12. Hessischer Demokratietag und UNESCO-Demokratiecamp

Eine knappe Woche werden sich Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums mit dem Thema „Demokratie“ auseinandersetzen.

 

Den Auftakt bildet der 12. Hessische Demokratietag am 17. September im Engelsburg-Gymnasium in Kassel, der bereits seit vielen Wochen ausgebucht ist. Über 300 Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen werden sich in unterschiedlichen Workshops mit der Frage auseinandersetzen, was Demokratie für sie bedeutet.

 

Den Teilnehmer*innen wird am Demokratietag viel geboten. So steht ein Escape Room ebenso auf dem Programm wie ein Workshop des Netzwerks Toleranz Waldeck-Frankenberg, mit dem das GSG seit Jahren erfolgreich kooperiert, ein DS-Kurs mit dem GSG-Lehrer Matthias Pflüger, ein Auftritt des syrischen Pianisten Aeham Ahmad sowie ein Besuch des hessischen Kultusministers Prof. Lorz uvm.

 

 Flyer_12_Demokratietag

 

Der Demokratietag dient auch als Auftaktveranstaltung für die UNESCO-Fachtagung 2019, die im Anschluss an den in Kassel stattfindet.

 

So werden auch die Schüler*innen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums an der Eröffnungsveranstaltung der Fachtagung der UNESCO-Projektschulen im Kasseler Rathaus teilnehmen. Der Schulsprecher des GSG, Til Reuter, wird mit anderen Schüler*innen der hessischen UNESCO-Projektschulen nach dem Empfang ein Podiumsgespräch mit Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, führen. 

 

Anschließend ziehen die Schüler*innen des GSG weiter in ein Demokratiecamp, das parallel zu der Fachtagung in Bad Hersfeld stattfindet. Vom 17. bis 20. September veranstaltet das Landesnetzwerk der UNESCO-Projektschulen in Hessen in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar ein mehrägiges Demokratiecamp für 50 Schülerinnen und Schüler der 20 hessischen UNESCO-Projektschulen unter dem Titel „Unterwegs im Auftrag der Demokratie! 70 Jahre Grundgesetz – Eine Demokratiewerkstatt“. 

 

Neben der Auseinandersetzung mit einzelnen Grundgesetzartikeln und der Frage, was das Grundgesetz mit uns persönlich zu tun hat, wird es bei dem Demokratiecamp auch um aktuelle Fragen nach der Demokratie im digitalen Raum, Meinungsfreiheit und Privatsphäre und aktuelle Bedrohungen wie z.B. Hate Speech gehen. Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler aus einzelnen Workshops unserer Veranstaltung sollen am 19. September abends beim kulturellen Abend der Bundestagung der UNESCO-Projektschulen in der JugendKultur-Kirche Kassel präsentiert werden. 

 

Die Veranstaltung wird von dem Hessischen Kultusministerium, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der UNESCO-Projektschulen gefördert.

Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher diskutiert mit Schülern des GSG über die Europawahl

 

Nachdem das Europäische Parlament keine 24 Stunden zuvor der gerade bei jungen Menschen äußerst unbeliebten Urheberrechtsreform zugestimmt hatte, besuchte Esther Dilcher, Bundestagsabgeordnete für Waldeck und Kassel-Land, das Gustav-Stresemann-Gymnasium, um mit Schülerinnen und Schülern der Q2 über Europa zu diskutieren. Die Politikerin war der Einladung der Fachschaft Politik und Wirtschaft der Schule unter der Leitung von Herrn Dr. Johannes Salzig gefolgt und stellte sich in der Aula den zuvor von einem Schülerteam gesammelten Fragen zu den Themenbereichen Brexit, Migration, Populismus, Umweltschutz, Reformen, Demokratiedefizit und Urheberrechtsreform. 


Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Iris Blum übernahmen die Schülerinnen Melissa Meng, Ani Antonyan und Lolita Peil die Moderation und führten souverän und gut vorbereitet durch die folgenden 90 Minuten. Im Zuge der Veranstaltung mit dem Titel „Europawahl 2019 – Schicksalsjahr für Europa?!“ wurde schnell deutlich, dass viele der über 100 anwesenden jungen Erwachsenen insbesondere die Verabschiedung des Artikels 13 bzw. 17 der Richtlinie über die Lizenzierungspflicht und Uploadfilter scharf verurteilen, weil sie eine Kontrolle und Zensur des Internets befürchten. Frau Dilcher begegnete diesen Bedenken der Schüler sehr verständnisvoll und erklärte, dass sie es selbst für besser gehalten hätte, als Reaktion auf die anhaltenden Proteste gegen das Gesetzesvorhaben noch einmal inhaltlich über den Artikel zu verhandeln. 


Ähnlich emotional wurde das Thema des Umgangs mit populistischen Parteien diskutiert, die bei der bevorstehenden Europawahl ihre Stimmenanteile im Parlament wohl deutlich ausbauen werden. Frau Dilcher berichtete in diesem Zusammenhang von den Erfahrungen mit der AfD im Deutschen Bundestag, die die Politiker der etablierten Parteien vor neue Herausforderungen stelle und Fragen des Umgangs aufwürfen. Ein Schüler aus dem Plenum fragte kritisch nach, wie genau denn nun die Strategie der SPD aussehe, den Populisten im parlamentarischen Betrieb zu begegnen, woraufhin die gelernte Juristin zugestehen musste, dass es keine einheitliche Linie gebe. Gerade diese entwaffnende Ehrlichkeit, nicht für alle komplexen politischen Probleme eine einfache Lösung zu haben, spricht für die Authentizität der Politikerin, die seit 2017 im Bundestag sitzt. 


Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass auch nach dem offiziellen Ende in kleinerer Runde weiter diskutierte wurde und diejenigen Schüler, die sich zuvor besonders stark in die Aussprache eingeschaltet hatten, von Frau Dilcher eingeladen wurden, sich mit ihren Anliegen jederzeit an sie zu wenden und ein Praktikum bei ihr zu absolvieren, was auf großes Interesse bei den Jugendlichen stieß. 
Für die Teilnahme an der Protestbewegung „Fridays for Future“, die auch die Schulgemeinde des Stresemanngymnasiums als UNESCO-Projektschule bewegt, äußerte Esther Dilcher Verständnis, lobte das gesellschaftspolitische Engagement der Jugendlichen und plädierte für mehr Flexibilität der Lehrkräfte im Umgang mit der Verletzung der Schulpflicht.

 

Insgesamt zeigte sich, dass anderthalb Stunden nicht ausreichen, um die Herausforderungen, vor denen die Europäische Union steht, auszudiskutieren. Gleichwohl bestätigte die hohe Beteiligung der Schüler, wie wichtig es ist, politische Vertreter an die Schulen zu holen, um einen Austausch zu ermöglichen und junge Menschen zur aktiven Partizipation zu ermutigen.

 

 

Text: Dr. Johannes Salzig

Fotos: Hayaa Khan, Wiona Reisse

 

Das GSG als UNESCO-Projektschule

 

Seit 2013 ist das Gustav-Stresemann-Gymnasium Mitglied im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Hessen. Von Beginn an nahm die UNESCO-Arbeit am GSG einen zentralen Stellenwert ein – die Bildungsansätze der UNESCO sind im Schulleben fest verankert.

 

Aktivitäten und Projekte am GSG

 

Am Gustav-Stresemann-Gymnasium werden innerhalb und außerhalb des Unterrichts fortlaufend Aktivitäten geplant und durchgeführt, in denen die Leitziele der UNESCO-Projektschulen in besonderem Maße Berücksichtigung finden. Im Fokus der Projekte steht der Einsatz für eine Kultur des Friedens durch Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung, interkulturelles und globales Lernen, Umweltbildung sowie UNESCO-Welterbeerziehung im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

 

Quelle: „https://www.unesco.de/bildung/unesco-projektschulen/unesco-projektschule-sein“ 

 

 

Im Rahmen des Netzwerks der hessischen UNESCO-Projektschulen hat sich das GSG bisher in vielfältiger Weise eingebracht:

  • Im Jahr 2014 war das GSG erstmals Gastgeberschule für eine Fachtagung der hessischen UNESCO-Projektschulen zur Vorbereitung des hessischen UNESCO-Projekt-Camps am Edersee im Mai 2015. Durch die Kooperation des Stresemann-Gymnasiums mit dem Nationalpark Kellerwald-Edersee ergab sich eine führende Rolle unserer Schule bei der Konzeption, Organisation und Durchführung des Camps.
  • Auch bei dem letzten UNESCO-Projekt-Camp 2017 in Rüdesheim übernahm das GSG eine aktive Rolle bei der Planung und Durchführung.
  • Die Kontakte zu anderen Schulen sind für das GSG aufgrund der UNESCO-Tätigkeit von zentraler Bedeutung. So findet auf allen Ebenen ein reger Austausch mit allen hessischen UNESCO-Projektschulen statt, welcher in besonderen Projekten in praktischer Arbeit vertieft wird.

Das GSG ist darüber hinaus in der 2016 initiierten Steuerungsgruppe der hessischen UNESCO-Projektschulen vertreten, die die Fachtagung der deutschen UNESCO-Projektschulen im September 2019 in Kassel vorbereitet.

 

Kontakte mit außerschulischen Partnern

Aus der geografischen Lokalisation des GSG im Landkreis Waldeck-Frankenberg ergeben sich Kooperationen, die unsere schulische Arbeit prägen und nach außen öffnen. Dazu zählt z. B. die für den UNESCO-Bereich zentrale Zusammenarbeit mit

 

  • dem Nationalpark Kellerwald-Edersee, der im Juni 2011 in die Liste des UNESCO-Welterbes eingeschrieben wurde. Die Kooperation mit dem Leiter der Wildnisschule BuchenHaus im Nationalpark, Herrn Horst Knublauch, läuft bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Exemplarisch seien an dieser Stelle die Teilnahme eines Biologie-Leistungskurses an dem Projekt „Juniormanager für Naturschutz“, die gemeinsame Planung und Durchführung des Projekt-Camps im Nationalpark-Kellerwald-Edersee sowie die Gestaltung der Mauer zum Parkplatz der Nationalparkverwaltung durch die Arbeitsgruppe Malerei mit charakteristischen Nationalpark-Motiven genannt. Zuletzt bot ein Ranger-Team in den Sommerferien erstmals einen Workshop auf dem Kinder-Campus unserer Schule an. Weitere gemeinsame Projekte sind bereits in Planung. So soll beispielsweise die Neugestaltung des Schulhofs des GSG in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark erfolgen.
  • dem UNESCO-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe. Zu Beginn dieses Schuljahres fand bereits eine Exkursion der UNESCO-AG statt, in deren Rahmen in Absprache mit Frau Sabine Buchholz als Leiterin des Bereichs Vermittlung und Bildung der Museumslandschaft Hessen Kassel ein GPS-Workshop durchgeführt wurde. Am Nachmittag erlebten die Schülerinnen und Schüler dann die Wasserspiele. Mit Frau Buchholz wurde außerdem die Planung und Realisierung eines Pilotprojektes mit einem Medienpädagogen verabredet, das Ende Januar 2019 stattfinden wird.
  • dem Weltladen in Bad Wildungen, welcher neben Infomaterialien auch Schülerworkshops für das GSG konzipiert und durchführt. Im Kontext des diesjährigen Projekttages erwies sich die Zusammenarbeit einmal mehr als erkenntnisfördernd und ertragreich.
  • dem Wildunger NABU und seiner Naturschutzjugend (NAJU), die im Februar 2015 im Rahmen der Kooperationsveranstaltung unter dem Motto „Umwelt schützen – was tust du dafür?“ mit Schülerinnen und Schülern des GSG eine gemeinsame Müll-Sammelaktion am Sonderteich im Helenental durchführten.

 

Schwerpunkte der UPS-Arbeit (Auswahl)

  • Anlässlich des UN-Gedenktags, dem Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember, werden am GSG seit dem Jahr 2014 Projektausstellungen vorbereitet und präsentiert. In diesem Jahr ist neben einem Workshop von Amnesty International die Teilnahme der UNESCO-AG am Demokratietag, der am 10. Dezember 2018 unter dem Motto „Aufstehen für Demokratie – Einstehen für Menschenrechte“ an der Otto-Hahn-Schule in Hanau stattfindet, geplant. 
  • Unsere Schule bemüht sich zurzeit auf Initiative der SV um Zugehörigkeit in dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
  • Dazu passt, dass das GSG seit Jahren aktiv im „Netzwerk Toleranz Waldeck-Frankenberg“ mitarbeitet und an den regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen teilnimmt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk werden in der Jahrgangsstufe 8 jährlich Workshops zum Thema Respekt, Toleranz und Menschenrechte durchgeführt.
  • Institutionalisiert hat sich an unserer Schule die Teilnahme an dem EU-Projekttag, in dessen Rahmen sich Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase mit unterschiedlichen europapolitischen Themen auseinandersetzen und daran anknüpfend ein Expertengespräch vorbereiten und durchführen.
  • Im Jahr 2017 nahm unserer Schule im Kontext der Bundestagswahl erneut an dem Projekt „Juniorwahl“ teil. Die Resonanz war derart positiv, dass sich die Schülerinnen und Schüler einstimmig für die Teilnahme an dem Projekt im Zusammenhang mit der Hessischen Landtagswahl Ende Oktober dieses Jahres aussprachen.
  • Jedes Jahr fahren die Geschichtskurse der Q3 in die Gedenkstätte Buchenwald im Rahmen einer ganztägigen Exkursion nach Buchenwald.
  • Jährlich findet am GSG in der Q3 der Stasi-Projekttag statt.
  • Schon seit nunmehr 13 Jahren hat das Gustav-Stresemann-Gymnasium die Koordination des regionalen Verbundes des Projektes „Jugend debattiert“. Es leistet an unserer Schule einen wichtigen Beitrag im Bereich der Demokratieerziehung.
  • In Bezug auf den Bereich der „Friedenserziehung“ soll im laufenden Schuljahr erstmals das Schulprojekt „UN im Klassenzimmer“ stattfinden.
  • Neben dem Erlernen der Sprachen sowie verschiedener Austauschfahrten findet am GSG als Schule für Schülerinnen und Schüler verschiedenster Nationalitäten auf allen Ebenen interkulturelles Lernen statt. Wir betrachten es als Selbstverständlichkeit, besuchen doch z. B. auch die an unsere Schule kommenden Flüchtlinge neben einer Intensivklasse den Regelunterricht, wodurch sich verschiedenste Anknüpfungspunkte innerhalb und außerhalb des Unterrichts ergeben, die das interkulturelle Lernen in unserem Schulleben und darüber hinaus vertiefen. 
  • Das GSG als Schule mit einer inklusiven Schulkultur ist bestrebt, auch alle Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen und Beeinträchtigungen bestmöglich zu fördern, sie bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen dadurch die aktive und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Diese Bemühungen werden unterstützt durch unseren Schulsozialarbeiter und die enge Zusammenarbeit mit der Schulpsychologin Frau Claudia Fritz.
  • Erstmals nahmen die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen im vergangenen Jahr 2017 an „Weihnachten im Schuhkarton“ teil, ein Projekt, das zu der größten Geschenk-Aktion für Kinder in Not, „Operation Christmas Child“, gehört. Auf diese Weise kamen mehr als 100 Schuhkartons mit verpackten Geschenken zusammen. Mit den Päckchen soll Kindern bedürftiger Familien in Bulgarien, Georgien, in der Mongolei und Slowenien eine Weihnachtsfreude gemacht werden.
  • Seit 2012 haben wir über viele Jahre zusammen mit der Grundschule Breiter Hagen in Bad Wildungen und der Kunzwana Women’s Association in Harare, Simbabwe, an einem gemeinsamen Projekt zur Unterstützung der Chibvuti Primary School in Simbabwe gearbeitet. Seit 2016 unterstützt das GSG nun das Waisenhaus „Dreams Children’s Home“ in Kenia, z. B. mit Spenden, die auf dem Weihnachtsmarkt der Schule gesammelt werden.
  • Die Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde am Gustav-Stresemann-Gymnasium in den letzten Jahren im Unterricht, im Zuge verschiedener Veranstaltungen, Projekte und Workshops intensiv vorangetrieben. Zuletzt zeigte sich dieses vielfältige Engagement besonders im Kontext des diesjährigen UNESCO-Projekttages am 26. April, der sich thematisch an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung („Sustainable Development Goals“) der Vereinten Nationen (UN) orientierte.
  • Im Februar 2017 fand am GSG zudem ein Pädagogischer Tag zum Thema Nachhaltigkeit statt, in dem denkmal aktiv-Projekt „Energiewende und Denkmalschutz – das UNESCO-Welterbe im Spannungsverhältnis zwischen Ökologie und Ökonomie“ (2015/2016) wurde Nachhaltigkeit als Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung allen angestellten Überlegungen zugrunde gelegt.

 

Whole School Approach


Seit letztem Jahr gibt es an unserer Schule das Projekt „UNESCO-Botschafterinnen und Botschafter am GSG“, das die Leitziele der UNESCO stärker in der Schülerschaft verankern helfen soll, indem in jeder Klasse und in jedem Kurs auf freiwilliger Basis und nach demokratischen Prinzipien eine Schülerin und / oder ein Schüler die Rolle des UNESCO-Botschafters übernimmt.

Das Gustav-Stresemann-Gymnasium verfügt über eine moderne und technische Ausstattung mit z. B. ActiveBoards in allen Klassenräumen. Auch dadurch ist es unserer Schule möglich, den Bildungsansatz „Freiheit und Chancen im digitalen Zeitalter“ mit Leben zu füllen. 

Des Weiteren

  • stehen Teile der Schule unter Denkmalschutz,
  • verfügen wir über eine eigene Solaranlage,
  • sind wir mit behindertengerechten, barrierefreien Zugängen ausgestattet.

 

Schulprogramm

 

Im Schulprogramm ist der „Schwerpunkt UNESCO“ als fortlaufendes Orientierungsziel auch im Ganztagsangebot fest verankert. Hier heißt es, dass sich das GSG zu einer „aktive(n), kontinuierliche(n) Unterstützung und Umsetzung der UNESCO-Ziele in schulischen und außerschulischen Kontexten zur Einhaltung von Menschenrechten, zur kulturellen und Umweltbildung sowie dem gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich“ verpflichtet. Als Qualitätsindikatoren werden die Umsetzung im Unterricht, die Anmeldezahlen für die UNESCO-AG, die regelmäßige Teilnahme an UNESCO-Konferenzen, Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Menschenrechtsbildung, Demokratieerziehung, interkulturelles und globales Lernen, Umweltbildung und Welterbeerziehung (z. B. „denkmal aktiv“) genannt. Evaluiert wird die Umsetzung laut Schulprogramm durch die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen sowie der Schülerinnen und Schüler.

 

UNESCO-AG erkundet Bergpark Wilhelmshöhe

 

20 Schüler nehmen an GPS-Führung und Wasserspiel-Spektakel teil

Direkt zu Beginn des neuen Schuljahres machten sich 20 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6 bis 9 auf den Weg nach Kassel, um den im Jahr 2013 vom Welterbekomitee der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Bergpark Wilhelmshöhe zu entdecken. Damit setzte die UNESCO-AG die Erforschung von hessischen Welterbestätten fort, die sie im letzten Jahr mit dem Besuch der Saalburg und einen Workshop im Nationalpark Kellerwald-Edersee begonnen hatte.

 

Zur Vorbereitung auf den Ausflug nach Kassel hatten sich die Schüler bereits intensiver mit dem Bergpark auseinandergesetzt, indem sie beispielsweise selbst zum Baumeister wurden und ein Papiermodell des Herkules-Bauwerks bastelten. Damit waren sie bestens gerüstet, um nun vor Ort die einzigartige Kulturlandschaft im Rahmen eines GPS-Workshops mithilfe von Geocaches kennenzulernen. Nach einer kurzen Einweisung schwärmten die Teilnehmer in Kleingruppen aus und versuchten, wie bei einer Schnitzeljagd versteckte Hinweise zu finden und Rätsel zu lösen. Nur wenn ihnen das gelang, erhielten sie die Koordinaten für den Weg zur nächsten Station. Zum Schluss hatten die einzelnen Gruppen alle Fragen richtig beantwortet und erhielten als kleine Erinnerung einen Ansteck-Pin mit Motiven aus dem Bergpark.

 

Danach ging es mit dem Bus hinauf zum Herkules, um das zentrale Element des Bergparks,  die Inszenierung der Wasserspiele, zu bewundern. Gemeinsam folgten die Schüler dem Wasserlauf, bewunderten bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad die Fontänen und Wasserfälle und warteten zum Schluss gespannt auf die große Fontäne am Fontänenteich.

 

Damit endete das abwechslungsreiche Programm im Bergpark Wilhelmshöhe, das im Nachgang von den Schülern als „mega toll“ und „sehr schön“ bezeichnet wurde. Nicht zuletzt aufgrund der einhelligen Begeisterung der Teilnehmer soll die Zusammenarbeit des GSG mit der Museumslandschaft Hessen Kassel intensiviert und ausgebaut werden. Mit Frau Sabine Buchholz als Leiterin des Bereichs Vermittlung und Bildung wurde deshalb die Planung und Realisierung eines Pilotprojektes mit einem Medienpädagogen im kommenden Herbst verabredet.

 

Bad Wildungen, den 03.09.2018
Text und Fotos: Dr. Johannes Salzig  

Aktiv gegen Antisemitismus und Ausgrenzung – für Vielfalt und Demokratie

 

Fotograf Rafael Herlich übergibt UNESCO-Projektschulen Bildbände zum jüdischen Leben

 

Lesen Sie hier den Pressebericht auf der Seite des Hessischen Kultusministeriums:

https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/aktiv-gegen-antisemitismus-und-ausgrenzung-fuer-vielfalt-und-demokratie

Landeskoordination der UNESCO-Projektschulen in Hessen
 

Ende August 2018 hat das Gustav-Stresemann-Gymnasium die Aufgabe der Landeskoordination der

UNESCO-Projektschulen in Hessen übernommen.

 

Zurzeit gehören dem hessischen Netzwerk 20 Schulen aus den unterschiedlichen Regionen des Landes an:

  • Abendgymnasium Frankfurt
  • Albert-Schweitzer-Schule, Hofgeismar
  • Albert-Schweitzer-Schule, Offenbach
  • Alexander-von-Humboldt-Schule, Rüsselsheim
  • Altkönigschule, Kronberg
  • Anna-Schmidt-Schule, Frankfurt
  • August-Bebel-Gesamtschule, Wetzlar
  • Clemens-Brentano-Europaschule
  • Edith-Stein-Schule, Darmstadt
  • Engelsburg-Gymnasium, Kassel
  • Friedrich-Fröbel-Schule, Viernheim
  • Gustav-Stresemann-Gymnasium, Bad Wildungen
  • Goetheschule, Dieburg
  • Heinrich-Böll-Schule, Bruchköbel
  • Heinrich-Böll-Schule, Rodgau
  • Helene-Lange-Schule, Wiesbaden
  • Humboldtschule, Bad Homburg
  • Limesschule, Idstein
  • Rudolf-Steiner-Schule, Loheland
  • Wöhlerschule, Frankfurt

 


 

Das starke hessische Netzwerk der UNESCO-Projektschulen zeichnet sich aus durch: 

  • aktive und schulformenübergreifende Zusammenarbeit im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen – hessenweit, deutschlandweit und international
  • Gestaltung des internationalen UNESCO-Projekttags
  • Angebot der UNESCO-Camps für Schülerinnen und Schüler
  • Mitgliedschaft im Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“
  • Ausrichtung, Gestaltung und Teilnahme an Fachtagungen, Konferenzen, Dialogprojekten u.vm.
  • Impulse und Angebote für die Schulentwicklung als UNESCO-Projektschule / UNESCO Associated School

Aufgaben der Landeskoordination
 

In jedem Bundesland fördert eine Landeskoordinatorin oder ein Landeskoordinator die Zusammenarbeit der UNESCO-Projektschulen und pflegt die Kontakte mit interessierten Bildungseinrichtungen. Die Wahl wird in Absprache der Deutschen UNESCO-Kommission von der Kultusbehörde des jeweiligen Landes bestätigt. In Hessen wird die Arbeit auf Landesebene durch das Referat Z.4 des Hessischen Kultusministeriums unterstützt.

 

Die Aufgaben der Landeskoordination im Überblick:

  • Repräsentation der UNESCO-Projektschulen in Hessen bei offiziellen Anlässen
  • Verbindung zur Bundeskoordination und zum Fachreferat des Kultusministeriums
  • Förderung von Kontakten und Zusammenarbeit der UNESCO-Projektschulen
  • Einberufung und Organisation der mindestens zweimal jährlich stattfindenden Landestagungen
  • Planung von Fortbildungsveranstaltungen
  • Organisation von Jugendcamps

Ausblick

 

Das Netzwerk der hessischen UNESCO-Projektschulen gestaltet im Jahr 2019 gemeinsam mit weiteren Partnern die bundesweite Fachtagung der UNESCO-Projektschulen in Kassel zum Thema der Demokratiebildung (17. – 21. September 2019).

Die Landeskoordination der UNESCO-Projektschulen wirkt maßgeblich am Planungsprozess des 12. Hessischen Demokratietags am 17. September im Engelsburg-Gymnasium in Kassel mit.

Kontakt

 

Landeskoordination der UNESCO-Projektschulen in Hessen
Gustav-Stresemann-Gymnasium
Dr. Johannes Salzig
Stresemannstr. 33
34537 Bad Wildungen

EMail-Kontakt

Das GSG als Mitglied im Schulnetzwerk

(„Nachhaltigkeit lernen in Hessen“)

 

Seit 2018 ist das Gustav-Stresemann-Gymnasium als UNESCO-Projektschule Mitglied in dem Schulnetzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“.

 

Die Dachmarke wurde durch die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen und den Runden Tisch „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) initiiert und mit Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums ins Leben gerufen.

 

Das Schulnetzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Entwicklung in der Schule zu verankern und in Projekten, im Schulalltag und Schulcurriculum sowie im Unterricht lebendig werden zu lassen und ermöglicht den für ihr besonderes Engagement ausgezeichneten Schulen einen gegenseitigen Austausch. (Nachhaltigkeit lernen in Hessen)

 

 

Bildung für nachhaltige Entwicklung am GSG

 

  • Die Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde am Gustav-Stresemann-Gymnasium in den letzten Jahren im Unterricht, im Zuge verschiedener Veranstaltungen, Projekte und Workshops intensiv vorangetrieben:
  • Zuletzt zeigte sich dieses vielfältige Engagement besonders im Kontext des UNESCO-Projekttages am 26. April 2018, der sich thematisch an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung („Sustainable Development Goals“) der Vereinten Nationen (UN) orientierte.
  • Im Februar 2017 fand am GSG ein Pädagogischer Tag zum Thema Nachhaltigkeit statt. Durch die Kooperation mit dem Nationalpark Kellerwald-Edersee kann das Thema Nachhaltigkeit auf regionaler Ebene bearbeitet und in den Blick genommen werden, z. B. im Rahmen von Workshops, gemeinsamen Veranstaltungen oder Projekten. Die Dimensionen des Themas können im Nationalpark für die Schülerinnen und Schüler an praktischen Beispielen vor Ort verdeutlicht werden, wodurch sie einen anderen, konkreteren Zugang zu der Problematik erhalten.
  • Die UNESCO-AG kocht einmal im Schuljahr mit nachhaltig produzierten Lebensmitteln.
  • Das GSG produziert eigenen Strom durch Solarzellen auf dem Dach.
  • Die Schülerfirma designt und verkauft wiederverwendbare Wasserflaschen, mit denen sich die Schüler*innen am schuleigenen Wasserautomaten versorgen können – dadurch wird unnötiger Müll vermieden.
  • Das GSG kooperiert mit dem Weltladen in Bad Wildungen.
  • Im Foyer der Schule gibt es jedes Jahr eine Altbatteriesammlung.
  • An der Müllsammelaktion Sonderteich, einer Kooperationsveranstaltung der NAJU Bad Wildungen und des Gustav-Stresemann-Gymnasiums unter dem Motto „Umwelt schützen – was tust du dafür?“, beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse beteiligten und betätigten sich als Mülldetektive.
  • In dem Denkmal aktiv-Projekt „Energiewende und Denkmalschutz – das UNESCO-Welterbe im Spannungsverhältnis zwischen Ökologie und Ökonomie“ (2015/2016) wurde Nachhaltigkeit als Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung allen angestellten Überlegungen zugrunde gelegt.