefügten Anmeldeabschnitts bis zum 19.05.2019. Die Belegung der Kurse erfolgt nach der Reihenfolge der Anmeldungen. Sollte in dem gewählten Kurs kein Platz mehr frei sein, so werden Sie benachrichtigt. Ihr Kind hat automatisch einen Platz in dem gewünschten Kurs, wenn keine Absage erfolgt.

 

KOSTEN

Dank der Unterstützung durch das Kultusministerium wird die Kursgebühr inklusive Mittagessen und Materialien 30, – Euro betragen. Die Kursgebühr ist am 05.08.2019 zu entrichten.

 

Das Programm können Sie dem angehängten Flyer entnehmen: 

 

Bitte die Anmeldung bis zum 19.05.2019 senden an:

Gustav-Stresemann-Gymnasium, Stresemannstrasse 33, 34537 Bad Wildungen

poststelle@gym.badwildungen.schulverwaltung.hessen.de 

 


 

Presseartikel

Auf zum Kinder-Campus des Gustav-Stresemann-Gymnasiums!

05. bis 08. August 2019

 

Das Gustav-Stresemann-Gymnasium bietet in der letzten Woche der Sommerferien besonders interessierten Kindern, die zurzeit die 3. oder 4. Klassen der Grundschule bzw. die 5. oder 6. Klassen einer weiterführenden Schule besuchen, spannende Kurse beim Kinder-Campus mit dem diesjährigen Motto „Zauber und Magie“ an. Es kann aus zehn praktisch orientierten und kreativ gestalteten Kursen gewählt werden. Dabei reicht das Angebot von „Film ab“ über Zauberei bis zum Klettern.

 

Im Fokus der Kurse stehen neben der praktischen Arbeit das gemeinsame Lernen und die Freude am Forschen und Entdecken. Am Ende können die Ergebnisse ausgestellt und von Familie und Freunden bestaunt werden. Ein Highlight hierbei wird der Kurzfilm vom „Film ab“ Workshop sein, der die Tage filmisch festhält.

 

In jedem Kurs werden die Kinder von einem qualifizierten Team aus Lehrern, Pädagogen, Künstlern und Schülern von 9:00 – 13:30 Uhr betreut.

 

Das GSG freut sich auf den Kinder-Campus 2019.

 

 

Kursangebot 2019

Biologie: Der Boggel- das geheimnisvolle Wesen aus dem Buchenwald

Kunst: Textildruck

Informatik: Calliope Mini Programmieren

Informatik: Robotik Lego

Literatur und Kunst: Zauberhafter Tanz der Farben

Film ab!

Klettern

Musik: Mini Revue – „it´s magic“

Chemie: Komm ins HOG-GSG und reise mit uns in die Zauberwelt von Harry Potter (bereits ausgebucht)

Magie: Fire meets magic

Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher diskutiert mit Schülern des GSG über die Europawahl

 

Nachdem das Europäische Parlament keine 24 Stunden zuvor der gerade bei jungen Menschen äußerst unbeliebten Urheberrechtsreform zugestimmt hatte, besuchte Esther Dilcher, Bundestagsabgeordnete für Waldeck und Kassel-Land, das Gustav-Stresemann-Gymnasium, um mit Schülerinnen und Schülern der Q2 über Europa zu diskutieren. Die Politikerin war der Einladung der Fachschaft Politik und Wirtschaft der Schule unter der Leitung von Herrn Dr. Johannes Salzig gefolgt und stellte sich in der Aula den zuvor von einem Schülerteam gesammelten Fragen zu den Themenbereichen Brexit, Migration, Populismus, Umweltschutz, Reformen, Demokratiedefizit und Urheberrechtsreform. 


Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Iris Blum übernahmen die Schülerinnen Melissa Meng, Ani Antonyan und Lolita Peil die Moderation und führten souverän und gut vorbereitet durch die folgenden 90 Minuten. Im Zuge der Veranstaltung mit dem Titel „Europawahl 2019 – Schicksalsjahr für Europa?!“ wurde schnell deutlich, dass viele der über 100 anwesenden jungen Erwachsenen insbesondere die Verabschiedung des Artikels 13 bzw. 17 der Richtlinie über die Lizenzierungspflicht und Uploadfilter scharf verurteilen, weil sie eine Kontrolle und Zensur des Internets befürchten. Frau Dilcher begegnete diesen Bedenken der Schüler sehr verständnisvoll und erklärte, dass sie es selbst für besser gehalten hätte, als Reaktion auf die anhaltenden Proteste gegen das Gesetzesvorhaben noch einmal inhaltlich über den Artikel zu verhandeln. 


Ähnlich emotional wurde das Thema des Umgangs mit populistischen Parteien diskutiert, die bei der bevorstehenden Europawahl ihre Stimmenanteile im Parlament wohl deutlich ausbauen werden. Frau Dilcher berichtete in diesem Zusammenhang von den Erfahrungen mit der AfD im Deutschen Bundestag, die die Politiker der etablierten Parteien vor neue Herausforderungen stelle und Fragen des Umgangs aufwürfen. Ein Schüler aus dem Plenum fragte kritisch nach, wie genau denn nun die Strategie der SPD aussehe, den Populisten im parlamentarischen Betrieb zu begegnen, woraufhin die gelernte Juristin zugestehen musste, dass es keine einheitliche Linie gebe. Gerade diese entwaffnende Ehrlichkeit, nicht für alle komplexen politischen Probleme eine einfache Lösung zu haben, spricht für die Authentizität der Politikerin, die seit 2017 im Bundestag sitzt. 


Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass auch nach dem offiziellen Ende in kleinerer Runde weiter diskutierte wurde und diejenigen Schüler, die sich zuvor besonders stark in die Aussprache eingeschaltet hatten, von Frau Dilcher eingeladen wurden, sich mit ihren Anliegen jederzeit an sie zu wenden und ein Praktikum bei ihr zu absolvieren, was auf großes Interesse bei den Jugendlichen stieß. 
Für die Teilnahme an der Protestbewegung „Fridays for Future“, die auch die Schulgemeinde des Stresemanngymnasiums als UNESCO-Projektschule bewegt, äußerte Esther Dilcher Verständnis, lobte das gesellschaftspolitische Engagement der Jugendlichen und plädierte für mehr Flexibilität der Lehrkräfte im Umgang mit der Verletzung der Schulpflicht.

 

Insgesamt zeigte sich, dass anderthalb Stunden nicht ausreichen, um die Herausforderungen, vor denen die Europäische Union steht, auszudiskutieren. Gleichwohl bestätigte die hohe Beteiligung der Schüler, wie wichtig es ist, politische Vertreter an die Schulen zu holen, um einen Austausch zu ermöglichen und junge Menschen zur aktiven Partizipation zu ermutigen.

 

 

Text: Dr. Johannes Salzig

Fotos: Hayaa Khan, Wiona Reisse

 

Hitzige Debatten beim „Jugend-debattiert“-Schulfinale 2019

 

Streiten will gelernt sein!

 

Dass sie sich auf der Basis von Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft konstruktiv mit unterschiedlichen Argumenten und miteinander auseinander-setzen können, zeigten die Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums auf beeindruckende Weise beim diesjährigen Schulfinale von „Jugend debattiert“.

 

Nachdem sich zahlreiche TeilnehmerInnen aus der Mittel- und Oberstufe in ihren Klassen für den Schulwettbewerb qualifiziert hatten, konnten die Besten vom GSG ihre Fähigkeiten in einem Finale in der Aula unter Beweis stellen.   

 

 

Im Finale der Sekundarstufe I wurde die Frage „Soll privates Silvester-Feuerwerk verboten werden?“ debattiert. Michelle Weksel vertrat die Contra-Position und schaffte es auf den ersten Platz. Sie und ihre Mit-Debattantin Emma Riehl sprachen sich vor allen Dingen aus Gründen des Klimaschutzes gegen private Silvesterfeuerwerke aus. Marc Brüne und Julian Harms vertraten auf der Contra-Seite die Meinung, dass es sich bei Silvesterfeuerwerken um eine Jahrhunderte alte Tradition handle, die es zu schützen gelte. Nach der Debatte waren die Gespräche aber noch nicht abgeschlossen. Das vorher aufmerksam lauschende Publikum war nun so für das Thema interessiert, dass die Debatten in der Pause fortgeführt wurden. So wurde auch die Meinung der ZuschauerInnen der Debatte eingeholt.

 

 

Die Sekundarstufe II beschäftigte sich im Schulfinale mit der Frage „Soll in der EU die Zeitumstellung beendet werden?“. In der hitzigen Debatte kamen die TeilnehmerInnen aus der Q2 nicht zu einer Einigung. Julius Schrauf und Jan-Phillipp Schminke sprachen sich aus Gründen der besseren Passung mit dem natürlichen Biorhythmus des Menschen für die Zeitumstellung aus. Sophie Schäfer und Ole Maiwald befürchteten durch EU-weite Einzelregelungen ein Chaos und sprachen sich deshalb gegen die Abschaffung der Zeitumstellung und für den Bestand der aktuellen Regelung aus. Auf den ersten Rang schaffte es Sophie Schäfer, Julius Schrauf belegte hinter ihr den zweiten Platz, gefolgt von Jan-Philipp Schinke und Ole Maiwald.

 

Die beiden Erstplatzierten des Schulfinales hatten sich damit zugleich für das Regionalfinale qualifiziert, bei dem sie gegen die Gewinner anderer Schulen der Region antraten.

 

Erfreulicherweise konnte sich auch hierbei in der zweiten Altersklasse (Sekundarstufe II) mit Sophie Schäfer eine GSG-Schülerin als Gewinnerin der Region Nordhessen im fairen Wettstreit durchsetzen.

 

Auf Sophie wartet die Landesqualifikation Hessen Nord am 11. April 2019 in Fulda.

 

Von Jannik Schwebel-Schmitt und Annika Höhle

Besuch aus dem Land des Handball-Weltmeisters

 

Zum vierten Mal besuchten Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums aus Bad Wildungen Ende Januar ihre Partnerschule Gymnasium Herning in Dänemark und feierten dieses Jahr sogar gemeinsam den Sieg der dänischen Mannschaft beim Finale der Handball-Weltmeisterschaft. Nun erfolgt der Gegenbesuch der dänischen Schule.

 

Dieses Mal startete der Austausch mit einem besonderen Highlight! Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler als auch Lehrer haben gemeinsam den dänischen Sieg bei der Handball-Weltmeisterschaft gefeiert. „Wir waren beim Finale in Herning quasi live dabei, wir haben in den Familien gemeinsam das Spiel geschaut. Die Stimmung in der Stadt war toll! Nur ein Finale Deutschland-Dänemark wäre uns natürlich noch lieber gewesen, auch wenn die Dänen eindeutig gewonnen hätten. Die dänische Mannschaft war einfach unglaublich stark!“ konstatiert Dr. Inge Gerding, die den Besuch dieses Jahr zusammen mit ihrem Kollegen Norman Weiler begleitet hat.

 

Das eigentliche Ziel für die Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums bestand aber wieder darin zu erleben, wie ihre Austauschpartner im Oberstufen-Gymnasium Herning digital arbeiten und wie dies Unterricht und Schule verändert. Und wie immer war die Begeisterung und Faszination auf Seiten der deutschen Schüler und Lehrer groß. „Der blitzschnelle und sichere Umgang mit Laptops und Programmen erstaunt uns immer wieder, so eine Kompetenz im Umgang mit den digitalen Medien sind wir bei Schülerinnen und Schülern nicht gewöhnt. Auch lässt das Arbeiten mit Computern eine ganz andere Kreativität zu. Davon sind wir noch weit entfernt, auch wenn wir schon aufgeholt haben und kontinuierlich daran arbeiten.“ berichtet Norman Weiler, der den Austausch dieses Jahr erneut koordiniert hat.

 

Aber auch spielerische Elemente kamen im Unterricht nicht zu kurz. So zeigte zum Beispiel die dänische Kollegin Dr. Romana Stoubæk, die den Austausch auf dänischer Seite koordiniert, wie man kleine Erklärvideos für den Unterricht erstellen kann. Dies wird in Dänemark manchmal als andere Form der Hausaufgabe eingefordert. Aber natürlich stand auch das gemeinsame Miteinander und der Ausflug nach Aarhus wieder mit im Zentrum des Austausches. „Es ist immer wieder wunderbar zu erleben, wie gut sich die Schülerinnen und Schüler verstehen. Nach den schönen Tagen in Herning freuen wir uns nun auf den Gegenbesuch vom 27.-30. März! Leider fällt er aus schulorganisatorischen Gründen dieses Jahr etwas kürzer aus, aber wir werden die Zeit nutzen, um unsere Freunde aus Dänemark willkommen zu heißen und ihnen die Attraktionen Nordhessens zu zeigen.“ freuen sich die Teilnehmer und Organisatoren des Austausches. Auf dem Programm stehen neben dem Besuch des Unterrichts eine Stadtrallye durch Bad Wildungen und ein Exkursionstag nach Kassel mit Besuch des Bergparks sowie der Grimmwelt und abschließendem Abendessen im Waffelhaus in Bad Wildungen. „Und dann beginnen bald schon wieder die Vorbereitungen für nächstes Jahr, wenn sogar 35 dänische Schüler uns besuchen wollen. Es freut uns, dass Deutsch an unserer Partnerschule weiter an Beliebtheit gewinnt. Vielleicht liegt es ja auch ein bisschen an unserem Austausch.“ hoffen die Organisatoren.

 

Bilder der Sieger im Regionalfinale Jugend debattiert 2019

Ein Geheimnis liegt in der Luft – beim Vorlesewettbewerb am Gustav-Stresemann-Gymnasium

 

Carlotta Leonhardt wird Schulsiegerin am Gustav-Stresemann-Gymnasium und gewinnt den Kreisentscheid in Frankenberg.

 

„Nur Kinder können beim Lesen Wunder bewirken“ (Astrid Lindgren) – so wie Carlotta Leonhardt aus der 6b, die nun auch den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs gewann. 

 

Alles begann im Dezember 2018, als sich das Stresemann-Gymnasium – wie jedes Jahr – am Vorlesewettbewerb beteiligt hat, der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken und Schulen organisiert wird. Er gehört zu den größten Schülerwettbewerben. Die Leseförderungsaktion soll Kinder ermutigen, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen.

 

Die Teilnehmer des Schulfinales lasen jeweils einen vorbereiteten Ausschnitt aus einem selbst gewählten sowie einen Ausschnitt aus einem unbekannten Buch. Die Jury achtete auf Lesegeschwindigkeit und Lautstärke, auf die Betonung und auf das Vermögen, sich in die Personen und Handlung des Buches hineinzuversetzen. Am Ende war klar: Alle Teilnehmer, die sich im Wettbewerb in ihrer Klasse durchgesetzt hatten, sind große Bücherfreunde und Experten im Lesen, sodass die Entscheidung nicht leicht war. Schließlich kürte die Jury Carlotta Leonhardt zur Schulsiegerin, knapp gefolgt von ihrer Klassenkameradin Miriam Keller, die den zweiten Platz belegte.

 

Am 12. Februar 2019 traten neun Schulsieger des Landkreises in Frankenberg vor einer sechsköpfigen Jury beim Kreisentscheid gegeneinander an. Sie lasen – wie zuvor beim Schulfinale – eine Passage aus einem selbstgewählten Buch – Carlotta hatte einen Ausschnitt aus dem Roman „Die Duftapotheke – Ein Geheimnis liegt in der Luft“ vorbereitet – und in einem zweiten Durchgang einen vorgegebenen Fremdtext. Auch diese Hürde nahm Carlotta souverän und erzielte den ersten Platz. Als Preise erhielt sie zwei Bücher sowie einen Buchgutschein.

 

Dass wir auch bzw. gerade in einer veränderten Medienwelt auf das Lesen nicht verzichten können, dass Lesen Freude macht und die Phantasie beflügelt, ist ganz sicher eines der größten Geheimnisse, das dieser Wettbewerb einmal wieder offenbart hat.

Wir wünschen Carlotta viel Erfolg bei ihren Vorbereitungen für den Bezirksentscheid am 18. März und hoffen auf ein drittes Vorlesewunder.

 

Carlotta und ihre Freundin Miriam, die zur Unterstützung mitreiste, beim Schmökern in der Frankenberger Stadtbücherei. 

 

Barbara Jericho

Austausch mit Südkorea wieder aufgenommen: Delegation der Seoul National University (SNU)  zu Gast am GSG

 

Nach einer fünfjährigen Pause kehrte Professor Seong, der deutsche Sprachwissenschaft am College of Education der Seoul National University (SNU) lehrt, in Begleitung von fünf Studenten und seiner Assistentin Ende Januar an das Gustav-Stresemann-Gymnasium zurück, um den auf einen Kooperationsvertrag aus dem Jahre 2009 zurückgehenden Austausch von Schülern, Lehrern und Studenten wieder aufzunehmen.  

 

Die beiden Tage, die die südkoreanische Delegation in Bad Wildungen verbrachte, boten ein volles, vielfältiges Programm, das Gesprächsanlässe schaffte und Vergleichsmöglichkeiten zwischen den unterschiedlichen Bildungssystemen eröffnete. 

 

Nach einer Begrüßung durch die Schulleiterin Iris Blum übernahm die Englisch- und Geschichtslehrerin Julia Bohn die Vorstellung der Schule mithilfe eines englischsprachigen Vortrags, an den sich eine zweisprachige Führung durch das GSG anschloss. Danach besuchten die südkoreanischen Gäste an zwei Vormittagen Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte, Mathematik, Religion, Kunst und Politik und Wirtschaft. Damit erhielten sie genügend Eindrücke, um in einer von Frau Bohn und Frau Blum moderierten Diskussionsrunde, an der auch die Fachbereichsleiterin des sprachlichen Aufgabenfeldes Frau Claudia Weiß, der UNESCO-Schul- und Landeskoordinator Johannes Salzig sowie Schülerinnen und Schüler des GSG aus der 9. Klasse und der Oberstufe teilnahmen, weiterführende Fragen zu ihren Beobachtungen zu stellen. Schnell entwickelte sich ein interessanter und erkenntnisfördernder Austausch, der letztlich zeigte, wie verschieden die Schulsysteme in Südkorea und Deutschland sind, wenngleich auch manche Gemeinsamkeit festgestellt wurde. So war den Studenten insbesondere aufgefallen, dass am GSG viele offene Unterrichtsformen praktiziert werden und Unterrichtsgespräche zwischen Lehrern und Schülern eine wichtige Rolle spielen, während in Südkorea zum Teil deutlich mehr Lernende in einer Klasse sitzen und eine geringere Beteiligung durch die Schüler zu verzeichnen ist. 

 

Am zweiten Tag ihres Besuchs hatte die südkoreanische Delegation neben der Unterrichtshospitation noch die Möglichkeit, den im Rahmen des Stasi-Projekttages der Q3 eingeladenen Zeitzeugen Karl-Heinz Richter kennenzulernen, der von seinem Widerstand gegen das SED-Regime berichtete. Auf dieser Grundlage konnten im weiteren Verlauf Parallelen zwischen der deutschen und der koreanischen Teilung gezogen werden.   Nach einem gemeinsamen Ausflug zur Wandelhalle am Nachmittag, der auch dazu genutzt wurde, im Quellendom die wichtigsten Heilwässer Bad Wildungens zu probieren, kamen alle Beteiligten am Abend zu einem Abschlussessen zusammen, um den Austausch zu resümieren. Frau Blum nutzte die Gelegenheit, um den Gästen aus Südkorea für ihren gewinnbringenden Besuch zu danken und ihnen eine neuerliche Einladung auszusprechen. 

 

Bad Wildungen, den 10. Februar 2019

 

Text: Dr. Johannes Salzig

Tagsüber Sonne und Schnee, Abends  Rodeln und Tiroler Geschichte – Der Ski- und Snowboardlehrgang des Gustav-Stresemann-Gymnasium zu Gast im Stubaital

 

Einer über 30-jährigen Tradition folgend, fuhren 81 Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe mit neun Lehrern und Betreuern Ende Januar für eine Woche zum Ski- und Snowboardlehrgang ins Tiroler Stubaital.

 

Die Fortgeschrittenen und „Profis“ fuhren die ganze Woche auf den bis zu 3200m. eisigen Höhen des Stubaier Gletschers. Bei Temperaturen bis zu -20 Grad war der Schnee hervorragend, das Unterrichten erforderte teilweise einen echten Durchhaltewillen, gute Handschuhe sowie einen guten Gesichtsschutz. Die Anfängergruppen übten das Gleichgewicht auf den Skiern, die ersten Kurven und das gekonnte Fallen im kleineren „Hausgebiet“ der Serleslifte in Mieders bei angenehmen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die letzten beiden Skitage konnten auch die Anfänger die gewaltigen Dimensionen des Gletscherskigebietes kennenlernen. Die Lernerfolge, besonders der Anfängergruppen, verblüfften die Skilehrer: nach vier Skitagen sausten die meisten Schüler, die noch nie zuvor auf den Brettern standen, die teilweise anspruchsvollen Pisten des Stubaitals scheinbar mühelos und in rasantem Tempo hinunter. Die Skilehrer, die anfangs häufig motivieren und anfeuern mussten, waren nun häufig gezwungen, die Schüler mit Kommandos wie „langsam“ oder „vorsichtig“, zu bremsen.

 

Alle Gruppen trafen sich ab ca. 17h im Hotel wieder. Nach dem Abendessen standen bei vielen Ski- und Snowboardgruppen die Reflexion des Tages oder Technikanalysen mithilfe von gedrehten Videos oder Fotos an.

 

Ein Höhepunkt der Fahrt war das einmalig angebotene Abendrodeln. Über 50 Schülerinnen und Schüler machten sich nach dem Abendessen auf den Weg zur nahgelegenen beleuchteten Seilbahn. Dort wurden die Rodel in Empfang- und mit auf die Bergfahrt genommen. Oben angekommen gaben die Lehrer die acht Kilometer lange Rodelbahn in kurzen Abständen für die Schüler frei. Die Einsitzer oder Doppel rasten nun auf der stellenweise eisigen und nur teilweise beleuchteten Bahn ins Tal. Als auch der letzte Rodel, gefolgt von dessen unverletzten Rodlerinnen durch Applaus der wartenden Schülermenge im Tal empfangen wurde, atmeten vor allem die mitgerodelten- und natürlich ebenfalls mehfach gestürzten Lehrer glücklich auf.

 

Am folgenden Abend fand ein „historischer Abend“ statt. Sport- und Geschichtslehrer Hr. Gläser-Hoede erarbeitete mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Ereignisse rund um den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938. Besonders die Zeitzeugenaussagen aus der Region Tirol standen im Zentrum der Arbeit. Im Folgenden wurden Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime am Beispiel der „Operation Green Up“ thematisiert:  Fred Mayer, Hans Wijnberg und Franz Weber, US-Agenten und ein desertierter Wehrmachtsoffizier, wurden im Februar 1945 über einem Stubaier Gletscher abgesetzt und sorgten unter ständiger Lebensgefahr durch ihre Aktionen für eine Störung des Eisenbahnverkehrs über den Brenner und bewahrten letztendlich die Zivilisten Innsbrucks vor der Bombardierung durch die Alliierten.

 

Nach einer ereignisreichen Woche kehrten die Schüler nach Bad Wildungen zurück. Außergewöhnlich war die Tatsache, dass es, abgesehen von einigen blauen Flecken, erstmals in der jüngeren Vergangenheit überhaupt keine ernsthafte Verletzung zu beklagen gab. „Die Wildunger Schüler, Lehrer und Schutzengel haben einen guten Job gemacht“, bemerkte der Fahrtleiter, Hr. Gläser-Hoede abschließend.

Mit dem Tablet den Bergpark Wilhelmshöhe erkunden

UNESCO-AG des Stresemanngymnasiums testet neues Workshopangebot

 

Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der UNESCO-AG des Gustav-Stresemann-Gymnasiums Ende August vergangenen Jahres den Bergpark Wilhelmshöhe bereits mit GPS-Geräten erkundet hatten, kehrten sie nun ein halbes Jahr später in das Kasseler Weltkulturerbe zurück, um ein neues Workshopangebot der Museumslandschaft Hessen Kassel zu testen. Entwickelt und vorbereitet wurde das Tabletprojekt von einem Team um Sabine Buchholz, die den Bereich Bildung und Vermittlung der Museumslandschaft Hessen Kassel leitet. Der Verein „Bürger für das Welterbe Kassel“, dessen Vorsitzende Brigitte Bergholter zusammen mit ihrer Stellvertreterin Brigitte Noll und weiteren Vereinsmitgliedern den neuen Workshop interessiert begleitete, unterstützte die besondere Veranstaltung, indem es u. a. das gemeinsame Mittagessen für die Schülerinnen und Schüler organisierte.

 

 

Der winterliche Bergpark bot bei strahlendem Sonnenschein ideale Bedingungen, um ihn mit Tablets zu erforschen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Buchholz, Volontär Florian Winkler und Max Holicki, der Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel mit den Schwerpunkten Trickfilm sowie Bildende Kunst und Kunstwissenschaften studiert, erhielten die Teilnehmer ein Tablet, auf dem Bergparkpläne und Infomaterialien zu finden waren. Schnell waren die zentralen Apps für die weitere Nutzung erklärt, sodass die Schüler direkt erste Fotos von ihrer Umgebung vor dem Schloss aufnehmen konnten, die sie anschließend bearbeiten sollten. Danach startete die Gruppe eine Tour durch den Bergpark mit Stationen vor dem Gewächshaus, am Fontänenteich, vor dem Aquädukt und schließlich der Unterwelt. Frau Buchholz gab jeweils einen kurzen inhaltlichen Impuls zur Geschichte, bevor die Schüler einen kreativen Auftrag bekamen, den sie mit ihren Tablets bearbeiten sollten. Die dabei entstehenden Bilder vom Bergpark dienten als Vorlage für die später zu erstellenden kleinen Filmsequenzen. Die teilnehmenden Schüler der UNESCO-AG erwiesen sich schnell als Naturtalente im Umgang mit den Tablets und den zu nutzenden Programmen. Zielstrebig, motiviert und neugierig entdeckten sie das Weltkulturerbe digital.

 

Im Anschluss an die Materialsammlung setzte die Gruppe ihre Arbeit in einem vorbereiteten Raum in der Alten Post fort. Max Holicki erklärte zielgruppengerecht die Möglichkeiten von Stop Motion und Flipaclip, woraufhin sich die Schüler schnell für eine Methode der Filmerstellung entschieden und in Gruppen eigene Werke in Szene setzten. Einige wechselten zwischen den Methoden und erarbeiteten zwei oder mehr kreative Filmsequenzen an den präparierten Sets zu Themen, die zu der Geschichte und den Bildern des Bergparks passten.

 

Zuletzt präsentierten die Teilnehmer stolz ihre kleinen Filme, zu denen sie in Teilen sogar Tonspuren produziert hatten, und erklärten den interessierten Zuschauern die Handlung und ihre Motivation. Die abschließende Evaluation zeigte, dass der getestete Tablet-Workshop auf einhellige Begeisterung stieß. Obwohl es noch kleinere technische Schwierigkeiten gab, die für eine Generalprobe nicht ungewöhnlich sind, waren die Rückmeldungen für das Team um Sabine Buchholz durchweg positiv. Sie sollten die Veranstalter bestärken, dieses Projekt weiterzuverfolgen und auch anderen interessierten Gruppen anzubieten.

 

Bad Wildungen, den 5. Februar 2019

Text und Bilder: Dr. Johannes Salzig

 

Pressemitteilung Mathematikwettbewerb des Landes Hessen 2018/2019


Olivia Asel ist Schulsiegerin des diesjährigen Mathematikwettbewerbs der 8. Klassen.
Nach der Korrektur der Arbeiten wurden nun die Schulsieger ermittelt. Den ersten Platz belegt Olivia
Asel (8c). Auf den nächsten Plätzen befinden sich: Jona Krummel (8a) als Zweitplatzierter, Louisa
Löber (8c) als Dritte und Jan Becker (8d) auf dem vierten Platz. Die Platzierungen liegen mit nur
jeweils einem halben Punkt Unterschied sehr eng beisammen.


Der Mathematikwettbewerb wurde in diesem Schuljahr zum vierten Mal in Folge wieder im Modus
„Gesamtteilnahme“ geschrieben. Dies bedeutet, dass er als Klassenarbeit gewertet wurde und die
für die Jahrgangsstufe 8 vorgeschriebene Vergleichsarbeit darstellte. Die Aufgaben stammten auch in
diesem Jahr aus den Bereichen Bruchrechnung, Prozentrechnung, Geometrie und Algebra und
enthielten Stoff aus dem gesamten Mathematikunterricht seit der 5. Klasse. Es gab acht
Pflichtaufgaben, die alle Schülerinnen und Schüler lösen mussten. Von vier Wahlaufgaben waren
zwei von den Schülerinnen und Schülern zu lösen. Die unterrichtenden Mathematiklehrerinnen und
Mathematiklehrer hatten ihre Klassen ganztägig an drei Methodentagen im Oktober sowie Anfang
Dezember intensiv vorbereiten können, indem sie Wettbewerbsaufgaben aus vorherigen Jahren
bearbeiteten und auch als Hausaufgaben erteilten.


Die Lehrkräfte wünschen nun den vier Schulsiegern für die 2. Runde des Wettbewerbs am 7. März
2019 in Korbach alles Gute und viel Erfolg.

Badminton Schulturnier der 8. Klassen

 

Der Jahrgang 8 des Gustav-Stresemann-Gymnasiums hat am 25.01.2019 am Badminton Turnier teilgenommen. Die schulinternen Meisterschaften fanden von der ersten bis zur sechsten Stunde statt und brachten die Schüler und Schülerinnen aller vier Klassen zum Schwitzen. Runde um Runde spielten die Kinder in insgesamt 96 Spielen. Bei den zwei spannenden Finalspielen um Platz eins und drei in der Einzelwertung konnten dann alle Schülerinnen und Schüler zuschauen. Die Sportlehrkräfte Herr Papenfuß, Frau Stern und Herr Gerding betreuten das Turnier und behielten die Übersicht über Spielpläne und Punkte. 

 

Zum Schluss gab es ein knappes Ergebnis: Die Klasse 8d gewann mit 52 Punkten und bekam einen Pokal von Schulleiterin Frau Blum überreicht. Die Klasse 8b belegte mit 48 Punkten nur knapp dahinter den zweiten Platz, die 8c landete auf Platz drei und die 8a auf Platz 4. Frau Stern hob bei der Siegerehrung noch einmal hervor, dass die Teilnahme am Turnier im Vordergrund stehe und nicht der Gewinn.

 

In der Einzelwertung belegten Julius Köhler und Sebastian Buschmann aus der Klasse 8d den ersten Platz, Julius Engemann und Jonathan Freitag, ebenfalls aus der Klasse 8d, schafften es auf Platz zwei. Ben Schubert und Lukas Böhnert aus der 8b spielten sich auf Platz drei. 

 

Annika Höhle

Theaterbesuch der Einführungsphase

Die Weihnachtsgeschichte im Kasseler Staatstheater

 

Die Einführungsphase des GSG hat sich Anfang Dezember 2018 auf den Weg nach Kassel gemacht, um sich die Weihnachtsgeschichte A Christmas Carol, gespielt von der American Drama Group, anzuschauen. Tutorin Frau Dr. Gerding, Frau Pusik, Frau Funk, Sprachassistentin Frau Lueders und Englischlehrerin Frau Höhle haben den Kurs begleitet.

 

Vor dem Besuch des Theaterstücks hat sich die Gruppe schon einmal auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt in vorweihnachtliche Stimmung gebracht. Dort haben wir bei Crêpes und gebrannten Mandeln nette Gespräche geführt und besonders frühe Vögel haben bereits die ersten Weihnachtsgeschenke besorgt. Nur der Schnee hat noch zur perfekten Stimmung gefehlt, stattdessen mussten wir mit Regen Vorlieb nehmen.

 

Das berühmte Weihnachtsmärchen von Charles Dickens erzählt die Geschichte von Ebenezer Scrooge, der in der Weihnachtsnacht vom geizigen und verbitterten Mann zum guten Menschen wird. Der Wandel vollzieht sich, nachdem ihn drei Geister auf eine Reise in seine weihnachtliche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begleiten. So werden Scrooge das eigene Verhalten und dessen Konsequenzen schmerzlich vor Augen geführt, was schließlich für den Sinneswandel sorgt. Da das Theaterstück von englischen Muttersprachlern aufgeführt wurde, haben wir neben einem ethischen Denkanstoß auch unsere fremdsprachlichen Kompetenzen gefördert.

 

Hier noch einige Schülermeinungen zum Abend in Kassel: 

 

 

Das Theaterstück hat mir gezeigt, Zeit mit Familie, Freunden und Mitmenschen zu schätzen und dankbar dafür zu sein.

 

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt nach Kassel zu fahren, es war ein absolutes Highlight!

 

Selbst wenn man nicht sehr gut in Englisch ist, war das Theaterstück gut verständlich.

 

Es war sehr kreativ umgesetzt und gut dargestellt. Außerdem gab es trotz der ernsten Botschaft viele lustige Momente.

 

Die Geschichte war sehr schön und die Schauspieler haben sie toll gespielt.

 

Das Theaterstück war witzig und hat Spaß gemacht. Ich würde es weiterempfehlen und noch einmal daran teilnehmen.

 

Annika Höhle

70 Jahre Menschenrechte

 

UNESCO-AG des Gustav-Stresemann-Gymnasiums feiert 70 Jahre Menschenrechte

 

In der UNESCO-AG des Gustav-Stresemann-Gymnasiums, das mitarbeitende UNESCO-Projektschule ist, ist die Beschäftigung mit Demokratieerziehung und Menschenrechtsbildung seit ihrem Bestehen von zentraler Bedeutung. In diesem Kontext bildet der Tag der Menschenrechte, der Gedenktag zur am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, einen wichtigen Referenzpunkt und dient seit Jahren als Anlass, das Thema Menschenrechte beispielsweise im Rahmen von Ausstellungen im Foyer der Schule oder durch die Teilnahme am Briefmarathon von Amnesty International in den Blick zu nehmen. Die Erklärung ist ein Meilenstein in der Geschichte der Menschenrechte und hat bis heute nichts an Aktualität verloren: Gleichheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde sind universelle Werte – heute wie damals vor 70 Jahren.

 

Das Jubiläumsjahr 2018 bot den 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der UNESCO-AG die Chance, die Menschenrechte mit einigen besonderen Veranstaltungsangeboten zu feiern und ihre Prinzipien und Standards zu bekräftigen. Denn auch heute werden die Menschenrechte vielerorts fundamental bedroht. Die weltweit größte Bewegung, die für die Menschenrechte eintritt, ist Amnesty International. Ihre Kampagnen und Aktionen basieren auf den Grundsätzen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und werden hauptsächlich durch das freiwillige Engagement ihrer Mitglieder getragen.

Am 5. Dezember kam der ehemalige Verwaltungsrichter Dr. Michael Müller-Schwefe ans GSG, um als Mitglied der Kasseler-Amnesty-Gruppe einen Workshop abzuhalten. Herr Müller-Schwefe war selbst jahrelang mit dem Asyl- und Flüchtlingsrecht beschäftigt und deshalb prädestiniert, seine im Rahmen dieser Tätigkeit gesammelten Erfahrungen mit den Schülern zu teilen.

Auf der Basis eines Ausschnitts einer Dokumentation über die Foltergefängnisse in Syrien berichtete Herr Müller-Schwefe über die Wege der Flüchtlinge und sodann über seine Zeit als Helfer auf der griechischen Insel Chios, auf der im Sommer 2015 täglich 1000 Flüchtlinge ankamen. Im weiteren Verlauf erarbeiteten die Schüler mithilfe passender Menschenrechtsartikel aus der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte Antworten auf die Frage, was Menschenrechte mit ihnen selbst zu tun haben.

 

Wenige Tage später, am 10. Dezember 2018, feierte Hessen nicht nur den Internationalen Tag der Menschenrechte, sondern auch den mittlerweile 11. Hessischen Demokratietag unter dem Motto „Aufstehen für Demokratie – Einstehen für Menschenrechte“ an der Otto-Hahn-Schule in Hanau. Dort erwartete die 21 Schüler der UNESCO-AG ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Am Vormittag fand u. a. ein Podiumsgespräch mit dem hessischen Kultusminister Prof. Lorz statt, in dem es um die demokratische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und die Vermittlung ihrer Rechte an der Schule ging. Das Marburger fast forward theatre improvisierte über die angesprochenen Themen, baute Zurufe und von den Teilnehmern im Vorfeld erbetene schriftliche Eingaben in seine Aufführung mit ein und sorgte damit für beste Unterhaltung. Das Vormittagsprogramm endete mit einem Vortrag von Mirko Drotschmann, der als MrWissen2go auf einem erfolgreichen YouTube-Kanal gesellschaftspolitische und geschichtliche Themen aufgreift und erklärt und sich unter den Schülern großer Beliebtheit erfreut. Nach seinem kurzweiligen und informativen Referat über die Geschichte der Kinder- und Menschenrechte standen viele Teilnehmer lange an, um ein Selfie mit dem Journalisten und Video-Blogger machen zu können.

UNESCO Friedens-Cup 2018

Doppelpässe, Tore und Fußball ohne Schiedsrichter– das Gustav-Stresemann-Gymnasium nimmt am UNESCO-Friedenscup  in Rodgau teil

 

Mittwochmorgen, 7.50h: auf dem Schulhof des Gustav-Stresemann-Gymnasiums versammelt sich die Fußball-Delegation, sechs Schüler der Jahrgangsstufen acht und neun, um der Einladung der UNESCO nach Rodgau zu folgen. Das Gustav-Stresemann-Gymnasium gehört seit kurzer Zeit, initiiert durch den Lehrer Dr. Johannes Salzig, zu Deutschlands UNESCO-Schulen; daher nahm die Schulmannschaft nun erstmalig teil. Die Stimmung war gut, denn Kicken statt Unterricht war für die Jugendlichen, unabhängig vom erhofften sportlichen Erfolg, bereits ein Grund zur Freude. Der Veranstalter sorgte mit einem vorab geschickten Foto des überdimensional großen Siegerpokals für den nötigen sportlichen Ehrgeiz.

 

Nach zwei Stunden erreichte der Kleinbus die Sporthalle in Rodgau. Insgesamt sechs Teams aus dem Rhein-Main-Gebiet, Wetzlar und Hofgeismar wurden kurz darauf von der Schulleiterin der gastgebenden Heinrich-Böll-Schule herzlich begrüßt. Für eine Überraschung sorgte die Turnierleitung durch die Information, dass ohne Schiedsrichter gespielt werde, da das Turnier unter der Schirmherrschaft der UNESCO die Werte Respekt, Toleranz, Frieden und Gerechtigkeit auch im sportlichen Rahmen umsetzen soll. Lediglich in schwierigen Situationen würde die Turnierleitung eingreifen. Es stellte sich bei vielen Betreuern die Frage, ob dieses, im Kinderfußball praktizierte Modell, auch bei 14 bis 16-jährigen Spielern mit ständigem Blickkontakt zum tatsächlich riesigen Pokal funktionieren kann oder ob Siegeswillen und der Kampfcharakter des Spiels einen Schiedsrichtereinsatz unersetzbar machen würden.

 

Unsere junge Mannschaft eröffnete das Turnier und gewann 3:0 gegen Frankfurt. Das Spiel verlief fair – und hätte das Turnier nun geendet, stünde der Pokal nun im Stresemann-Gymnasium.  Es folgten jedoch noch vier weitere Spiele, deren Gewinner leider zumeist unsere Gegnermannschaft war, sodass wir uns letztendlich mit dem fünften Platz begnügen mussten.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Modus, ohne Schiedsrichter zu spielen, zumeist erfolgreich verlief. Zwar wurde häufig weitergespielt, wo normalerweise die Pfeife des Schiedsrichters ertönt wäre, jedoch nahm der Großteil aller Spieler, trotz des Kampfes um den Sieg und die Punkte, die Verantwortung für die Einhaltung der Regeln ernst – und das sorgte bei den Betreuern für viel Lob für die jungen Sportler.

Auf der Rückfahrt nach Bad Wildungen überwog, trotz des überschaubaren sportlichen Erfolges, die Freude, an einem schönen Turnier teilgenommen und zugleich eine wichtige Organisation unterstützt zu haben. Bei der Ankunft am frühen Abend stand für die Spieler und den Betreuer, Florian Gläser (Schulsportleiter des GSG), fest, dass das Team im kommenden Jahr erneut teilnehmen wird und der Pokal dann am Ende des Turniers seinen Weg nach Bad Wildungen finden soll.

 

 

Florian Gläser

Aktion „Deckel drauf“

 

Im Rahmen des Adventsmarktes am 30. November startete die Aktion „Deckel drauf“ (s. Deckel drauf) am Gustav-Stresemann-Gymnasium. Bei „Deckel drauf“ handelt es sich um einen u. a. von den Rotariern gegründeten Verein, der durch die Sammlung von Kunststoffdeckeln aus hochwertigen Kunststoffenund mit dem anschließenden Verkaufserlös das Programm „End Polio Now“ unterstützt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, dass kein Kind mehr an Kinderlähmung erkranken soll. 


Eine solche Sammelstelle für die Kunststoffdeckel wurde nun von Schulleiterin Iris Blum, Dirk Monstadt vom Rotary Club Bad Wildungen-Fritzlar und Dr. Johannes Salzig, Initiator und UNESCO-Schul- und Landeskoordinator, im Foyer vor der Mensa des GSG eröffnet und mit ersten Flaschendeckeln gefüllt.

 

Fortan können in die aufgestellte Box gesammelte Kunststoffdeckel von Ein- und Mehrwegflaschen, Getränkekartons oder auch das gelbe Überraschungsei eingeworfen werden. Volle Boxen werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der UNESCO-AG der Schule zu einer zentralen Lagerstelle gebracht und dort geleert. 

Tag der offenen Tür am Gustav-Stresemann-Gymnasium

 

Für die Viertklässler und deren Eltern steht demnächst eine wichtige Entscheidung an: Auf welche weiterführende Schule soll das Kind nach den Sommerferien gehen?


Um bei der Entscheidungsfindung zu helfen, lädt das Gustav-Stresemann-Gymnasium Bad Wildungen alle interessierten Eltern und Kinder zu einem Tag der offenen Tür am Samstag ein.
Dabei können sich Eltern mit ihren Kindern über den Schulwechsel nach der Klasse 4 informieren. Ab 10 Uhr heißt die Musikklasse 6 des GSG unter Leitung von Rene Beigang die Kinder und ihre Eltern musikalisch willkommen. Dann gibt die Schulleiterin einen Überblick über die vielfältigen schulischen Angebote am GSG.
Anschließend werden die Eltern und Kinder in Kleingruppen aufgeteilt. Die Kinder werden von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe bei einem Rundgang durch die Schule geführt, wo auch das Schulleben durch Schnupperunterricht anschaulich gemacht wird. Auch die Eltern haben die Gelegenheit, die Schule zu besichtigen und mit Mitgliedern der Schulleitung sowie mit Vertretern aus dem Schulelternbeirat alle anstehenden Fragen zu besprechen. So bekommen Kinder und Eltern einen sehr praktischen Einblick in das Schulgeschehen am Gustav-Stresemann-Gymnasium. Um die jüngeren Geschwister der Viertklässler kümmert sich eine Gruppe von Lehrinnen, die mit den Kindern malen oder Spiele für diese vorbereitet haben.
Zum Schluss werden alle zu Kaffee, Kuchen und Brezeln in die Schulmensa eingeladen, wo auch noch Zeit zum Austausch mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen sowie Kollegen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums gegeben ist.


Bei Fragen zum Tag der offenen Tür am GSG oder zum Übergang Grundschule/ Gymnasium steht Ihnen die Schulleitung des GSG gerne zur Verfügung (05621-2432).

Austauschschüler aus Ecuador in Bad Wildungen

 

Auch in diesem Jahr findet wieder ein Schüleraustausch mit einer deutschen Schule in Ecuador statt. Dies sei der sechste Austausch in Folge, so Manuela Brüggemeier, Lehrerin am Gustav-Stresemann-Gymnasium.

Zum Auftakt des Austausches begrüßt Bürgermeister Ralf Gutheil im Bad Wildunger Rathaus die Austauschschülerinnen -und Schüler aus Ecuador.

Ab der kommenden Woche (47. KW) befinden sich dann unsere Schülerinnen- und Schüler für zwei Monate in Südamerika.

 

 

Hier geht’s zum vollständigen Video des Eder-Dampfradio’s

FranceMobil zu Gast am Gustav-Stresemann-Gymnasium

Das FranceMobil ist wieder on Tour: Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und das Institut français Deutschland haben mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung im September den Startschuss gegeben für zwölf französische Lektorinnen und Lektoren, die mit ihren Renault Kangoos ein Jahr lang durch das Land fahren, um Schülerinnen und Schüler spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern. 

Auch das Gustav-Stresemann-Gymnasium holte das begehrte FranceMobil an die Schule. So konnten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 in den Genuss kommen, mehr über die französische Sprache und ihre Verbreitung in der Welt sowie über die Kultur des Nachbarlandes zu erfahren – und das spielerisch. „Wir sind froh mit FranceMobil eine attraktive Möglichkeit bekommen zu haben, Französisch als Fach zu präsentieren“, so der Koordinator des FranceMobil-Besuchs, Jannik Schwebel-Schmitt im Gespräch mit Laurine Sarazin, der jungen Sprachassistentin, die  in Hessen unterwegs ist. Sie besucht hier seit September Schulen und Ausbildungsstätten.

Innerhalb von Minuten gelingt es der 23jährigen Französin, den Kontakt mit den Kindern herzustellen und sie zum Mitmachen und (Nach-)Sprechen erster kurzer Sätze auf Französisch zu animieren, auch wenn nicht jeder gleich versteht, was er da sagt. Schließlich wird nichts auf Deutsch erklärt. Aber mit ein wenig Gestik und Mimik wird schnell klar, was „Je m’appelle“ oder „Je suis une fille“ bedeuten. Am Ende, als die junge Französin doch noch etwas auf Deutsch sagt, wundern sich daher die Schülerinnen und Schüler: „Sie können ja auch deutsch sprechen!“ Laurine Sarazin lächelt und erzählt ein wenig von sich. Sie hat bereits während ihres Studiums der Erziehungswissenschaften an Austauschbegegnungen in Deutschland teilgenommen und erste Berufserfahrungen als Fremdsprachenassistentin an Gymnasien in Münster gesammelt. Dann will sie sich verabschieden, um sich auf den Weg zu ihrem nächsten Einsatzort zu machen. Doch vorher wird sie noch zu einer typisch französischen Spezialität eingeladen: Heute gibt es Crêpes. Zwei Französischlehrerinnen der Schule, unterstützt von Schülern aus höheren Klassen, erwarten den Ansturm der hungrigen Sechstklässler.      

Das Programm FranceMobil wurde 2002 von der Robert Bosch Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. Die Renault Deutschland AG stellt die Fahrzeuge zur Verfügung, mit denen die Lektorinnen und Lektoren Kindergärten, Grund-, Real- und Berufsschulen sowie Gymnasien in ganz Deutschland ansteuern. FranceMobil steht unter der Schirmherrschaft des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und des französischen Ministers für Bildung. 

 Die Programme FranceMobil in Deutschland und sein Pendant mobiklasse.de in Frankreich wurden 2004 für ihr vorbildliches Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet. 

Azubis gestalten den Unterricht

Azubis gestalten den Unterricht

 

BAD WILDUNGEN. Vier Auszubildende der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, etwa 110 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 des Gustav-Stresemann-Gymnasiums und ein Thema: Die Europäische Zentralbank und ihre Geldpolitik.

 

Intensiv bereiteten sich die Auszubildenden Ann-Sophie Beyers, Marlene Land, Madleen Wenzel und Angelina Wilke (alle zweites Ausbildungsjahr) auf den Vortrag und die passende Unterrichtsgestaltung für vier Tage im Juni vor. „Allein durch unser Berufsfeld beschäftigt man sich mit der EZB und ihrer Geldpolitik. Eine spannende Aufgabe, die wir bearbeiten durften!“, resümiert Ann-Sophie Beyers.

Für die Schülerinnen und Schüler begann der Schultag mit dem Aufbau und den Organen der Europäischen Zentralbank und welche Bedeutung das „magische Viereck“ in diesem Zusammenhang hat. In Gruppenarbeit benannten die Schülerinnen und Schüler die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie die 19 Euro-Länder. Auf die Ziele der EZB eingehend wurden der Punkt „Preisniveaustabilität“ durch ein Erklärvideo und die Geschichte des „schwarzen Freitags“ im Jahr 1923 unterstützt. Im weiteren Verlauf des Unterrichtstages bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler den Konjunkturverlauf, dessen vier Phasen und welche Auswirkungen die jeweilige Konjunkturphase auf die Nachfrage, die Investitionen, die Zinsen und Preise, die Löhne und die Arbeitslosigkeit haben.

Den zweiten Teil des Tages füllten die Grundlagen der Geldpolitik sowie die Instrumente der EZB. Eine gemeinsame Erarbeitung der Themen Mindestreserve, ständige Fazilitäten und Offenmarktgeschäfte machten diese transparent und leicht verständlich. Mit Hilfe einfacher Rechenbeispiele wurden die Instrumente der Offenmarktgeschäfte (Mengen- und Zinstender) begreiflich.

Das letzte Thema des Tages behandelte den Wandel und die aktuelle Lage der Geldpolitik. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten gemeinsam den Verlauf der Weltwirtschaftskrise ab dem Entstehen der sogenannten „Immobilien-Blase“. Die Bedeutung des Leitzinses und dessen stetiges Absinken bis auf 0,0% seit dem 10. März 2016 wurde ebenso thematisiert wie die Auswirkungen die Nullzinspolitik. In diesem Zusammenhang konnte dann auch die Frage „Warum erhalte ich bei meiner Bank keine Zinsen mehr?“ erläutert werden.

Anja Henke, Leiterin des Fachbereiches II (gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfelder) am Gustav-Stresemann-Gymnasium, ist Ausbildungsleiterin Julia Schröder und den Auszubildenden für das erfolgreiche Projekt sehr dankbar: „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es eine willkommene Abwechslung, wenn Experten zu uns an die Schule kommen und den Unterricht gestalten. Vor allem der intensive Einsatz unterschiedlicher Medien und Methoden macht den Unterricht interessant und abwechslungsreich. Des Weiteren ist in diesem Schuljahr das Thema der Europäischen Zentralbank im Lehrplan vorgesehen und in dieser Tiefe oftmals nicht in den Schulalltag zu integrieren.“

„Für uns war die Übersetzung von „fachchinesisch“ in „schülerfreundlich“ eine der größten Herausforderungen“, sind sich Marlene Land und Madleen Wenzel einig. Ausbildungsleiterin Julia Schröder betont die wertvollen Erfahrungen, die die Auszubildenden im Bereich der Methoden- und Handlungskompetenzen sammeln: „Das Konzept der Projektarbeit ist bei uns seit vielen Jahren Bestandteil der Ausbildung. Zu welchem Thema die Projektarbeit in Kleingruppen bearbeitet wird, wird jedes Jahr neu ausgesucht.“ Angelina Wilke ist über ihre persönliche Entwicklung während der Ausbildungszeit und das neugewonnene Selbstverständnis, vor Gruppen zu sprechen, sehr stolz: „Wir werden in dieser Hinsicht gefordert, erhalten aber auch zu jeder Zeit Unterstützung, wenn wir diese benötigen!“ Von der Idee „Azubis gestalten den Unterricht“ profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler, die Auszubildenden und die Lehrer, sondern auch die Sparkasse allgemein. „Unser Beruf ist für Außenstehende wenig greifbar. Wenn man Schülerinnen und Schüler fragt, was sie denken, welchen Tätigkeiten ein Banker nachgeht, kommen häufig Antworten wie „Die Ein- und Auszahlungen der Kunden bearbeiten“. Dieses ist grundsätzlich keine falsche Aussage, jedoch umfasst unser Berufsbild so viel mehr spannende und fordernde Tätigkeiten. Deswegen ist es umso schöner, wenn wir die Chance erhalten, mit unseren Auszubildenden zu Fachthemen und wirtschaftlichen Zusammenhängen an Schulen referieren zu können.“, betont Julia Schröder.

Anja Henke und Julia Schröder sind sich einig, dass das Projekt ein voller Erfolg war und auch in den folgenden Jahren gerne weitergeführt werden kann.

Julia Schröder

Cambridge Business English 2018

Auch im laufenden Schuljahr erfreut sich das AG-Angebot „Cambridge Business English“ in der Schülerschaft der 9. und 10. Klassen Beliebtheit. Momentan bereiten sich 12 Interessenten auf die Zertifikatsprüfung in verschiedenen Niveaustufen vor.

Das Foto zeigt die erfolgreichen Absolventen der BEC Preliminary-Prüfung im Mai 2018, die das Zertifikat erhalten haben.

 

„Der Natur abgeschaut“ – Kindercampus Sommer 2018

Bad Wildungen – „neue Dinge zu entdecken macht richtig Spaß“ – da waren sich die Teilnehmer des diesjährigen Kinder – Campus des Gustav – Stresemann Gymnasiums einig.

Unter dem Motto „Der Natur abgeschaut“ trafen sich 105 Schülerinnen und Schüler der Klassen vier bis sieben für vier Tage am Gustav- Stresemann Gymnasium um in sieben unterschiedlichen Workshops die Natur zu entdecken.

In diesen Tagen erforschten acht kleine Biologen die Fähigkeiten und Strategien der Tiere und Pflanzen, die diese anwenden um ihr Überleben zu sichern. Dabei ging es nach einigen theoretischen Beispielen zu Exkursionen in den Nationalpark Kellerwald – Edersee sowie in den Wildtierpark.

Im Workshop Chemie befassten sich 25 Alchemisten mit dem Mord an dem Apotheker Benedikt Blackthorn, der mithilfe von Naturmaterialien und Experimenten aus der Natur aufgeklärt werden konnte. So wurden verschlüsselte Botschaften wieder lesbar gemacht, Salben für Brandwunden entwickelt oder eine Feuerschrift zum Einsatz gebracht.

Die beiden Informatik Workshops bauten und programmierten ebenfalls naturnahe Gegenstände. So programmierte der Calliope Kurs unter der Leitung zweier Schüler des Gustav – Stresemann Gymnasiums beispielsweise eine Wetterstation, während im Robotik – Workshop verschiedene Bereiche der Erde mit Legosteinen nachgebaut wurden. Dort entstanden wilde Tiere, wie Krokodile oder Löwen, die zuschnappen oder brüllen konnten.

Auch im Graffity Workshop widmeten sich 16 Künstler der Natur. Sie fertigten Schablonen an, die vorher zu Papier gebracht wurden und nutzten diese für ihre Graffity Bilder. Die fertigen Werke konnten am Ende des Kinder- Campus in der Aula bestaunt werden.

Ebenfalls kreativ ging es im Film Ab! Workshop zu. Neben einer Exkursion zum Sonderteich für die Unterwasser- und Naturfotografie sowie dem Bau von Miniaturwelten für den Dreh des ersten kleinen Films, entstand ein schöner Dokumentarfilm über die Entdeckungen und Arbeiten in den unterschiedlichsten Workshops. Dieser wurde für alle Teilnehmer sowie deren Familien am Donnerstagnachmittag vorgeführt.

Im Kletterworkshop ging es hoch hinaus. 22 sportbegeisterte Kinder widmeten sich den unterschiedlichsten Klettertechniken an der Boulderwand sowie den Sicherungstechniken beim Klettern. Erst nach ausführlicher Erprobung ging es für die Kletterer an der Wand hoch hinaus – natürlich nicht ohne ausreichend gesichert zu sein.

Wie jedes Jahr endete auch dieses Mal der Kinder – Campus nach vier schönen, arbeitsreichen und horizonterweiternden Tagen mit kreativen Präsentationen der einzelnen Workshops. Bei einer Umfrage der Schulleiterin Iris Blum, was den Kindern am besten gefallen hatte, war das Meinungsbild ganz klar: neue Dinge entdecken und kreativ und tatkräftig arbeiten. Anschließend bedankte sich die Schulleiterin bei allen Workshopleiterinnen und Leitern für ihre tolle Arbeit.